home

Mittelalter-Chronik Frankfurt Rhein-Main

Hier geht´s zum Menu!

     
 

Chronik von Katzenelnbogen, Nassau, Diez, Sponheim, Hessen, Wittelsbach, Westerburg, Isenburg, Leiningen, Eppstein, Solms, Bolanden, Falkenstein, Sayn, Veldenz, Rheingrafschaft, Wildgrafschaft, Raugrafschaft, Bolanden,Wied, erweitert mit klimatischen, sozialen und politischen Ereignissen der Zeit und im verwandtschaftlichen Umfeld auf Basis von K.E. Demandt rund um die Reichsstadt Frankfurt.

(St) führt zur Stammbaumgrafik - wenn der Name noch nicht sichbar ist bitte nach rechts oben erweitern (Programmfehler)

1050 1100 1150 1200 1250 1300 1350 1400 1450

932 Ritterturnier in Magdeburg

960 In Köln wird die letzte Rheinbrücke von Basel flussabwärts abgerissen.

983 Der mainzer Erzbischof Willigis erhält in der Veroneser Schenkung von König Otto für Kurmainz die linksrheinischen Gebiete bis Heimbach, die rhechtsrheinischen Gebiete bis Kaub und die Gebiete an der unteren Nahe, die eigentlich von den Rheingrafen verwaltet werden.

0989 Der mainzer Erzbischof Willigis lässt in Aschaffenburg eine Holzbrücke über den Main bauen.

0999 Der erste deutsche Papst Gregor V stirbt - Papst Sylvester II verkündete, dass an Sylvester die Welt untergeht. In einer Massenhysterie wird geraubt und geplündert und die Hinrichtung von Zauberern gefordert.

1000 Wetter: Hungerjahre während einer großen langjährigen Dürre - Nach der falschen Weltuntergangsprohezeihung behauptet Papst Sylvester II, die Welt sei nur Dank seiner Gebete nicht untergegangen. - Gründung der Sternwarte Kairo. - Weißbrot wird Mode. - Die vom Konradiner Ehrenbert erbaute Burg Ehrenbreitstein erfüllt Sicherungsaufgaben. - Die Schwester von Friedrich von Gleiberg I - Luxemburg (St), Kunigunde von Gleiberg (St), heiratet den Ottonen Heinrich II. - Der Salier Herzog Konrad von Kärnten ist erster Bewohner der Burg Stauf. Er ist der jüngere Bruder von Papst Gregor V (+999).

1001 Aufständische zwingen Ottonen-Kaiser Otto III in Rom beim ehemaligen kaiserlichen Berater Papst Sylvester II sich in der Engelsburg zu verschanzen und zum deutschen Heer zu flüchten.

1002 Ottonen-Kaiser Otto III wird vor Rom mit Gift ermordet. - Der heilige Heribert von Köln, Kanzler von Deutschland und ehemaliger Dompropst von Worms, ist in Besitz der Heiligen Lanze und überführt den Leichnam unter schweren Kämpfen nach Aachen. - Heinrich II wird zum deutschen König gewählt, schenkt seiner Frau Kunigunde von Luxemburg-Gleiberg (St), die kinderlos bleibt und deshalb als Jungfrau verehrt wird den Ort Bamberg. König Heinrich II lässt sich auf einem Bild aus dem Reichskloster Reichenau von Gott krönen - König Heinrich II unterstellt Kloster Seligenstadt dem Bischof von Würzburg. - Der zutphener Burggraf Otto von Hammerstein zieht nach Italien.

1003 Ottonen-König Heinrich II hält einen Reichstag in Diedenhofen (Thioville) an der Mosel. - Immo von Sponheim (St) wird Abt in Prüm.

1004 Der deutsche Ottonen-König Heinrich II führt Krieg gegen den Herzog von Polen.

1005 Wetter: Hungersnot

1006 Wetter: Hungersnot. Die hellste Supernova der überlieferten menschlichen Geschichte ist nach Norden bis in die Schweiz sichtbar. - Der prümer Abt Immo von Sponheim (St) stirbt.

1007 Auf der Synode in Frankfurt wird das Bistum Bamberg durch Abtretung von 1/4 der würzburger Gebiete gegründet, aber der Wunsch Würzburgs Kurfürstentum zu werden zerschlägt sich. Die heidnischen Slaven zwischen oberem Main und Regnitz sollen christianisiert werden. - Um sich gegen den bayerischen und den schwäbischen Herzog durchsetzen zu können stärkt der deutsche Ottonen-König Heinrich II die Macht der Kirchenfürsten als bessere Grafen und tötet sogar seine Schwager aus dem Hause Luxemburg.

1008 Der deutsche Ottonen-König Heinrich II schenkt seiner Frau Kunigunde von Luxemburg, den Königshof Kaufungen. - Graf Gerlach herrscht in der Gegend von Weilburg und Wetzlar.

1009 Ibn Junis erstellt Tafeln zur Planetenberechnung an. - Der mainzer Dom wird am Tag seiner Einweihung durch einen Brand zerstört. - Der fränkische Ritter Reginbod schenkt mit Erlaubnis von Graf Drutwin in der Königshundert und im Niederrheingau seinen Besitz in (Östrich-)Winkel dem Kloster Bleidenstadt. - Wetter: Hungersnot.

1010 Siegfried von Sponheim I (St) wird auf Burg Sponheim geboren. - In Würzburg wird eine Fischerzunft auf der gegenüberliegenden Mainseite gegründet.

1011 Wetterr: Der Winter in Quedlinburg ist außerordentlich streng. - Mit seinem Tod hinterlässt der mainzer Erzbischof Willigis ein wiederbelebtes Kloster Disibodenberg.

1012 In Cölbigk bei Bernburg verstoßen 18 Bauern gegen das christliche Tanzverbot in Kirchen durch Lärmen und Schreien den Gottesdienst, bis der Priester Ruprecht sie verflucht. Nach ihrer Erschöpfung fallen sie in einen 3-tägigen tiefen Schlaf. 4 sterben. (Tanzwut es muss von einer Drogenvergiftung ausgegangen werden). - In Rom wird ein Laie und brutaler Condottiere zu Papst Benedikt VIII gewählt. - Die Matrone Wildrudis und deren Sohn Konrad schenken Kloster Seligenstadt Besitzungen und Rechte in den Marken Diez, und Braubach und in Lahnstein.

1014 Die koblenzer Bischofsversammlung berät darüber wie sich die Lebensführung des Klerikers auf die Qualität der Eucharistiefeier auswirkt.

1015 Leipzig wird urkundlich erwähnt.

1016 Der Salier Konrad II heiratet seine Base, die schöne, kluge und überhebliche zweifache Witwe Gisela von Schwaben. - Der aus seinen eigenen Besitzungen vertriebene Graf Balderich von Drenthe beginnt von Burg Hengebach aus Raubzüge. - Der zutphener Burggraf Otto von Hammerstein I (St) wird Graf in der Wetterau.

1017 Die Erbtochter Adela von Hamaland verliert die entscheidende Verteidigungsschlacht um ihre Burg Ufflach (bei Elten) gegen Ottonen-Kaiser Heinrich II, der den Niederrhein in die Grafschaften Kleve und Gelderland teilt. - Graf Drutwin II, der Begründer des ischen Hauses und sein Bruder Emicho, der Gründer des rheingräflichen Hauses verwalten die Grafschaft gemeinsam. - Papst Benedikt VIII lässt in Rom Juden wegen eines Orkans enthaupten. - Wetter: Orkan in Italien. - Graf Gerlach in der Gegend von von Weilburg und Wetzlar erhält das Dorf Göns.

1018 Die auf Burg Geldern geborene Heilige Adelheid von Vilich stirbt in Köln. - Ottonen-Kaiser Heinrich II überträgt dem trierer Erzbischof Poppo von Babenberg den fränkischen Königshof Koblenz mitsamt dem zugehörigen Reichsgut am Zusammenfluss von Rhein und Mosel und im unteren Westerwald, das untere Erzstift, wodurch Boppard seine fiskalische Oberhoheit über Koblenz verliert. - Ottonen-Kaiser Heinrich II hält in Offenbach-Bürgel einen Reichstag ab.

1019 Das baseler Münster wird eingeweiht. - Ritterturnier in Trier vor Eroberer Salier Konrad II mit Teilnahme von Friedrich von Rodemacher. - Der zutphener Burggraf Otto von Hammerstein (St) wird Graf im Engersgau.

1020 Burg Hammerstein bei Andernach wird wegen der Hammersteiner Ehe, einer Ehe zwischen Verwandten 3. Grades, von Ottonen-Kaiser Heinrich II nur zunächst erfolgreich ausgehungert. Otto von Hammerstein (St) flieht mit seiner Ehefrau, die zu Papst Benedikt VIII nach Rom pilgert. Papst Benedikt VIII erklärt die Ehe wieder für gültig. - Papst Benedikt VIII suspendiert den mainzer Erzbischof - Rutger von Kleve wird erster Graf von Kleve. - Wetter: Erdbeben in Italien. - Papst Benedikt VIII lässt in Rom Juden wegen des Erdbebens enthaupten.

1022 Erste Nachricht über mainzer Besitzungen auf dem thüringer Eichsfeld. - Der französische König Robert II lässt 22 Kleriker von Orleans , unter anderem den Beichtvater seiner Frau Konstanze als Ketzer verbrennen.

1024 Ottonen-Kaiser Heinrich II stirbt an Nierensteinen und seine Witwe Kunigunde von Luxemburg (St) geht ins Kloster Kaufungen. - Auf dem Konzil von Pavia wird das Zöldibat festgelegt. - Auf dem Königshof Kamba wird der Salier Konrad II zum König des Ostfränkischen Reiches gewählt. Der mainzer Erzbischof und Reichskanzler Aribo weigert sich auch die wunderschöne und kluge aber auch überhebliche Königin Gisela zu krönen und überlässt das dem kölner Erzbischof, wodurch Köln ein Krönungsrecht bekommt. - Die Salierburg Limburg wird zu Kloster Limburg umgebaut.

1025 Wetter: Ringförmige Sonnenfinsternis. Der wormser Bischof Burchard stirbt. In seinen Schriften befinden sich Beschreibungen von Hexenflügen.

1027 Welf II (St) verliert einen Teil seiner Besitzungen im Kampf mit Salier-Kaiser Konrad II. - Der Sohn des verstorbenen Herzog Konrad von Kärnten (Burg Stauf) Bruno von Kärnten wird Bischof von Würzburg.

1028 Der Erzbischof von Köln erhält das Recht der Königskrönung, da Aachen in seiner Erzdiözese liegt. - Kulmbach wird urkundlich erwähnt. - Der byzantinische Eremitenmönch Simeon von Trier aus dem Katharinenkloster am Sinai kommt nach einem überstanden Piratenangriff zur jährlichen Almosengabe nach Frankreich, wohin er Abt Martin von Trier begleitet und begibt sich mit dem trierer Erzbischof Poppo von Babenberg auf eine Palästinafahrt nach Jerusalem.

1030 Die Ritter von Molsberg beschützen die Handelsstraße von Limburg nach Köln. - In Speyer wird der Bau des Speyerer Doms begonnen. - Das Dorf Bonames wird urkundlich erwähnt. - Der byzantinische Eremitenmönch Simeon von Trier aus dem Katharinenkloster am Sinai kommt von der Palästinafahrt nach Jerusalem zurück und lässt sich in der ehemaligen römischen Kultstätte Porta Nigra zu einem Eremitenleben einmauern.

1031 Der Erzbischof von Köln ist Erzkanzler für Reichsitalien. - Die Grafschaft im Einrichgau wird vom Salier-Kaiser Konrad II an den trierer Erzbischof Poppo von Babenberg gegeben. - Auf der Synode von Bourges wird die Priesterehe verboten oder deren Kinder zu heiraten. - Der Pfalzgrafensohn, kaiserliche Feldherr, Bannerträger und Vogt von Köln Ludolf von Brauweiler, verheiratet mit Mathilde von Hammerstein, ein Kind der Hammersteiner Ehe, stirbt.

1032 Der Salier-König Konrad II erwirbt das Königreich Burgund. Lyon fällt an das HRR. - Der byzantinische Eremitenmönch Simeon von Trier aus dem Katharinenkloster am Sinai kommt von der Palästinfahrt nach Jerusalem zurück und lässt sich im Ostturm des römischen Stadtmauertors Porta Nigra zu einem Eremitenleben einmauern. - Der Salier-Kaiser Konrad II unterstützt den Verkauf der Papstwürde an den minderjährigen Graf von Tusculum, der Herrscherfamilie über Rom, zum Papst Benedikt IX., der nach wenigen Jahren mit seiner Familie zügellos und skrupellos im Papstpalast in Rom herrscht und Rom zu einer Mördergrube macht.

1033 Kaiserin Kunigunde, die Witwe von Kaiser Heinrich II stirbt in Kaufungen. - Der gewalttätige und verhaßte Papst Benedikt IX, eine Marionette des Salierkaiser Konrad II, wird von seiner eigenen Verwandschaft aus Rom vertrieben und kehrt wieder zurück. - Der burgunder Mönch Radolf Glaber behauptet der Weltuntergang müsse 1000 Jahre nach dem Tod von Christus also 1033 erfolgen.

1034 Burg Sterrenberg ist Reichsburg. - Nassau wird in den Lahngau und die Grafschaften der Grafen Wigger und Arnold im Niederlahngau versetzt. Grafen Wigger und Arnold sind vermutlich die Gründungsväter der Grafen von Arnstein und der Grafen von Diez. - Der Mathematiker Franco von Lüttich beginnt seine Abhandlung Quadratur des Kreises.

1035 In Frankfurt wird eine hölzerne Brücke über den Main gebaut. - Siegfried von Sponheim I (St) begibt sich als Vertrauter von König Konrad II auf einen Kriegszug gegen den kärntner Herzog und Markgraf von Verona Adalbero von Eppenstein, der des Hochverrats beschuldigt wird.

1036 Gieselbert von Luxemburg (St) wird Comes von Salmo. - Der kärntner Herzog und Markgraf von Verona Adalbero von Eppenstein geht in die Verbannung.

1038 Erdbeben in China. - Der Abt des Stiftes Hersfeld lässt die älteste erhaltene Glocke Deutschlands gießen. - Gunhild von Dänemark stirbt an Malaria.

1040 Der salische König Heinrich III veranlasst den Bau der Reichsburg Nürnberg gegen den Bischof von Bamberg Suitger von Morsleben im Reichswald. - Gieselbert von Luxemburg (St) und sein Bruder Hermann von Gleiberg (St) teilen sich die Grafschaft Lahngau. Gieselbert von Luxemburg (St) erhält den südlichen Teil mit der späteren Herrschaft Cleeberg.

1041

1042 Bernhard von Virneburg ist Vasall der Grafen von Sayn. - Erdbeben im iranischen Täbris. - Wellmich liegt in der Herrschaft von Graf Berthold im Einrichgau.

1043 Wetter: Ringförmige Sonnenfinsternis. - In Ingelheim heiratet Heinrich III Agnes, die Tochter des Herzogs von Aquitanien und Poitou.

1044 Wetter: Hungersnot in Frankreich, Italien, West- und Süddeutschland. - Totale Sonnenfinsternis. - Graf Eberhard von Nellenburg (St) erbaut eine Kirche bei Sponheim. - Graf Eberhard von Nellenburg (St) gründet mit seiner Mutter das Stift Pfaffen-Schwabenheim. - Der gewalttätige und verhaßte Papst Benedikt IX, eine Marionette von König Konrad II, wird wegen Mord aus Rom vertrieben. - Graf Wigger ist Graf Wittekind des Engersgaus. - Graf Siegfried von Sponheim I regiert die Grafschaft Sponheim. - Die herzöglich-lothringische Burg Böckelheim wird vom salischen König Heinrich III im Machtkampf mit dem Herzogtum Lothringen zerstört.

1045 Der salische König Heinrich III gründet die Kaiserpfalz in Kaiserswerth. - Der italiensische Papst Silvester III wird aus Rom vertrieben. Papst Benedikt IX kehrt zurück, schafft den Zölibat ab und verkauft an seinen Taufpaten Gregor VI, die Papstwürde, weil er seine Cousine heiraten will. Seine Cousine ändert jedoch vor der Heirat ihre Meinung und Papst Benedikt IX behält sein verkauftes Amt. - Graf Werner im Neckargau und von Maden II Gaugraf von Hessen wird Vogt in Weilburg.

1046 Der salische König Heinrich III setzt drei gleichzeitig amtierende Päpste, Gregor VI, Benedikt IX und Silvester III, ab und Graf Suidger von Morsleben und Hornburg wird Papst Clemens II, der die Priesterehe wegen ungeklärter Erbschaftsfragen abschaffen will.

1047 Die st. gallener Inklusin Wiborada wird - als erste Frau überhaupt – durch Papst Clemens II heiliggesprochen. - Graf Eberhard von Nellenburg (St) begleitet König Heinrich III auf dessen erstem Italienzug, erhält dafür das Münzrecht in Schaffhausen und die Grafschaft Chiavenna. - Gieselbert von Luxemburg (St) wird Graf von Luxemburg und beginnt mit Plünderungen im Erzstift Trier. - Graf Eberhard von Nellenburg (St) ist mit Ita von Welfen verheiratet, die Enkelin von Imiza von Luxemburg (St).

1048 Der bayerische Papst Damasus II ermordet den talienische Papst Benedikt IX mit Gift und stirbt nach 24 Tagen. - Lahnfähre in Dietkrichen bis 1098.

1049 Graf Eberhard von Nellenburg (St) errichtet mit Unterstützung des oberelsässischen Grafensohn Bruno von Egisheim-Dagsburg alias Papst Leo IX auf seinem Eigengut in Schaffhausen das Kloster Allerheiligen. Papst Leo IX ist Vetter 2. Grades von König Heinrich III.

1050 Wetter: Der koreanische Vulkan Paektusan bricht aus und bringt jahrelange vulkanische Winter und weltweite Ernteschäden. - Der Arzt Platearius verfasst in Salerno sein medizinisches Werk Practica. - Nürnberg wird urkundlich erwähnt. - Die Grafen von Rieneck sind Vögte im Königsgut Bad Orb mit 22 Salinen und einem 2 Kilometer langen Gradierwerk. - In der Reichsburg Hayn wird ein eine neue Burganlage mit einem fünfstöckigem Turm erbaut. Eberhard von Hagen ist der Verwalter. - Das zu Boppard gehörige Kamp wird in den Einrichgau versetzt. - Graf Gieselbert von Luxemburg (St) ist Vogt von Echternach.

1051

1052 Die Schwester von Rheingraf Ludwig I Hemma schenkt dem Kloster Bleidenstadt einen Weinberg in Eibingen. - Burg Arnstein ist erste erwähnte Burg an der Lahn. Graf Arnold von Arnstein nennt sich nach Burg Arnstein. - Graf Emicho von Rheingau I stirbt.

1053 König Heinrich IV wird in Trebur zum König gewählt. - Adalbero von Eppenstein wird Bischof von Bamberg. - König Heinrich IV verweigert Papst Leo IX gegen die Normannen seine Hilfe. Der zahlenmäßig überlegene Papst Leo IX verliert die Schlacht von Civitate und wird von den Normannen in Benevent gefangen gehalten und erst nach einem Jahr schwer krank freigelassen. - Bad Camberg fällt an Graf Embricho von Diez (St). - Der Reichsbannerträger Graf Werner im Neckargau und von Maden II Gaugraf von Hessen fällt in der Normannenschlacht von Civitate. Der Vetter Graf Eberhard von Nellenburg (St) wird Vormund des minderjähirgen Graf Werner im Neckargau und von Maden III Gaugraf von Hessen.

1054 Der deutsche Papst Leo IX exkommuniziert die Anhänger der Orthodoxen Kirche nachdem Humbert von Silva Candida die östlichen Kirche bewusst provoziert und ruft dadurch das morgenländische Schisma, die Kirchenspaltung, hervor. Papst Leo IX stirbt an Malaria.

1055 Die Turmburg in Niederwalluf wird erbaut.

1056 Die Burg Crass in Eltville wird erbaut. - Coburg wird urkundlich erwähnt. - Graf Berthold von Stromberg beherrscht im Auftrag von Kaiser Heinrich III die Reichsburg Stromburg. - Graf Eberhard von Nellenburg (St) beendet den Bau seiner neu erbauten Burg Nellenburg.

1057

1058 Zum Schrecken der Mönche werden bis 1065 15 Reichsabteien verlehnt.

1059 Papst Leo IX verbietet den Gläubigen die Gemeinschaft mit nikolaitischen Priestern und erklärte alle Konkubinen der Priester als Unfreie im Besitz des Laterans. - Der heilige Anno II, Erzbischof von Köln, erobert den letzten pfälzischen Stützpunkt im Raum Köln, die Siegburg. - Pfalzgraf Hermann verwaltet seinen Besitz von der Reichsburg Cochem aus.

1060 Hungersnot in Süddeutschland beginnt. - Graf Einhard II von Katzenellenbogen wird Bischof von Speyer. - Kamp-Bornhofen gehört dem Grafen Arnold im Einrichgau. - Graf Konrad von Luxemburg I (St) nimmt den trierer Bischof Eberhard von Schwaben gefangen, inhaftiert ihn in der Burg Luxemburg. und wird von Papst Nikolaus II mit dem Kirchenbann belegt. - Der politisch entmachtete Pfalzgraf Heinrich Pfalzgraf in Aachen, flieht zu seinem Sohn Pfalzgraf Hermann auf Burg Cochem, wird belagert, erschlägt seine Frau Mathilde, Tochter des niederlothringischen Herzogs Gozele II mit einer Axt und wird nach Wutausbrüchen in die Reichsabtei Kloster Echternach gebracht.

1061 Wetter: Ringförmige Sonnenfinsternis. - Der speyerer Bischof Einhard II von Katzenellenbogen gibt der Kaiser-Witwe Agnes die Witwenweihe. - Der geisteskranke Pfalzgraf Heinrich stirbt in der Reichsabtei Kloster Echternach. - Burchard von Zollern und Wezil von Zollern werden getötet.

1062 Der heilige Anno II, Erzbischof von Köln, entführt den Kaisersohn und macht Kloster Siegburg zu einem Zentrum der Macht. - Maximum einer 50 jährigen Kältephase. - In Bingen wird die steinerne Drususbrücke mit eingebauter Kapelle über die Nahe begonnen. - Wetter: Totale Sonnenfinsternis. - An Weihnachten beendet der bayerische Herzog Otto von Northeim eine Rauferei um das Recht neben dem mainzer Erzbischof zu sitzen zwischen dem eigentlich rangniedrigeren fuldaer Abt Widerad und dem ehemaligen Kanzler für Italien, dem hildesheimer Bischof Hezilo im Rangstreit von Goslar.

1063 Bei einem Hoftag von König Heinrich IV an Pfingsten in Goslar kommt es im Rangstreit von Goslar wer neben dem König sitzen darf zu einem Blutbad beim Streit zwischen dem eigentlich rangniedrigeren fuldaer Abt Widerad und dem ehemaligen Kanzler für Italien, dem hildesheimer Bischof Hezilo, der bewaffnete Männer in den Gottesdienst schmuggelt und , die fuldaer Abordnung vertreibt. Die Fuldaer kehren bewaffnet in den Gottesdienst zurück. König Heinrich IV schafft es nicht ein Blutbad zu verhindern. Der fuldaer Abt Widerad wird zu einer Geldstrafe verurteilt.

1064 Bischof Günther von Bamberg unternimmt mit anderen hohen Würdenträgern des Reiches (über 7000 Pilger?) einen unbewaffneten Zug über Ungarn, Byzanz und Syrien ins Heilige Land. - Burgherr Kuno von Arnsburg, Reichsministerial von Kaiser Heinrichs III heiratet Gräfin Mathilde von Beilstein. - Der junge Pfalzgraf Hermann wird geboren, am kölner Hof vom heiligen Anno II, Erzbischof von Köln, erzogen und bleibt sein ganzes Leben von Köln abhängig. - Der mainzer Erzbischof Siegfried I (St) unternimmt von Graf Siegfried von Sponheim I (St) begleitet eine Palästinafahrt nach Jerusalem. - Der kölner Erzbischof Anno II gründet Kloster Siegburg. - Der kölner Erzbischof Anno II macht seinen Neffen Kuno von Pfullingen gegen den Willen des trierer Adels zum neuen Erzbischof von Trier. Der trierer Adel entführt und ermordet den trierer Erzbischof Kuno von Pfullingen und das trierer Domkapitel wählt Udo von Nellenburg (St) zum neuen trierer Erzbischof.

1065 Der Abt von Kloster Lorsch Abt Udalrich von Lorsch erbaut die Starkenburg bei Heppenheim gegen den Vormund des Königs, Erzbischof Adalbert von Bremen. - In Ingelheim wird ein Begleiter von König Heinrich IV kurz vor Weihnachten beim Versuch, Lebensmittel zu konfiszieren, von der Bevölkerung erschlagen. - König Heinrich IV schenkt dem speyerer Bischof Emhard das Dorf Kreuznach. - Graf Siegfried von Sponheim I (St) stirbt bei der Rückreise der Palästinafahrt nach Jerusalem. - Salier-König Heinrich IV (15) erhält in Mainz die Schwertleite. - Graf Werner im Neckargau und von Maden III Gaugraf von Hessen wird in Ingelheim in einem Handgemenge erschlagen. - Großlinden liegt in der Grafschaft von Graf Werner und wird von Kaiser König Heinrich IV dem mainzer Kloster Altenmünster geschenkt.

1066 Der Ursprung Diethers I (St) (ca.1065-1095 oo Meinlindis), dem Stammvater des katzenelnbogener Grafenhauses ist unklar. Sein erster Sitz befindet sich vermutlich auf der Altenburg bei Egenroth (Holzhausen). An der Stelle steht heute eine Kirche mit dem Namen Altenberg. Er festigte seinen Anspruch durch Erweiterung der Vogteirechte auf St. Goar von Kloster Prüm, um Kloster Bleidenstadt und die der mainzer Besitzungen um Kemel. 5 Kilometer entfernt befindet sich die Ruine Alte Burg bei Lipporn mit Burgmauer und Bergfried, die als Stammsitz der Vorfahren der Grafen von Nassau gilt.

London löst Winchester als Hauptstadt ab. - Der heilige Anno II, Erzbischof von Köln, bringt den Salier-König Heinrich IV (16) dazu auf dem Reichstag in Trebur seine Verlobte Bertha von Turin (15) , mit der er bereits 10 Jahre verlobt ist.. Er verweist alternativ zu seiner Abdankung den bremer Erzbischof Adalbert auf Druck der Fürsten vom Reichstag. - Der bremer Erzbischof Adalbert belagert die Starkenburg an der Bergstrasse erfolglos. - Höhepunkt der Macht des Klosters Lorsch. - Siegfried I ist mainzer Erzbischof. Er stammt vermutlich aus dem Haus Eppstein, einer Ministerialenfamilie. - Das Bistum Kurköln wird durch das Reichsgut um Andernach erweitert. - Der in Absprache mit König Heinrich IV designierte trierer Erzbischof und Neffe des kölner Erzbischofs Anno II, Cuno von Pfullingen wird auf dem Weg nach Trier in Ürzig an der Mosel trotz berittenem Schutz durch den speyerer Bischof Einhard II von Katzenellenbogen vom trierer Burggrafen Theoderich von Luxemburg und trierer Bürgern wegen Wahlmanipulationsvorwürfen überfallen, nach vergeblichen Todesstürzen von der Michaelislei mit dem Schwert enthauptet und 40 Tage im Dornengebüsch liegen gelassen. Der speyerer Bischof Einhard von Katzenelnbogen überlebt und wird in Unterwäsche zurück nach Speyer gebracht. König Heinrich IV will zunächst Trier entvölkern unterlässt dann aber doch jegliche Strafaktion. - Graf Udo von Nellenburg (St) wird Bischof von Trier. - Der kloster lorscher Abt Udalrich erscheint auf dem Reichstag in Trebur mit 1200 Lehensleuten.

1067 Der speyerer Bischof Einhard II von Katzenellenbogen stirbt.

1068 Graf Konrad von Luxemburg I (St) kommt von einer Palästinafahrt nach Jerusalem nach Italien zurück und stirbt.

1069 - Der Salier-König Heinrich IV (19) versucht seine Frau Bertha von Turin (18) verführen bis vergewaltigen zu lassen um sie als Ehebrecherin zu diffamieren. Seine Frau Bertha von Turin (18) durchschaut den Plan, bei dem er auch noch selbst Zeuge des Ehebruchs werden will, wehrt sich erfolgreich und verprügelt ihren Mann mit Stuhlbeinen und Knüppeln so schwer, dass der Salier-König Heinrich IV (19) einen Monat das Bett nicht verlassen kann. - Der Salier-König Heinrich IV (19) möchte sich scheiden lassen, was ihm der vom Papst Alexander II gesandte Kirchenlehrer Petrus Damiani unter Androhung der Exkommunikation und der Verweigerung der Kaiserwürde ausredet.

1070 Der heilige Sebaldus von Nürnberg, ein dänischer Königssohn, stirbt nach der Auflösung der Verlobung mit einer französischen Prinzessin und einem Leben als Einsiedler in der Gegend um Nürnberg. - In Kloster Siegburg lebt der spätere bleidenstädter Abt Adelger die neucluziazensische Reform. - Burg Hohenstaufen, die Stammburg der Staufer wird bei Göppingen erbaut. - Graf Giso von Hollende II denunziert auf auf Initiative von König Heinrich IV den rebellischen Herzog von Bayern Otto von Northeim mit einem falschen Zeugen, dem Edelfreien Egeno von Konradsburg eines Mordversuchs an Salier-König Heinrich IV (20), der diesen, da er sich einem Zweikampf mit dem Strauchdieb Egeno als Gottesurteil verweigert unter die Reichsacht stellt, ihn als Herzog absetzt und ihm seine sächsischen Gebiete wegnimmt.

1071 In Wiesloch existiert eine dreischiffige romanische Pfeilerbasilika.

1072 Der Abt Richard von Bleidenstadt in Personalunion mit dem mainzer Kloster St. Alban stirbt. - Graf Eberhard von Nellenburg IV (St) kehrt tief beeindruckt von einer Wallfahrt aus dem spanischen Santiago de Compostela in die Schweiz zurück gibt sein weltliches Leben auf und tritt als Laienmönch in das Kloster Allerheiligen ein. - Der Graf im Breisgau und Markgraf von Verona Hermann von Baden (St) gibt sein weltliches Leben auf und wird Mönch im Kloster Cluny.

1073 Salier-König Heinrich IV (23) nimmt den heilige Benno Bischof von Meißen wegen Hochverrats fest. - Burgherr Kuno von Arnsburg, Reichsministerial von Kaiser Heinrichs III heiratet Gräfin Mathilde von Beilstein. - Der junge Pfalzgraf Hermann wird geboren, am kölner Hof vom heiligen Anno II, Erzbischof von Köln, erzogen und bleibt sein ganzes Leben von Köln abhängig. - Der Mörder des trierer Erzbischofs Cuno von Pfullingen Burggraf Theoderich von Luxemburg geht auf einer Palästinafahrt nach Jerusalem nach der Einschiffung zu Latakia mit seinem Schiff nach einem viertägigen Sturm unter. - Verkauf von Gütern in Bodenheim durch die Grafen von Diez. - Der ehemalige Herzog von Bayern Otto von Northeim rebelliert erneut, erobert dabei Burg Hollende und erschlägt Graf Giso von Hollende II, seine vier Söhne und den Mitverschwörer Adalbert von Schauenburg. - Hermann von Luxemburg II-Gleiberg (St) kämpft bis 1075 auf der Seite von König Heinrich IV gegen den aufständischen Sachsenführer Otto von Northeim.

1074 Wetter: Der Bodensee ist komplett zugefroren. - Erste Urkunde von Rüdesheim. - Der heilige Anno II, Erzbischof von Köln, beschlagnahmt für den befreundeten mainzer Erzbischof Siegfried I (vermutlich von Eppstein)., von einem Kaufmann im kölner Hafen ein Schiff, das ihn nach Mainz bringen soll, wogegen sich zunächst der Kaufmann, dann die ganze Stadt widersetzt. Er verschanzt sich im Dom, flieht durch ein Katzenpforte Annoloch in der Stadtmauer, kehrt mit einem schwer bewaffneten Heer zurück, weshalb die Aufständischen aufgeben aber drakonische Strafen und den Kirchenbann erleiden. 600 Kaufleute fliehen. Die Stadt ist fast völlig verödet und schauriges Schweigen herrschte auf den leeren Straßen. - Burg Ravengiersburg wird vom kinderlosen Graf Berthold von Ravengiersburg und seiner Frau Hedwig von Ravengiersburg, zum Augustiner-Chorherrenstift umfunktioniert. - Salier-König Heinrich IV (24) erläßt wormser Kaufleuten den Zoll in Frankfurt.

1075 Der heilige Anno II, Erzbischof von Köln hebt den Kirchenbann über Köln auf und stirbt. - Papst Gregor VII formuliert im Dictatus papae den Führungsanspruch des römischen Papsttums. - An der Einsetzung des Erzbischofs von Mailand durch Salier-König Heinrich IV (25) entzündet sich der Investiturstreit zwischen Königtum und Papsttum. - Graf Hermann von Gleiberg II ist Gefolgsmann von König Heinrich IV. - Salier-König Heinrich IV (25) lässt auf Burg Hayn zwei Kinder als Geiseln aus seinem gewonnen Schlacht an der Unstrut von Eberhard von Hagen bewachen, dem die Kinder entwischen und mit einem Flösser nach Mainz fliehen, aber auf dem Weg dorthin von ihm in einem Haus am Fluß entdeckt werden. Eberhard droht das Haus niederzubrennen, doch der mainzer Erzbischof Siegfried von Mainz schickt den Grafen von Lützelburg, der die Kinder rettet. - Mönche schaffen keine Abbildungen und Lobgedichte von Königen mehr. - Eberhard von Nellenburg VII (St) stirbt bei der Schlacht bei Homburg an der Unstrut für Salier-König Heinrich IV. - Die Herren von Stein wohnen in der Höhlenburg Burg im Loch.

1076 Wetter: Der Bodensee ist komplett zugefroren. - Der gebannte König Heinrich IV erklärt den Papst für abgesetzt. Auf dem letzten Reichstag in Trebur wird König Heinrich IV mit einer Frist von einem Jahr zum Gang nach Canossa gezwungen. Er bricht von Oppenheim aus auf. - Graf Dudo IV wird Graf von Laurenburg genannt. Er stammt aus dem Geschlecht Drutwins I von Lipporn auf dem Einrich, der 956 von einem Bauern in Strüth ermordet wurde und dem zu Ehren Ruprecht von Nassau I ? (St) dort das Kloster Schönau stiftet. - Hermann von Luxemburg I -Gleiberg (St) stirbt. - Graf Poppo von Henneberg wird auf der Seite von König Heinrich IV in der Schlacht von Mellrichstadt verwundet und fällt.

1077 Der Salier-König Heinrich IV (27) Gang nach Canossa. zu - Bürgerkrieg in deutschen Landen. - Der mainzer Erzbischof Siegfried I aus dem Geschlecht der Reginoboden dem mainzer Burggrafengeschlecht krönt in Mainz Rudolf von Rheinfelden zum deutschen Gegenkönig. - Der würzburger Bischof Adalbero von Lambach-Wels will in Würzburg Rudolf von Rheinfelden zum deutschen König ausrufen wird aber von den Salier-König Heinrich IV -treuen Bürgern nicht in die Stadt gelassen. - Der heilige Benno Bischof von Meißen beteiligt sich an der Wahl von Rudolf von Rheinfelden.

1078 Siegen wird urkundlich erwähnt. - Der trierer Erzbischof Udo von Nellenburg (St) stirbt im Heer von Salier-König Heinrich IV bei der Belagerung von Tübingen und wird im trierer Dom beigesetzt. Graf Poppo von Henneberg I (St) stirbt in der Schlacht von Mellrichstadt für den Salier-König Heinrich IV (28). - Der Salier-König Heinrich IV (28) entzieht der Familie Nellenberg die Grafschaft Zürichgau und die Vogtei. - Eggehard von Nellenburg (St) ist päpstlicher Gesandter für Deutschland von Papst Gregor VII.

1079 Ein sächsisches Heer von Gegenkönig Rudolf von Rheinfelden zerstört Fritzlar, wo sich der Salier-König Heinrich IV (29) aufhält, der rechtzeitig fliehen kann. - Wetter: Ringförmige Sonnenfinsternis. - Friedrich von Staufen I wird Herzog von Schwaben. - Siegen wird urkundlich erwähnt. - Der erste Mann der späteren Pfalzgräfin bei Rhein Adelheid wird vom Edelfreien Egeno von Konradsburg in einer Fehde ermordet.

1080 Ältester erhaltener arabischer Himmelsglobus. - Wetter: Totale Sonnenfinsternis. - Eberhard von Hagen erbaut einen fünfstöckigen salischen Wohnturm in der Dreieich, dem Jagdhof vom Salier-König Heinrich IV (30). - Der Salier-König Heinrich IV (30) gewinnt in der Schlacht von Hohenmölsen, in der Gegenkönig Rudolf von Rheinfelden fällt. - Das mainzer Erfurt mit dem mainzer Erzbischof Siegfried I schließt sich Gegenkönig Rudolf von Rheinfelden an. Der Salier-König Heinrich IV (30) erobert Erfurt und brennt es nieder.

1081 Der Salier-König Heinrich IV (31) beginnt mit der Belagerung von Rom.

1082

1083 Graf Konrad I von Luxemburg ist Begründer des Grafengeschlechts. - Der Stiftspropst Rambert von Dietkirchen verpachtet die Lahnfähre bei Dietkirchen an die Brüder Reinhold, Wolfard und Gerhard von Dietkirchen für 8 Schillingen pro Jahr. - Durch den Tod des Sachsenanführers und bayerischen Herzog Otto von Northeim II bricht Gegenkönig Graf Hermann von Luxemburg -Salm (St) den Versuch ab Salier-König Heinrich IV (33) in Italien zum Entscheidungskampf zu zwingen.

1084 Der Salier-König Heinrich IV (34) erobert Rom und wird von Clemens III, der seit einer Woche Gegenpapst ist, zum Kaiser gekrönt. - Der Heilige Bruno von Köln gründet den Karthäuserorden. - Emicho I (St) (erst sein Sohn Emicho II nennt sich Wildgraf) ist Besitzer der Schmidtburg. - Der kölner Patriziersohn Bruno Hardefust gründet das erste Karthäuserkloster, die Große Karthause nach ungewöhlich großem Andrang in seiner Einsiedelei bei Molesme.

1085 Die Normannen (Normandie) erobern Sizilien von den Arabern zurück. - Salier-Kaiser Heinrich IV (35) verkündet für das Deutsche Reich in Mainz den Gottesfrieden (Pax Dei) von Mittwoch bis Montag und an hohen Feiertagen, an denen nicht gekämpft werden darf um das Fehdeunwesen mit seinen Folgen wie Raub, Mord und Plünderung zu bekämpfen. - Der lothringische Pfalzgraf Hermann, der letzte Vertreter der alten Pfalzgrafenfamilie der Ezzonen, stirbt. Seine Witwe Kunigunde heiratet Heinrich von Luxemburg-Gleiberg-Laach II (St), wodurch sich die Pfalzgrafschaft nach Süden verändert. - Das Kloster Bleidenstadt wird von 12 papsttreuen hirsauer Mönchen um Abt Heinrich so streng reformiert, dass es als Kerker für zu bestrafende fremde Mönche betrachtet wird. - Graf Konrad von Luxemburg I (St) begibt sich mit seinen Brüdern, dem touler Bischof Poppo ? und dem metzer Domherrn Adalbero von Luxemburg (St) auf eine Pilgerreise nach Jerusalem.

1086 Graf Konrad von Luxemburg I (St) stirbt auf dem Rückweg von einer Pilgerreise nach Jerusalem in Italien. - Gegenkönig Graf Hermann von Luxemburg -Salm (St) schlägt Salier-Kaiser Heinrich IV (36) in der Schlacht bei Bleichfeld am Main und gewinnt Würzburg. - Limburg an der Lahn wird von Gegenkönig Graf Hermann von Salm (St) belagert.

1087 Der heilige Sigewin von Are, kölner Erzbischof, krönt den Kaisersohn Konrad (13) zum deutschen König.

1088 Schloss Johannisberg bei Geisenheim wird erbaut. - Gründung der Universität in Bologna. - Baubeginn der größten Kirche der Christenheit in Rom. - Der Gegenkönig Hermann von Luxemburg Graf von Salm (St) verliert beim Kampf um Cochem sein Leben.

1089 Diether I der Ältere (von Katzenelnbogen) (St) wird er als Vogt von Kloster Prüm über Sankt Goar als Inhaber einer arnsteinschen Untervogtei zuerst erwähnt.

Der Bruder von Rheingräfin Demudis Ruthard (St) wird mainzer Erzbischof bis 1109.

1090 Burg Laurenburg wird gebaut. - Die italienische Ärztin Trotula aus der Schule von Salerno arbeitet an ihrem gleichnamigen umfangreichen Werk Passionibus Mulierum Curandorum über Gynäkologie und Frauenleiden. - Kloster Lorsch brennt. - Germersheim wird urkundlich erwähnt. - Graf Hugo von Tübingen heiratet eine Tochter von Graf Arnold von Arnstein im Einrichgau. - 3 Wettermacherinnen werden in Freising auf dem Scheiterhaufen verbrannt.

1091 Ein grosser breiter Zug von seltsamen Würmerchen verdeckt die Sonne (Olearius).

1092 Die Burg von Kleve wird fertiggestellt. - Gräfin Gertrud von Beilstein ist mit Eberhard von Hagen aus Dreieich verheiratet, der sich von Hagen und Arnsburg nennt und auf Burg Arnsburg residiert. - Wetter: In Frankfurt zerstört ein Hochwasser Teile der hölzernen Alten Brücke über den Main. - Der Salier-Kaiser Heinrich IV (42) wird bei Canossa militärisch geschlagen. - Der französische Kapetinger-König Philipp I verliebt sich in die verheiratete Gräfin Bertrada von Anjou, geborene Montfort,verstößt seine Ehefrau Bertha von Holland, weil sie angeblich zu dick geworden ist und verbannt sie in die Festung Montreuil bei Calais.

1093 Der erste Graf von Virneburg, Graf Hermann von Virneburg, wird urkundlich erwähnt. - Der erste Pfalzgraf bei Rhein Heinrich von Luxemburg -Gleiberg alias Heinrich von Laach II gründet wegen Kinderlosigkeit das Kloster Laach. - Burg Laurenburg besteht. - Salier-Kaiser Heinrich IV (43) unterstellt seiner Ehefrau Praxedis (23) ein Verhältnis mit seinem Sohn Mitkönig Konrad (19). Salier-Mitkönig Konrad (19) bricht mit seinem Vater und wechselt in das Lager von Papst Papst Urban II und wird in Mailand zum König von Italien gekrönt.

1094 Der Sohn Diethers I, Sohn Heinrich I (St) (1095-1102 OO... Luitgard von Heimbach) beginnt als Vogt von Kloster Bleidenstadt den Bau der Burg Katzenelnbogen.

Die Stammmutter der Staufer stirbt in Selestat an der Pest. - Der Vogt von Lorsch Graf Berthold von Hohenberg und Lindenfels der Ältere (St) stiftet Kloster Gottesau. - Der Dogenpalast in Venedig wird fertiggestellt und die nach der Feuersbrunst von 976 vermissten Gebeine des Heiligen Markus werden durch ein Wunder wieder gefunden. - Papst Urban II exkommuniziert den Salier-Kaiser Heinrich IV (44). - Die französische Königin Bertha von Holland, stirbt verbannt in der Festung Montreuil bei Calais. - Praxedis flieht vor ihrem Ehemann Salier-Kaiser Heinrich IV (44) zu Gregor VII, beichtet und beschuldigt Salier-Kaiser Heinrich IV (44), dass er sie vergewaltigen lies.

1095 Der kölner Erzbischof Graf Hermann von Hochstaden III bekundet den Verkauf des größeren Teils des Gebietes des Salhofes in Lay der Brüder Diether und Heinrich an das Kloster Siegburg.

Durch Mehrfachbesetzungen bekämpfen sich der Salier-Kaiser Heinrich IV (45) -feinliche Papst Urban II und der kaiserfreundliche Gegen-Papst Clemens III. - Massaker an Juden in Rouen. - Die wohlhabenden rheinischen Juden werden vor dem Volkskreuzzug mit ihrem Anführer Peter von Amiens gewarnt und wiegen sich in vermeintlicher Sicherheit. - Bischof Bonizo von Sutri, der die Tugenden im christlichen Ritter fordert, stirbt. - Wetter: Meteorschauer, Polarlichter, eine Mondfinsternis, ein Komet und Vergiftungsepidemie durch Mutterkorn werden als himmlische Zeichen, für dass Ende der Welt und für den Aufruf zu einem Kreuzzug interpretiert. - Papst Urban II exkommuniziert den französischen Kapetinger-König Philipp I für die Verstoßung seiner Ehefrau. - Der niederlothringische Herzog Gottfried von Bouillon verkauft seinen gesamten Besitz und schließt sich den Kreuzzüglern an.

1096 Burg Katzenelnbogen ist fertig.

etwa 5000 Wassermühlen in England. - Godebold von Henneberg II ist Burggraf von Würzburg. - 1.Kreuzzug beginnt (endet 1099). - Unter der Führung von Graf Emicho von Leiningen (St) mit Hilfe des Herren von Salm belagern und stürmen 12000 Kreuzfahrer die geistige Metropole der Juden, die Stadt Mainz. Um nicht in die Hände der Christen zu fallen flüchten sie in den Hof des mainzer Erzbischof Ruthard, wo sich 1014 das Leben nehmen. Sein mörderischer Zug gegen die Juden startet in Speyer, wo der speyerer Bischof Graf Johannes I im Kraichgau, der Neffe des kölner Erzbischofs Hermann von Hochstaden III bis auf 12 noch schützt, und führt über Worrms, Mainz, Köln nach Trier. Überlebende Juden werden zu Zwangstaufen gezwungen. Der mainzer Erzbischof Ruthard weigert sich die zwangsgetaufen Juden zu ihrem alten Glauben zurückkehren zu lassen und verliert die Gunst von Kaiser Heinrich IV. - Die Kreuzfahrer tragen auf der rechten Schulter fixierte rote Kreuze, die ihre Kreuzfahrerrechte symbolisieren. - Graf Gerhard von Sponheim -Vianden (St) urkundet. Er ist Stammvater der Grafen von Vianden. - Gottfried von Bouillon zieht mit 20000 Mann von Niederlothringen den Rhein und die Donau entlang auf den Balkan.

1097 Der metzer Domherr Adalbero von Luxemburg (St) stirbt in Antiochia - Der augsburger Sattler Wolfhard von Augsburg wandert nach Italien und lebt bis 1117 als Eremit im Wald. - Der Salier-Kaiser Heinrich IV (47) beendet seinen Italienfeldzug.

1098 Der Zisterzienserorden wird gegründet. Zisterziensermönche beginnen zu arbeiten um ihren Lebensunterhalt selbst zu erwirtschaften und tragen aus Protest weiße Kleidung. - Der kölner Erzbischof Arnold II von Wied wird geboren. - Wetter: Totale Sonnenfinsternis. - Hildegard von Bingen wird geboren. - Graf Liutold von Achalm stirbt in seinem von ihm neu gegründeten Kloster Zwiefalten als einfacher Mönch. - Der mainzer Erzbischof Ruthard flieht vor Kaiser Heinrich IV nach Thüringen, wo die Adelsopposition stark ist und schließt sich Papst Urban II. - Salier-Mitkönig Konrad (24) wird von seinem Vater Salier-Kaiser Heinrich IV abgesetzt.

1099 Jerusalem fällt nach sechswöchiger Belagerung durch das Heer der Kreuzritter unter Gottfried von Bouillon. - Der heilige Hermann von Hochstadten III krönt den jüngeren Salier-Königssohn Heinrich V (13) in Aachen, stirbt und wird im Kloster Siegburg beigesetzt. Er war Kanzler des Heiligen römischen Reiches deutscher Nation und kölner Erzbischof. - Der Malteserorden wird als Johanniterorden in Jerusalem gegründet. - Eine mehrjährige Notperiode in Elsaß, Schwaben und Franken etc. beginnt. - Wetter: Sturmflut in den Niederlanden mit mehr als 100 000 Toten. - Die in Limburg an der Lahn lebende Witwe Pfalzgräfin bei Rhein Adelheid (St) schenkt der Kirche Güter in Meudt und Isenburg. - Graf Adalbert von Calw stirbt in seinem von ihm neu gegründeten größte deutschsprachige Kloster Hirrsau als einfacher Mönch.

1100 Die Erfindung des Achterruders und beweglicher Segel ermöglicht den Verzicht auf Ruderer. - Kloster Lorch wird Hauskloster der Staufer. - Burg Altleiningen wird von Graf Emich von Leiningen II (St) erbaut. - Pfalzgräfin bei Rhein Adelheid (St) stirbt auf einer Pilgerreise nach Rom. - In Burgschwalbach romanische Wehrkirche.

1101 Graf Stefan von Sponheim (St) gründet das Mönchskloster Sponheim. - Salier-Kaisersohn Heinrich V erhält seine Schwertleite in Lüttich.

1102 Die Burg Katzenelnbogen ist namensgebend für das Geschlecht.

Graf Bruno von Lauffen wird trierer Erzbischof. Er ist der Sohn von Graf Arnold von Lauffen und beginnt den Bau der mittelalterlichen Stadtmauer von Trier. - Der bamberger Bischof Otto II beteiligt sich an der Missionierung Pommerns. - Mit Burkhard von Nellenburg (St) stirbt das Geschlecht aus. Der trierer Erzbischof Bruno von Lauffen macht den Erben Adalbert von Mörsberg (St) zum Vogt von Kloster Allerheiligen. - Herzog von Schwaben Friedrich von Staufen gründet sein Hauskloster Lorch, die Grablege der Staufer.

1103 Hoftag oder Reichstag in Mainz. - Die Isenburg wird erstmals urkundlich im Besitz der Brüder Reinbold von Isenburg (St) und Gerlach von Isenburg III (St) erwähnt. - Emicho VII wird erster Wildgraf Emicho. Er ist Graf von Kyrburg, Schmidtburg und Baumberg und ab 1129 Graf von Flonheim. - Erstmalige Erwähnung des Grafen Berthold von Nürings, kaiserlicher Gaugraf des Niddagaus, angeblich Zweig des salischen Königs-Geschlechts. - Kaiser Heinrich IV sucht Zuflucht vor seinem von Papst Gregor VII angestachelten Sohn Mitkönig Heinrich V in der Feste Hammerstein. - Bruno von Lauffen ist Erzbischof von Trier. - Burg Gleiberg wird von Mit-König Heinrich V zerstört.

1104 In Venedig wird das Arsenal, die größte Werft des Mittelalters auf zwei sumpfigen Inseln errichtet. - Die Grafentochter Jutta von Sponheim (St) (12) erkrankt schwer. Die Genesung wird als Wunderheilung interpreteiert, das Leben der Grafentochter Gott geweiht und alle Heiratsanträge abgelehnt.

1105 Kaiser Heinrich IV trifft sich in Koblenz mit seinem vorgeblich reuigen Sohn König Heinrich V, der seinen Vater in Burg Böckelheim einkerkern lässt und durch den speyerer Bischof Gebhard zur Herausgabe der Reichsinsignien und zur Abdankung zwingt. Kaiser Heinrich IV wird auf dem Reichstag in Ingelheim abgesetzt. Die lombardischen Steinmetze, die für Kaiser Heinrich IV die Ostgruppe des mainzer Doms bauen, werden gezwungen ihre Arbeiten aufzugeben. - Erste Erwähnung der kaisertreuen Burg Nürnberg bei ihrer Zerstörung durch den Mit-König Heinrich V. - Marktschifffahrt zwischen Mainz und Frankfurt. - Die herzöglich-lothringische Burg Böckelheim wird an Graf Stefan von Sponheim (St) verlehnt. - Konrad von Staufen III erwirbt Gebiete in Franken und sein Bruder Friedrich von Staufen am Mittelrhein und im Elsass um dort Burgen anzulegen.

1106 Reichstag in Mainz. König Heinrich V wird zum König gewählt und erhält die erpressten Reichsinsignien vom mainzer Erzbischof Ruthard. - Ein Mönch aus dem Kloster Siegburg verursacht im Kloster St. Trond einen Streit um die Kleidungsangleichung an Kloster Cluny, der für den Mönch nach einem Messerangriff in Ketten im klösterlichen Kerker auf den Reformer Prior Rudolf mit Rauswurf endet. - Die Witwe Adelheid von Laufen heiratet Adolf von Berg I. Adelheid von Laufen, ist eine Großnichte der Kaiserin Gisela, Gemahlin von König Konrad II, und Mutter unter anderem von Erzbischof Bruno von Köln, den Pfalzgrafen Friedrich II. - Der österreicher Markgraf Leopold von Babenberg heiratet die Schwester von König Heinrich V, Prinzessin Agnes von Waiblingen und wechselt dafür in der Entscheidungsschlacht von Salier-Kaiser Heinrich IV zu seinem Sohn König Heinrich V die Seiten. - Der Normanne und ehemalige englische Kanzler und laoner Bischof Gaudry hält einen Schwarzen als Sklaven, der illegale Aufträge ausführt und beim Streit über seinen Herrn einen kritischen Bürger tötet und einem zweiten die Augen herausreist.

1107 Die Herren von Hagenhausen (Hainhausen) (St) und späteren Eppsteiner tauchen als Besitzer einer Wasserburg an der Rodau auf. - Die Satansmünze, der böhmischen Pfennig des Herzogs Wladislaus I mit dem Kopf Satans und der Umschrift Satanus wird wegen unerklärlicher Naturerscheinungen geprägt. - Graf Ludwig von Arnstein II ist Vogt von Oberwesel, St Goar, Boppard, Lahnstein und Koblenz und hat sieben Schwestern, Irmgard ist mit Graf Hartrad von Merenberg, Gertrudis mit dem Pfalzgrafen Hugo von Tübingen II, Beatrix mit Graf Walram von Nassau (Heinrich I von Laurenburg (St) oo Anastasia von Arnstein) und Giselhild von Arnstein (St) mit Graf Konrad von Lauffen (St) verheiratet. - Dill ist ein wichtiger Stützpunkt der Grafen von Sponheim.

1108 Wetter: Der Bodensee ist komplett zugefroren. - Die Herrschaft Honnef geht an die Grafen von Sayn ? über, die die Löwenburg errichten. - Graf Stefan von Sponheim (St) lässt eine Frauenklause auf dem Klostergelände Disibodenberg errichten. - Der Burggraben der Wasserburg der Herren von Hagenhausen alias Hainhausen wird von der Rodau gespeist.

1109 Fritzlar erbaut erstes Rathaus Deutschlands.

1110 Burg Osterspai wird erwähnt. - Burg Altleiningen ist fertiggestellt und soll soviele Fenster haben wie das Jahr Tage. - Reformer aus dem Kloster Hirsau kommen nach Kloster Lorsch und vertreiben die alten Mönche mit neuen Regeln und plündern den Weinkeller und den Getreidevorrat. Der deutsche König Heinrich V interveniert, die übereifrigen Erneuerer fliehen bei der Rückkehr der Mönche, aber mit dem Inhalt der Schatzkammer, der Bibliothek und den Reliquien. - Graf Berthold von Hohenberg und Lindenfels (St) tritt als Mönch in das von ihm gestiftete Kloster Gottesau ein. - Graf Berthold von Hohenberg und Lindenfels (St) urkundet gemeinsam mit Heinrich von Katzenelnbogen II (St). - Die Tochter Hedwig von Gudensberg von Graf Giso im Oberlahngau IV Graf von Gudensberg und Reichsbannerträger (40) heiratet den zukünftigen ersten Landgrafen von Thüringen Landgraf Ludwig von Thüringen.

1111 Der deutsche Salier-König Heinrich V lässt den Papst mit Zustimmung des mainzer Erzbischofs Adalbert I von Saarbrücken gefangennehmen und lässt ihn nur unter dem Zwang, Heinrich die Investitur und die Kaiserkrönung zu garantieren, wieder frei. - Salier-König Heinrich V sucht sich die Ministerialen als Verbündete. - Der oberelsässer Landvogt Otto von Habsburg II (St) wird ermordet. - Salier-König Heinrich V schränkt die Macht und Rechte des mainzer Burggraf Arnulf von Loos ein.

1112 Die Graf Gerlach von Veldenz (St) trennen sich von seinem Bruder Wildgraf Emicho I (St). - Der mainzer Erzbischof Adalbert I von Saabrücken, der beginnt Burgen um Mainz herum zu bauen und zu kaufen, wechselt, da er erkennt wie rücksichtlos der Salier-König Heinrich V seine Macht erweitert, die Seiten und wird von Salier-König Heinrich V gefangen genommen. - Burg Virneburg im Nitztal ist die Stammburg der Grafen von Virneburg. - Der mainzer Erzbischof Adalbert I von Saabrücken erobert die Madenburg. - Erster gesicherter Nachweis der Grafen Heinrich von Sayn (St) und Eberhard von Sayn (St). Graf Heinrich von Sayn (St) sichert Kloster Laach seinen Schutz zu. - Die eigenwillige Grafentochter Jutta von Sponheim (St) zieht als Leiterin zusammen mit Hildegard von Bingen, in das Kloster Disibodenberg ein. - Pfalzgraf Siegfried von Ballenstedt (St) kommt von Jerusalem zurück. - Der korrupte laoner Bischof Gaudry will die Bürger durch illegale Steuern erpressen und wird beim Laoner Bürgeraufstand nachdem er sich vergeblich in einem Faß versteckt, mit einem Axthieb auf den Kopf getötet. Der Bischofsring wird dem Toten mitsamt dem Finger abgeschnitten. Der tote Bischof wird ohne religöse Zeremonie vor den Toren von Laon begraben.

1113 Die Abscheu über die Gefangennahme des Papstes und der Kardinäle macht den Kanoniker und Hofkaplan des Kaisers, den heiligen Norbert von Xanten zum Eremiten. - Die Grafen von Veldenz spalten sich von den Raugrafen ab. - Der mainzer Erzbischof Adalbert I von Saabrücken gibt die Madenburg an Speyer und den Salier-Kaiser Heinrich V zurück. - Salier-Kaiser Heinrich V zieht von Pfalzgraf Friedrich beanspruchtes Erbland als erledigtes Lehen ein. Pfalzgraf Siegfried von Ballenstedt (St) greift Salier-Kaiser Heinrich V in der Schlacht von Warenstädt an und stirbt. Die Bündnispartner werden einzeln unterworfen. - Die pfalzgräfliche Burg Laach wird abgerissen. - Der askanier Pfalzgraf bei Rhein Siegfried von Ballenstedt (St) wird von Saliertreuen überfallen und stirbt nach dem Mordversuch. Der hirsauer Vogt Gottfried von Calw, S

1114 Siegfrieds Bündnispartner, der kölner Erzbischof Friedrich von Schwarzenburg besiegt das kaiserliche Heer bei Andernach. In der Auseinandersetzung der beiden Erzbistümer Köln und Trier wird der alte andernacher Königshof vernichtet. - Graf Giso im Oberlahngau IV bekämpft für Salier-Kaiser Heinrich V den kölner Erzbischof Friedrich von Schwarzenburg und verwüstet Kloster Grafschaft.

1115 Die Grafen von Scheyern verlegen ihren Sitz von Scheyern/Oberbayern nach ihrer Stammburg Wittelsbach. - Der mainzer Erzbischof Adalbert von Saarbrücken wird von den mainzer Bürgern in einem Bürgeraufstand befreit. Der befreite Erzbischof exkommuniziert Kaiser Heinrich V. - Der reiche Günstling der kölner Erzbischöfe Norbert von Xanten ändert nach einem Blitzschlag sein Leben, beginnt ein Eremitendasein wird Wanderprediger kritisiert die Kanoniker und fordert radikale Reformen. - Der mainzer Burggraf Arnulf von Loos alias Arnulf von Loon heiratet die Erbtochter Gräfin Agnes von Rieneck. - Graf Giso im Oberlahngau IV wechselt zum papsttreuen mainzer Erzbischof Adalbert von Saarbrücken über. - Graf Werner von Gudensberg wechselt zum papsttreuen mainzer Erzbischof Adalbert von Saarbrücken über.

1116 Die Augustiner-Chorherren gründen Kloster Eberbach. - Der mainzer Erzbischof Adalbert I von Saarbrücken zerstört die Reichsburg Stromberg im Streit mit Kaiser Heinrich V. - Werner von Bolanden I (St) erscheint im Gefolge von Herzog Friedrich von Staufen II in Mainz. - Friedrich von Staufen und sein Bruder Konrad von Staufen III werden Reichsverweser, Stellvertreter des Kaisers während der Salier-Kaiser Heinrich V in Italien ist, und nutzen die Gelegenheit um sich Gebiete von Köln bis Worms anzueignen.

1117 Graf Gozmar II von Reichenbach (später Ziegenhain) ist bis 1139 Hochvogt von Fulda. - Die Burgen Wolkenburg und Drachenfels werden vom kölner Erzbischof Friedrich von Schwarzenburg gegen Kaiser Heinrich V erbaut. - Rembold von Isenburg stiftet schaffhausener Benediktinermönchen einen Hof zur Gründung von Kloster Rommersdorf. - Mit dem Segen von Graf Ludwig von Arnstein II gründet der Vogt des Siegerlandes Dudo-Heinrich von Laurenburg (St) Kloster Lipporn. - Burg Lipporn wird letztmalig erwähnt. - Graf Emich von Leiningen (St) stirbt bei einem Gefecht vor Mainz. - Dudo-Heinrich von Laurenburg (St) ist Vogt im Siegerland. - Der augsburger Sattler Wolfhard von Augsburg lässt sich bis zu seinem Tod in eine Klosterzelle einschließen.

1118 Das nordspanische Königreich Argonien erobert die muslemischen Vorposten Saragossa von den Muslimen zurück und macht es zu seiner neuen Hauptstadt. - Burg Hattenheim wird erbaut. - Der kölner Erzbischof Friedrich von Schwarzenburg erbaut die Burg Wolkenburg gegen die Grafen von Sayn. - Der Reformorden der Zisterzienser wird im französischen Kloster Citeaux gegründet und nach ihm benannt. Zisterziensermönche verzichten auf Kosten der Bauern zu leben und erwirtschaften ihren Lebensunterhalt durch eigene körperliche Arbeit. - Kaiser Heinrich V wird vom Papst gebannt. - Der kaiserliche Heerführer Graf Hoier von Mansfeld fällt in der Schlacht an der Wipper. - Kaiser Heinrich V soll in Würzburg vor Gericht. - Auf der Synode in Fritzlar verteidigt sich Norbert von Xanten erfolgreich gegen den Vorwurf der Ketzerei. - Graf Stefan von Sponheim (St) stirbt und sein Sohn Meginhard von Sponheim (St) beginnt mit der Fertigstellung von Kloster Sponheim zusammen mit seinem Bruder Rudolf (St) und dessen Frau Reggat. Die Kirche wird ausgemalt und unter dem Turm werden steinerne Apostelreliefs und Prophetenreliefs angebracht.

1119 Der mainzer Erzbischof Adalbert I von Saarbrücken gewährt den mainzer Bürgern Befreiung von auswärtigen Steuern und Gerichtsbarkeit um den kaisertreuen Fürsten zu schaden. - Der Templerorden wird zum Schutz Jerusalems mit bewaffneten Ordensbrüdern gegründet. - Bernhard von Clairvauxs Onkel Andreas von Montbard ist Gründungsmitglied des Zisterzienserordens. - In China wird die Benutzung eines Magnetkompasses beschrieben. - Der bayerische Pfalzgraf Graf Otto von Scheyern V zieht von Burg Scheyern in die Burg Wittelsbach um. Burg Scheyern wird sein Benediktinerhauskloster und Grablege

1120 Burg Waldeck über der Eder wird erwähnt. - Der trierer Erzbischof Bruno von Lauffen erwirbt die rechtsrheinische Burg Ehrenbreitstein. - Werner von Bolanden (St) gründet sein Augustinerchorherren-Hauskloster Hane. - Norbert von Xanten gründet den Prämonstratenserorden aus Priestern, die zusätzlich auch das Armuts-, Enthaltsamkeits- und Gehorsamsgelübde ablegen. - Die Bürger von Boppard gründen bei einer Marienkapelle das Kloster Marienberg (Mariabodenberg). - Herzog Friedrich von Staufen II heiratet die Welfentochter Judith. - Der Goldschmied und Emaillemaler Eilbertus von Köln beginnt mit einem Tragaltar aus dem Welfenschatz. - Agnes von Arnstein, die Erbtochter von Graf Ludwig von Arnstein II, Vogt von Oberwesel, St Goar, Boppard, Lahnstein und Koblenz wird geboren. - Das Weiße Schiff sinkt nach einem Alkoholgelage mit dem einzigen legitimen Sohn des englischen König Heinrich und einem unehelichen Sohn.

1121 Wetter: Die Sonne wurde drey Tage hinter einander Blutroht gesehn, darauf ein harter Winter erfolget.... und viele Menschen samt Viehe verdorben seyn (Olearius). - In Würzburg ist von Baumeister Enzelin eine steinerne Brücke, die über den Main an der Stelle der Fähre führt, in Bau. - Graf Giso im Oberlahngau IV wird Graf von Gudensberg und Reichsbannerträger. - Der trierer Erzbischof Bruno von Lauffen verhängt den Kirchenbann über Wilhelm von Luxemburg (St). - Gottfried von Cappenberg brennt den Dom von Münster nieder. - Der würzburger Bischof Erlung stirbt an Lepra.

1122 Der Vogt des Siegerlandes Dudo Heinrich von Laurenburg (St) erhält die mainzer Herrschaft Idstein als nassauer Lehen. - Wetter: Kein Schneefall im kommenden Winter in ganz Deutschland - Burg Heppenheft wird erbaut. - Papst Calixt II und König Heinrich V einigen sich nach langem Investitur-Streit auf das Wormser Konkordat, in dem der König auf die Investitur mit Stab und Ring verzichtet und die freie kanonische Wahl der Bischöfe und Reichsäbte zusichert. Sie werden geistliche Reichsfürsten. Das ist das Ende des ottonisch-salischen Reichskirchensystems. - Der mainzer Erzbischof Adalbert I von Saaabrücken erweitert und befestigt die Siedlung Aschaffenburg zur mainzer Zweitresidenz. - Der kölner Erzbischof Friedrich von Schwarzenburg erbaut die Burg Rolandseck gegen die Grafen von Sayn? - Das Auerbacher Schloss wird von Diether von Katzenelnbogen IV (St) auf dem Auerberg (Urberg) erbaut. - Abt Burchard von St. Jakob in Mainz erhält von Embricho von Heppenheft und seinen Brüdern die Pfarrkirche in Geinsheim (Groß-Gerau) und gibt sie an Ritter Volmar von Heppenheft zurück. - Graf Gottfried von Cappenberg übergibt seine Burg und sein Vermögen als Kloster Cappenberg als erstes Prämonstratenserstift von Norbert von Xanten im deutschsprachigen Raum als Buße für die Zerstörung des Dom von Münster unter Führung des sächsischen Herzogs Lothar von Supplinburg um der Reichsacht zu entgehen. - Graf Gottfried von Cappenberg stiftet die erste geistliche Niederlassung in der Wetterau das Prämonstratenserkloster Ilbenstadt als ein Männer- und ein Frauenkloster. - Der Sohn von Graf Mefried von Wied Arnold von Wied II (St) wird Propst von Limburg an der Lahn. - Burg Eppstein ist Reichsburg. - Graf Giso im Oberlahngau IV Graf von Gudensberg und Reichsbannerträger (55) stirbt. - Der Schwabenherzog Friedrich von Staufen bekommt seinen Sohn, Friedrich von Staufen I Barbarossa. - Graf Gottfried von Cappenberg wird Taufpate von Friedrich von Staufen I Barbarossa. - Der mainzer Erzbischof Adalbert I von Saaabrücken bestätigte die von Embricho von Heppenheft vollzogene Übertragung der Patronatsrechte der Pfarrkirche zu Geinsheim an das mainzer Kloster St. Jakob. - Der fuldaer Abt Erlof von Bergholz stirbt und sein Nachfolger Udalrich von Kemnaten erhält gemäß dem Wormser Konkordat die Abtsregalien durch König Heinrich V und reist zu Papst Calixt II nach Rom.

1123 Graf Emicho VI vom Nahegau (St) stirbt. Seine Nachkommen nennen sich verwirrend Wildgrafen oder nach ihren Besitzungen. - Burg Lindenfels ist im Besitz von Kloster Lorsch und der Kurpfalz. - Kloster Sponheim wird vom wormser Bischof Buggo, (Burchard II.) der heiligen Jungfrau und dem heiligen Martinus von Tours geweiht. - Graf Gottfried von Reichenbach-Wegebach erweitert Burg Ziegenhain und nennt sich Graf Gottfried von Ziegenhain I. Sein Vater ist fuldaer Vogt in Ziegenhain. - Mit dem Tod von Dudo-Heinrich von Laurenburg (St) wird Arnold von Nassau I (St) Graf von Laurenburg. - Graf Giso im Oberlahngau IV wird Graf von Gudensberg und Reichsbannerträger. - Der fuldaer Abt Udalrich von Kemnaten erhält die Abtsweihe durch Calixt II in Rom. - Der Saargaugraf Friedrich nennt sich Graf Friedrich von Saarbrücken.

1124 Die Beziehungen der Katzenelnbogener zu den mainzer Erzbischöfen werden erstmals greifbar und gestalten sich bereits unter dem mainzer Erzbischof Adalbert I von Saarbrücken sehr eng. Heinrich von Katzenelnbogen II (St) heiratet Hildegard von Henneberg (St). Ihre Brüder sind der würzburger Burggraf Berthold von Henneberg, der würzburger Burggraf Poppo von Henneberg IV, der würzburger Bischof Gebhard von Henneberg, der speyerer Bischof Günther von Henneberg (ab 1146) und der speyerer Bischof Otto von Henneberg (ab 1190).

Ruppert von Nassau I (St) und Arnold von Nassau I (St) erbauen die Burg Nassau auf der Anhöhe über einem Königshof. Ruppert von Nassau I wird Vogt der Herrschaft Weilburg. - Graf Udalrich von Eppstein und Idstein vermacht die beiden Herrschaften Idstein und Eppstein dem mainzer Erzbischof Adalbert I von Saarbrücken. - Wetter: Am Jahresende bringt ein Wintereinbruch mit besonders tiefen Temperaturen und viel Schnee in Arnstadt viele Todesopfer und Schäden im Weinberg und in der Teichfischerei (Olearius). - Graf Meginhard von Nellenburg (St) und seine Ehefrau Mechthild beenden den Bau von Benediktiner-Kloster-Sponheim. Der erste Abt wird Bernheim, ein sponheimer Vasall aus einer Seitenlinie des Grafen. - Der trierer Erzbischof Bruno von Lauffen stirbt. - Konrad von Staufen III macht eine Pilgerfahrt nach Jersusalem. - Auf einem Reichstag in Bamberg wird ein Krieg gegen den sächsischen Herzog Lothars von Supplinburg beschlossen aber nicht geführt. - Der ehemalige kaiserliche Kanzler, der bamberger Bischof Otto unternimmt einen bewaffneten Christianisierungszug nach Pommern, tauft und zerstört heidnische Tempel und predigt gegen Vielweiberei, das Töten neugeborener Mädchen, Zauberei, Wahrsagerei und Götzendienst. Da es nach den Zerstörungen keine geweissagten Folgen gibt, übernimmt die Bevölkerung den neuen Glauben.

1125 Wetter: Außergewöhnlich harter Winter und allgemeine Hungersnot. - Mit dem gehassten Vatermörder Kaiser Heinrich V stirbt der kaiserliche Ast des rheinfränkischen Geschlechts. - Der Salier-Kaiser Heinrich V vererbt Konrad von Staufen III sein rechtsrheinisches Hausgut und seinem Bruder Friedrich von Staufen, der König werden will, sein linksrheinischen Hausgut. Zum Hausgut besetzten die Brüder auch das Königsgut. - Tumulte in Mainz entstehen durch den Unmut von Schwabenherzog Friedrich von Staufen, der die Ordnung im Reich aufrecht erhält und sich schon als neuer König sieht, als der mainzer Erzbischof Adalbert von Saarbrücken I sich durch die Wahl Lothars von Supplinburg zum deutschen König die Staufer zum Gegner macht. - Graf Meinhard von Sponheim I (St) taucht an der Mosel auf. - Speyer wird als Metropolis Germaniae bezeichnet. - Konrad von Staufen III und sein Bruder Friedrich von Staufen, huldigen dem neuen König Lothars von Supplinburg auf einem Hoftag in Regensburg, verweigern ihm aber den Lehnseid und weigern sich das Königsgut zurückzugeben. Der neue König Lothars von Supplinburg verhängt die Reichsacht über Konrad von Staufen III und seinen Bruder Friedrich von Staufen,

1126 Burg Sonnenberg wird erstmals erwähnt. - Der unnachgebige Reformer Norbert von Xanten zieht barfuß und in ärmlicher Kleidung am Reichstag in Speyer ein und wird zum Erzbischof von Magdeburg gewählt. Sein Prämontratenserorden wird von Papst Honorius II anerkannt. - Rheingräfin Ludgardis (St) vermacht dem Kloster Bleidenstadt ihre Höfe in Eberbach, in Geisenheim und Assmanshausen u.a. mit allen Weinbergen. - Der sponheimer Abt Bernheim läst in Kloster Sponheim einen Brunnen graben. - Der speyerer Bischof Arnold von Leiningen (St) stirbt. - Deutsche Fürsten beschließen in Goslar die über Konrad von Staufen III und seinen Bruder Friedrich von Staufen verhängte Reichsacht militärisch durchzusetzen und besetzen im Gefolge von König Lothars von Supplinburg deren rheinfränkische, elsässische und oberlothringische Gebiete. König Lothars von Supplinburg wagt es nicht Schwaben anzugreifen. Die Welfen, die es doch wagen, das staufische Kernland anzugreifen, scheitern. - Konrad von Staufen III macht eine Pilgerreise nach Jerusalem.

1127 - Emich von Leiningen (St) wird Bischof von Würzburg. - Erstes Ritterturnier auf deutschem Boden in Würzburg. - Kirchberg ist ein wichtiger Stützpunkt der Grafen von Sponheim. - Der mainzer Erzbischofs Adalbert erwähnt Mönche einer Benediktinerpropstei, die Raubrittern die Michelsburg alias Remigiusburg abkaufen und niederreissen. - In Trier beginnt die Verehrung des Apostels Matthias. - König Lothars von Supplinburg belagert vergeblich die staufer Reichsburg Nürnberg. - Der Bruder von Konrad von Staufen III, Friedrich von Staufen verliert ein Auge im Kampf. - Konrad von Staufen III kehrt von der Pilgerreise nach Jerusalem zurück. Konrad von Staufen III wird von den Franken und den Schwaben zum Gegenkönig von König Lothar von Supplingenburg III ausgerufen.

1128 Der aus Schwaben stammende Werner von Bolanden I (St) ist ein Günstling des mainzer Erzbischofs Adalbert I von Saarbrücken. Das Geschlecht macht sich als mainzer Kirchenministeriale verdient. - Die Kyrburg ist eine Stammburg der Wildgrafen. - Graf Emich von Leiningen (St) in einer Urkunde des mainzer Erzbischofs Adalbert I von Saarbrücken. - Gegenkönig Konrad von Staufen III findet Unterstützung in Mailand und wird zum König von Italien gekrönt, allerdings ohne breite Unterstützung. - König Lothar von Supplingenburg III verliert Speyer an Friedrich von Staufen.

1129 Werner von Bolanden I (St) gründet sein Hauskloster Die Zelle (später Kloster Hane). - Edelherr Marquard von Solms (St) taucht auf. - Hartrad von Merenberg I, der Erbauer der Burg Merenberg, ist umgeben von Gebieten in denen die hohe Gerichtsbarkeit in den Händen der Grafen von Diez und die wormser Vogtei im Besitz von Laurenburg-Nassau liegt - Gräfin Clementia von Gleiberg (St) gründet das Augustiner-Chorherrenstift auf dem giessener Schiffenberg. - Der magedburger Erzbischof Norbert von Xanten engagiert sich erfolglos in der Missionierung östlich der Elbe und der Einflussnahme auf Polen. - Graf Mefried im Engersgau gründet die Burg Wied und nennt sich nach ihr Graf Mefried von Wied. - Hartrad von Merenberg bezeichnet sich als Herr von Merenberg.

1130 Die namentlich unbekannte Schwester von Heinrich von Katzenelnbogen II (St) heiratet Konrad I von Bickenbach. Benediktinermönche gründen das katzenelnbogener Hauskloster Gronau.

Der Stammsitz der Herren von Bickenbach ist zunächst eine Turmhügelburg oder Weilerburg in Bickenbach. - Ruprecht von Laurenburg I (St) und sein Bruder Arnold von Laurenburg I (St) stiften das Kloster Gronau. - In Rom werden an einem Tag zwei Päpste Innozenz II und Anaklet II gewählt. Der magedburger Erzbischof Norbert von Xanten holt König Lothar von Supplingenburg III auf seine Seite, dank der Hilfe von Bernhard von Clairvaux von England und Frankreich unterstützen Papst Innozenz II. - Der trierer Erzbischof Meginher von Vianden (St) wird aus Rache vom gebannten Gegenkönig Konrad von Staufen III gefangen genommen und in Parma ins Gefängnis gesteckt, wo er ums Leben kommt. - Durch die Ermordung des Ludowingers Heinrich Raspe I erbt sein Bruder der erste Landgraf von Thüringen Landgraf Ludwig von Thüringen den Hessengau. - König Lothar von Supplingenburg III erobert Speyer von Friedrich von Staufen zurück. - König Lothar von Supplinburg erobert die staufer Reichsburg Nürnberg.

1131 Büdingen wird urkundlich erwähnt. - In Altenkirchen steht die erste Christenkirche im Westerwald. - Der trierer Erzbischof Albero von Montreuil errichtet die Burg Pfalzel vor den Toren Triers, eine Ausweich- oder Gegenresidenz. - Der Sohn von Adelheid von Laufen und Adolf von Berg, dem Begründer des Grafenhauses Berg, Bruno von Berg wird kölner Erzbischof. - König Lothar von Supplingenburg III erobert das staufische Elsass.

1132 Graf Berthold von Katzenelnbogen I (St) wird geboren. Er ist Graf im Kraichgau.

Wolfram von Wertheim taucht in einer mainzer Urkunde auf. - Die Wallfahrtskirche der fünf Märtyrer in Mockstadt hat einen Propst. - Der wormser Kämmerer Ekbert, der Gründer von Kloster Frankenthal stirbt. Friedrich von Staufen heiratet Agnes von Saarbrücken. - König Lothar von Supplingenburg III zieht nach Rom um sich krönen zu lassen. - Die Benediktermönche werden aus Kloster Lorsch vertrieben.

1133 Die Grafen von Bernbach im vorderen Spessart sterben aus. Die Grafschaft Bernbach wird an die Herren von Hagenhausen (St), die Herren von Eppstein (St), die Herren von Kälberau und mainzer Burggraf Arnold von Loon-Rieneck vererbt. - Graf Emmerich von Diez (St) stirbt im Sumpf der Lahn vor der Burg Diez. - Papst Innozenz II krönt König Lothar III zum Kaiser. - König Lothar von Supplingenburg III kehrt von Rom zurück und bekämpft Gegenkönig Konrad von Staufen III von Norden her. - Der fuldaer Propst Bertho von Schlitz übernimmt das Amt des verstorbenen fuldaer Abtes Udalrich von Kemnaten. - Embricho, Embricho von Bingen, Walpert, Dudo, Meingoz, Ernst, Otpracht und Ruthard sind mainzer Ministeriale.

1134 Kloster Himmerod wird als erstes Zisterzienserkloster in Deutschland gegründet. Es wird die Grablege der Familie von Sponheim. - Der Prämonstratenserordensgründer und heiliger magdeburger Erzbischof Norbert von Xanten stirbt in prächtiger Hofhaltung. - Im Zisterzienserkloster Eberbach verbietet die neue Bauordnung gemauerte Glockentürme. Durch eine Sturmflut erhält die flandrische Stadt Brügge direkten Zugang zum Meer. - Der Welfe Heinrich, der Stolze bekämpft Gegenkönig Konrad von Staufen III von Süden. - Der fuldaer Propst Konrad übernimmt das Amt des verstorbenen fuldaer Abtes Bertho von Schlitz. - Graf Otto von Rheineck und Hermann von Salm sind Brüder. - Eine mainzer Zeugenliste nennt mainzer Burggraf Arnold von Loon, Graf Emicho von Schmidtburg (St), Graf Gerlach von Veldenz, Graf Berthold von Nürings und dessen Bruder Siegfried, Graf Gerhard de Berebach und dessen Bruder Heinrich, Graf Embricho von Diez (St), Graf Gozmar von Reichenbach.

1135 Gegenkönig Konrad von Staufen III unterwirft sich in Mühlhausen militärisch und in Bamberg im Büßergewand König Lothar von Supplingenburg III. Konrad von Staufen III leistet den Treueeid, verspricht seine Unterstützung zum Italienzug und heiratet eine Welfin. - Der erste Wildgraf, Emicho VII (St) Graf von Kyrburg, Schmidtburg und Burg Baumburg und ab 1129 Graf von Flonheim (*1103) stirbt - Falkenstein wird erstmals urkundlich erwähnt als Burg der Herren von Falkenstein. - Goswin von Höchstädt ist Lehensinhaber des Viertälergebietes Bacharach, Diebach, Steeg und Manubach. - Werner von Bolanden I (St) läßt das Frauenkloster (bis 1180) Rothenkirchen in Kirchheimbolanden erbauen. Werner von Bolanden I (St) stirbt. - Hartrad von Merenberg II, verheiratet mit Irmgard von Gleiberg, ist Reichsvogt von Wetzlar. - Agnes von Arnstein, die Erbtochter von Graf Ludwig von Arnstein II, heiratet Graf Heinrich von Zutphen und Gueldern.

1136 Die Zisterzienser unter Führung des Abtes Bernhard von Clairvaux übernehmen das Kloster Eberbach. - Hildegard von Bingen wird Äbtissin des Benediktinerinnenklosters auf dem Disibodenberg bei Bermersheim. - Kaiser Lothar von Süpplingenburg III muß einen Streit zwischen dem kölner Bannerträger Rupert von Laurenburg (St) und dem magdeburger Bannerträger, die mit Schwertern auf einander losgehen, weil sie den rechten Platz neben dem königlichen Bannerträger beanspruchen, auf seinem Romzug schlichten. - In Lahnstein wird die erste romansische Emporenkirche am Rhein erbaut. - Konrad der Staufer wächst in alzey auf

1137 Der Neubau der Abteikirche von St. Denis bei Paris ist der Beginn der Gotik. - Hugo von Sponheim (St) wird auf dem Italienzug von Kaiser Lothar III als kölner Erzbischof verwundet und stirbt. - Das Haus Isenburg wird geteilt. - Gisonen mit ihrer Stammburg Hollende. - Das Erzstift Mainz erstreitet sich das Recht den Propst in St. Georg in Limburg an der Lahn zu stellen. - Berthold von Hohenberg (St) stirbt im Kampf um die von Kaiser Lothar von Supplingenburg III - freundlichen mainzer Erzbischof Adalbert von Saarbrücken II belagerte stauferfreundliche Stadt Speyer, durch den welfenfreundlichen speyerer Bischof Graf Siegfried von Wolfsölden II. - Der stauferfeindliche mainzer Erzbischof Adalbert von Saarbrücken I stirbt. - Die trierer Burg Arras wird von den Herren von Entersburg erobert. - Der Hessengaugraf Giso V stirbt beim Kampf mit Bogenschützen und Armbrustschützen von Kaiser Lothar von Süpplingenburg III um Palestrina, einem Raubräubernest für Rom-Pilger in Italien. Sein Erbe fällt an den ersten Landgraf Heinrich von Thüringen, den Bruder von Raspe I. - Der französische König ordnet gegen illegitime Ritter drakonische Strafen an. - Graf Friedrich von Sayn (St) ist Gaugraf des Engersgaus.

1138 König Konrad von Staufen III erhebt Heinrich von Katzenelnbogen II (St) auf Grund naher politischer und verwandtschaftlicher Beziehung, den Halbbruder seines Schwagers Graf Hermann von Stahleck (St) und der diesem aus der hohenberger Erbschaft von Berthold von Hohenberg (St), mit der Stammburg Burg Hohenberg bei Karlsruhe Durlach, zugefallenen Grafschaft im Kraichgau in den Grafenstand.

Staatsstreich der Staufer in Koblenz. Der streitbare trierer Erzbischof Albero von Montreuil lädt zur Königswahl in St. Kastor nach Koblenz ein. Eine kleine Auswahl von Fürsten wählt Konrad von Staufen III noch vor der Fürstenversammlung, die vor vollendete Tatsachen gestellt wird zum ersten deutschen Stauferkönig. Konrad von Staufen III verspricht dem trierer Erzbischof Albero von Montreuil die trierer Reichsabtei St. Maximin als Geschenk für seine List. - Verlierer der Königswahl ist der Welfe Heinrich der Stolze (St), der militärisch gegen Albrecht von Brandenburg gebunden ist. - Wetter: Maximum der mittelalterlichen Warmzeit - Burg Leiningen ist fertiggestellt, Graf Emicho von Leiningen II (St) stirbt. - Marburg wird urkundlich erwähnt. - Auf dem Reichstag in Augsburg fordert König Konrad von Staufen III vom bayerisch-sächsischen Welfen-Herzog Heinrich der Stolze (St) die Herausgabe eines der beiden deutschen Herzogtümer, die dieser verweigert und deshalb auf dem Reichstag in Würzburg wegen Hochverrats verurteilt und geächtet wird. König Konrad von Staufen III entzieht ihm beide Herzogtümer und gibt sie Albrecht den Bären Sachsen und Bayern Markgraf Leopold IV von Österreich. - Der trierer Erzbischof Albero von Montreuil erobert die 1137 von den Herren von Entersburg eroberte Burg Arras zurück. - Der kölner Erzbischof Arnold von Köln führt das Werk des verstorbenen trierer Erzbischof Hugo von Sponheim (St) fort. - In der Reichsreform werden die deutschen, burgundischen und italiensischen Reichskanzleien vereinigt und der Erzkanzlers auf einen Titel reduziert und der Reichskanzler gestärkt. Reichskanzler wird der kölner Erzbischof Arnold von Wied II (St). - Eine Gräfin von Sponheim (St), die Witwe von Graf Theoderich von Ahr stirbt. - Konrad von Staufen III lässt in Frankfurt den königlichen Wirtschaftshof an der Südwestecke der Domhügelsiedlung als Ersatz für die verfallene karolingische Pfalz zu einer Burg, den Saalhof bauen.

1139 Das 2. Laterankonzil verbietet Wettschießen auf christliche Menschen durch sagittarii (Armbrustschützen) und ballistarii (Bogenschützen) als unritterlich und den Zölibat für Priester. In Doppelklöstern wird das gemeinsame Chorgebet von Nonnen, Kanonikern und Mönchen verboten. - Die Gründung des Templerorden wird durch Papst Innozenz II bestätigt. - Die Grafen Heinrich von Sayn I und Eberhard von Sayn I (St) residieren auf der Alten Burg, auch Eselsburg genannt und erwerben die Grafschaft Bonn durch Heirat. - Graf Ludwig von Arnstein III reisst seine Burg Arnstein zum Teil ab, baut sie in ein Prämonstratenserkloster um und tritt selbst dort ein. Seine Frau lebt als Einsiedlerin in der Nähe. - Der ehemalige bayerisch-sächsischen Welfen-Herzog Heinrich Heinrich der Stolze stirbt und hinterläst seinen unmündigen Sohn Heinrich den Löwen (10). - Graf Ludwig von Württemberg (St) ist am Hofe von König Konrad von Staufen III. - Graf Berthold von Nürings stirbt.

1140 Der in Bologna lebende Mönch Gratian ordnet die verschiedenen christlichen Rechtsvorschriften und begründet das kanonische Recht, das neue Interpretationsmöglichkeiten gab, wie z.B. um das altkirchliche Zinsverbot. - Die Grafen von Lauffen, wormser Lehnsmänner, verlegen ihre Residenz von Wiesenbach nach Burg Dilsberg. - Erster Reichstag in Frankfurt und Beginn des Baus einer Königsburg, des Saalhofes. - Die Frauen der Burg Weibertreu über der Reichsstadt Weinsberg retten ihren mit den Welfen verbündet Männern, das Leben, indem sie, beim ihnen zugestandenen letzten Wunsch, alles was sie tragen könnten aus der von König Konrad von Staufen III belagerten Burg mitnehmen zu dürfen, ihre Männer auf die Schultern nehmen und aus der Burg tragen. Die Herren von Weinsberg sterben dennoch damit aus. - Der bleidenstädter Abt Baldemar wird als Abt von Lorsch abgelehnt, des Handels mit Kirchenämtern bezichtigt, der Prozess gemacht und zurückgeschickt. - Graf Emicho von Leiningen (St) wird von König Konrad zum Oberfeldherrn des Kreuzfahrerheeres ernannt. - Nach der Schlacht bei Weinsberg wird Thiebert von Lindach als Thiebert von Weinsberg an der örtlichen Burg Weinsberg von König Konrad als Verwalter eingesetzt. - Der mainzer Erzbischof Adalbert von Saarbrücken II erlaubt zwei Nonnen mit ihren Männern dem weltlichen Leben zu entsagen und ins Kloster Johannisberg zu gehen. - Der streitbare trierer Erzbischof Albero von Montreuil beansprucht die trierer Reichsabtei St. Maximin. Der trierer Untervogt Graf Friedrich von Vianden I (St) stellt sich Graf Heinrich von Luxemburg IV (St), der mit seinem Heer Trier bedroht.

1141 König Konrad von Staufen III setzt die Wahl von Graf Heinrichs von Katzenelnbogen II (St) Bruder Philipp von Katzenelnbogen (St). zum Bischof von Osnabrück durch.

Die heilige Hildegard von Bingen hat ihre ersten Visionen. - Gottfried von Ziegenhain I ist erster Graf des Geschlechts. - Die Herren von Merenberg sind die ältesten Vögte der Reichsstadt Wetzlar. - Die Heilige Elisabeth von Schönau (12) kommt ins Kloster Schönau. - Der Abt des Klosters Bleidenstadt Baldemar erschleicht sich das höchste Amt von Kloster Lorsch wird aber sofort vom Kardinal wieder abgesetzt und suspendiert. - .Der überlebensgroße Christus aus purem Gold auf einem mit Goldplatten bedeckten Holzkreuz, das Benna-Kreuz im mainzer Dom wird vom mainzer Erzbischof Adalbert von Saarbrücken II stückchenweise verramscht. Der mainzer Erzbischof Adalbert von Saarbrücken II besticht Papst Innozenz II, indem er einen Fuß des Kreuzes nach Rom schickt. - Der mainzer Erzbischof Adalbert von Saarbrücken II stirbt in Erfurt. - Zum Dank für den erfolgreichen Einsatz gegen Graf Heinrich von Luxemburg IV (St) seit 1140 erhält der trierer Untervogt Graf Friedrich von Vianden I (St) die Hälfte der trierer Burg Arras.

1142 König Konrad von Staufen III überträgt die rheinische Pfalzgrafschaft an Graf Hermann von Stahleck (St), den Halbbruder von Graf Heinrich von Katzenelnbogen II (St).

Das Kloster Eberbach gründet das Zisterzienserkloster Schönau im Odenwald, die Grablege der wittelsbacher Pfalzgrafen. - Hermann von Stahleck (St) wird mündig, trierer Vogt und mit der Schwester von König Konrad von Staufen III verheiratet. - Der Abt von Kloster Cluny Petrus Venerabilis reist nach Spanien und gibt dort die Übersetzung des Koran ins Deutsche in Auftrag. - Auf dem Reichstag in Frankfurt erstattet König Konrad von Staufen III Heinrich dem Löwen nach der Übereinkunft eines Ehebündnisses das Herzogtum Sachsen zurück. - Die waldsassener Zisterzienser gründen in Böhmen ihr erstes Kloster, Kloster Sedletz und finden auf ihrem Weinberg große Mengen von Silber. - Der mainzer Burggraf Ludwig von Loon II ist am kaiserlichen Hof in Maastricht anwesend. - Der trierer Vogt Hermann von Stahleck (St) übernimmt als Obervogt den Kampf gegen Graf Heinrich von Luxemburg IV (St), der immer wieder Trier mit seinem Heer bedroht vom trierer Untervogt Graf Friedrich von Vianden I (St).


1143 König Konrad von Staufen III hält in Frankfurt einen Reichstag ab. - Wetter: Ein starker Sturm richtet in Arnstadt grossen Schaden an. - Der von Lorsch zurückgeschickte bleidenstädter Abt Baldemar klagt die Wiedereinsetzung ein, wird daraufhin aber sogar suspendiert. Sein Nachfolger wird von ihm vergeblich der Simonie beschuldigt. - Der Zisterzienserabt Bernhard von Clairvaux erhält vom Abt von Kloster Cluny Petrus Venerabilis eine Übersetzung des Koran. Die Zisterzienser werden ihrer leichenblassen und blutleeren Gesichter und ihres ungesunden Lebensstils wegen verspottet. Abt Bernhard von Clairvaux hält die kranken Mägen seiner Mitbrüder durch die auftreibenden Bohnengerichte als Gnadengeschenke Gottes, die den Blick des Menschen auf das Wesentliche lenken. - Die christliche Laienbewegung, die Katharer, wirbt in Köln und bildet eine Gegenkirche mit Bischöfen und .

1144 Graf Gottfried von Reichenbach-Wegebach erweitert Burg Ziegenhain und nennt sich Graf Gottfried von Ziegenhain I. Sein Vater ist fuldaer Vogt in Ziegenhain. - Die Burg Otterburg bei Kaiserslautern wird in ein Zisterzienserkloster umgewandelt. - Graf Godebold von Henneberg stirbt. Er ist der Schwiegervater von Graf Heinrich von Katzenelnbogen II (St)

1145 Große allgemeine Hungersnot beginnt. - Der mainzer Erzbischof Heinrich I Felix von Harburg erbaut die Klosterkriche von Kloster Eberbach. - Die Weltkarte Charta Rogeriana taucht auf. - Der mainzer Erzbischof Heinrich I Felix von Harburg erbaut mit Poppo von Reichenbach und Hollende Burg Amöneburg.

1146 König Konrad von Staufen III hält in Frankfurt einen Reichstag ab. - Bernhard von Clairvaux ruft im speyerer Dom zum Kreuzzug auf und der deutsche König Konrad von Staufen III sowie dessen welfischer Gegenspieler Welf VI erklären sich bereit. Er verdammt das weltliche Rittertum als verderblich und plädiert für Mönche als Krieger und die Verbindung von Mönchtum mit dem Rittertum (Tempelritter). Nur Krieger im Namen des Christentums sind ehrenwerte Krieger! - Die steinerne Brücke in Regensburg ist fertiggestellt. - Graf Heinrich von Namur und Luxemburg (St) fällt im Erzstift Trier ein. Der Kaiser interveniert und reist zum Pfingstfest nach Andernach. Rembold von Isenburg (St) bezeugt den Friedensvertrag. - Günther von Henneberg wird Bischof von Speyer. Seine Brüder sind der würzburger Burggraf Gotebold von Henneberg II, der Vater von Hildegard von Henneberg (St), und Graf Poppo von Henneberg II und der würzburger Bischof Gebhard von Henneberg. - Der würzburger Bischof Emich von Leiningen (St) stirbt. - Die kölner Juden fliehen auf Rat des kölner Erzbischofs Arnold auf die kölner Wolkenburg. - Graf Gerhard von Nürings gründet Kloster Retters. - Abt Richard I gründet das Augustinerinnenkloster Marienburg auf einer ehemaligen trierer Burg. - Auf dem Reichstag in Speyer gibt König Konrad von Staufen III seine Teilnahme am Zweiten Kreuzzug bekannt. - Graf Ludwig von Arnstein III gründet das Prämonstratenserkloster Marienthal und besetzt es mit Mönchen seines Klosters Arnstein.

1147 Zweiter Kreuzzug (bis-1149) - Auf dem Reichstag zu Frankfurt ruft Bernhard von Clairveaux an der alten Nikolaikirche auf dem Römer zum Kreuzzug auf. - Da König Konrad von Staufen III sich auf dem Kreuzzug befindet wird das Reich vom Reichsverweser Herman von Stahleck (St) von Burg Stahleck aus regiert. König Konrad von Staufen III zieht von Worms aus mit 70 0000 Mann nach Griechenland und muss von Führern verlassen und durch Wüsten aufgehalten in Konstantinopel überwintern. - Hildegard von Bingen erhält von Papst Eugen III während einer Synode in Trier die offizielle Erlaubnis ihre Visionen zu veröffentlichen. - Die Heilige Elisabeth von Schönau (18) hat durch Askese erste Halluzinationen in denen sie von der Jungfrau Maria getröstet wird. Hildegard von Bingen ermahnt sie brieflich ihre Askese zu mässigen. - Die mainzer Führungsriege wird ausgetauscht. Die bisherigen mainzer Burggrafen von Loon-Rieneck verschwinden und werden u.a. durch die ministeriale Familie Bolanden ersetzt. - Der kölner Erzbischof Arnold von Wied (St) ist in Jerusalem. - Pfalzgraf bei Rhein Hermann von Stahleck (St) beteiligt sich am Wendenkreuzzug. - Grafensohn Adolf von Berg begleitet seinen Vater, den kloster siegburger Vogt Graf Adolf von Berg II auf dem Zweiten Kreuzzug. - Letzte schriftliche Aufzeichnungen von Gerlach von Büdingen (St). - Bernhard von Clairveaux vollbringt am Dreikönigstag in der Kilians-Kirche in Bad Kreuznach ein Heilungswunder.

1148 Nach dem Tod von Wildgraf Emicho VI spalten sich Raugraf Emich I (St) von Bruder Wildgraf Konrad (St) ab. Die Söhne von Raugraf Emich II teilten ihren Besitz in eine Stolzenberger und Baumburger Linie. - Graf Otto von Salm II erhebt Erbansprüche gegen Hermann von Stahleck (St) um die Pfalz. Hermann von Stahleck (St) raubt die Burgen Treis und Reineck von Otto von Reineck aus luxemburgischen Geschlecht, die dieser dem kölner Erzbischof übergibt. - König Konrad von Staufen III erreicht mit seinem Kanzler, dem kölner Erzbischof Arnold von Wied (St) Jerusalem scheitert aber mit dem französischen König Ludwig VII ein gemeinsames Heer zu bilden, wodurch die Belagerung von Damaskus scheitert und zieht über Griechenland krank zurück. - Der kölner Erzbischof Adalbert motiviert sein Heer gegen Pfalzgraf Hermann von Stahleck (St) so, dass Hermann von Stahleck (St) um Frieden bittet. - Rembold von Isenburg (St) schenkt Maischad der Abtei Maria Laach. - Grafensohn Adolf von Berg fällt im Zweiten Kreuzzug beim Rückzug von der erfolglosen Belagerung von Damaskus. - Berthold von Eberstein kehrt vom Zweiten Kreuzzug zurück. - Der Stammvater Eberhard von Erbach stirbt als Feind von Kloster Lorsch einen qualvollen Tod. - Graf Otto von Cappenberg stiftet die Reliquien von seinem Bruder Graf Gottfried von Cappenberg dem Kloster Cappenberg.- Der fuldaer Abt Alehof wird in Trier von Papst Eugen III abgesetzt, gibt sein Amt ab und stirbt darauf.

1149 Herman von Stahleck (St) erobert erneut Burg Rheineck. - Der 2. Kreuzzug wird abgebrochen. - Bernhard von Clairveaux gerät in die Kritik. Der kranke König Konrad von Staufen III zieht über Salzburg und Speyer nach Norden und erobert dabei Burg Rheineck. In Boppard erreicht König Konrad von Staufen III die Nachricht, dass sein Kanzler Arnold von Wied (St) zum neuen kölner Erzbischof gewählt wurde. Burg Schönburg über Oberwesel wird erbaut. - Otto von Salm II (St) bekämpft für seine Erbansprüche an der Pfalzgrafschaft Hermann von Stahleck (St), wird von Hermann von Stahleck (St) gefangen genommen und auf der Schönburg bei Oberwesel erdrosselt, da er Erbansprüche an Hermann stellt. - Die Grafen von Sayn befehden die Grafen von Maulbach um die Bonner Erbschaft. - Die Bettdeckenweber in Köln bilden eine Zunft.

1150 Wetter: Hungersnot in Heidelberg nach hartem Winter. - Der mainzer Erzbischof Heinrich Felix von Harburg entzieht dem kölner Erzbischof Arnold die Propstei Limburg an der Lahn. - In Limburg wird eine hölzerne Brücke über die Lahn erbaut. - Die Tempelritter werden zu geistlichen Agenten für Finanztransaktionen. - Matthäus Platearius verfasst in Salerno sein umfassendes Pharmazielexikon Circa instans. - Der mainzer Burggraf Ludwig von Loon und Rieneck I lässt an der nordöstlichen Grenze seiner Grafschaft Rieneck Burg Rieneck erbauen. - Die erste Erwähnung einer Herbstmesse in Frankfurt. - Ersterwähnung des Pfalzgrafentitels. - Gebhard von Henneberg wird Bischof in Würzburg. - Konrad von Hagen und Arnsburg II (St) und seine Frau Luitgart von Bickenbach stiften auf dem ehemaligen Kastell das fuldaer Benediktinerkloster Altenburg. Der tapfere Ritter Hildebert, Grossneffe des Abtes Bernhelm, kehrt vom Kreuzzug über Griechenland zurück und bringt Reliquien aus Jerusalem und Konstantinopel mit. - Ein Godebud von Weyersbach lässt Burg Dalberg als speyerer Lehen erbauen. - Die Kaiserpfalz Wallhausen ist eine Wasserburg mit Martinskapelle. - Der fuldaer Abt Markward übernimmt ein marodes von den Meiern veruntreutes Klostergut, an dem sich der örtliche Adel bedient. Abt Markward besetzt ihre Höfe. Da den neuen Besitzern die Augen ausgestochen werden und einige erschlagen werden greift Abt Markward hart durch und setzt die alten Besitzverhältnisse mit Waffengewalt wieder her. Verlorengegangene und fiktive neue Dokumente werden vom fuldaer Mönch Eberhard aus einer thüringer Ministerialenfamilie, im Codex Eberhardi, gefälscht. - Das reichunmittelbare Burggrafengeschlecht von Rheineck stirbt aus. - Der neue fuldaer Abt Marquard übernimmt eine verschuldete und marode Infrastruktur.

1151 Während Friedrich von Staufen I Barbarossa gegen Mailand kämpft fällt sein Halbbruder Pfalzgraf Konrad (St), der Schwager von Graf Gottfried von Sponheim II (St) Clerveaux, Hamm und Ouren, in der Eifel in kurkölner Land ein und zerstört Burg Rheineck bei Andernach. Der kölner Erzbischof Reinald von Dassel vereitelt die Eroberung durch die Mobilisierung von 125 000 Mann und erhält dafür die Gebeine der Heiligen Drei Könige aus dem eroberten Mailand geschenkt. - Wolfram von Eschenbach kritisiert mystische Klostermedizin bei Ritter Gawan. - Graf Ludwig von Loon und Rieneck I, Burggraf, Erzkämmerer von Mainz, Schirmvogt des Stiftes von Aschaffenburg und Erbtruchseß von Würzburg, erbaut castrum Rinecke, Burg Rieneck. - Conradus von Frankenford zieht nach Wetzlar. - Hildegard von Bingen widersetzt sich dem Wunsch des mainzer Erzbischofs Heinrich I Felix von Harburg ihre Vertraute Richardis von Stade, Schwester des bremer Erzbischofs, als neue Äbtissin ins Kloster Bassum zu schicken und wendet sich sogar vergeblich an Papst Eugen III. Äbtissin Richardis von Stade stirbt nach einigen Monaten und wird von Hildegard von Bingen verhöhnt. - Konrad von Hagen II und Arnsburg und seine Frau Luitgart erhalten als Ausgleich für Kloster Altenburg den unbesiedelten Münzenberg. - Graf Kraft von Sponheim (St), ein Sohn von Graf Meginhard von Sponheim verlobt sich vergeblich mit der Grafentochter Dementia von Homburg, die bereits dem Kloster Trier versprochen ist und wird Mönch in seinem Kloster Sponheim. - Die Burg in Cochem wird von König Konrad III besetzt und zur Reichsburg erklärt.

1152 In Frankfurt wird Friedrich von Staufen I Barbarossa zum König gewählt. Der mainzer Erzbischof Heinrich Felix von Harburg bleibt der Krönung fern. - Auf dem Weg zur Schlichtung des Streits zwischen den Grafen von Sayn und den Herren von Molbach stirbt der erfolgreiche und kriegerische trierer Erzbischof Albero von Montreuil. - Burg Reichartshausen wird erbaut und dort Wein von Kloster Eberbach für Köln verschifft. - Die sayner Stammburg Alte Burg und die Burg Blankenberg werden teilweise vom kölner Erzbischof Arnold von Wied II (St) und dem trierer Erzbischof Hillin wegen fortgesetzten Landfriedensbruchs belagert, zerstört und gezwungen ihre Reichsunmittelbarkeit aufzugeben und ihre Burg Sayn als trierer Lehen ohne Heeresfolgepflicht zu empfangen, woraufhin Eberhard von Sayn I (St) und sein Bruder Graf Heinrich von Sayn (St) ihre Residenz nach Blankenberg verlegen. - Die aus einer neuen Ministerialenfamilie stammende Äbtissin von Kloster Andernach Tenxwind tadelt die Äbtissin von Kloster Rupertsberg Hildegard von Bingen wegen ihrer Selbstdarstellung als Heilige dass die Nonnen an Festtagen beim Psalmengesang mit losen Haaren in der Kirche stehen, als Schmuck glänzendweiße bodenlange Seidenschleier, golddurchwirkte Kränze und goldene Ringe tragen und nur Adelige sind. - Graf Eberhard von Sayn (St) ist im Gefolge von Kaiser Friedrich von Staufen I Barbarossa in Köln. - Fähre zwischen Alt-Wied und Andernach bei Feldkirchen. - Wilhelm von Luxemburg-Gleiberg errichtet die Wasserburg Gießen und verlegt seinen Sitz von Burg Gleiberg an die Lahn. - Reichstag in Dortmund mit dem kölner Erzbischof Arnold von Wied II (St). - Heinrich von Molsberg ist widerrechtlich im Besitz von Hof Bendorf.

1153 Graf Adalbert von Nörvenich, nennt sich Graf von Molbach (Maubach). - Heinrich I von Isenburg ? (St) kommt an die Macht. - Bernhard von Clairveaux stirbt. 180 der 350 Zisterzienserklöster befinden sich in Frankreich. - König Friedrich von Staufen I Barbarossa setzt den mainzer Erzbischof Heinrich Felix von Harburg ab und macht gegen den Willen der Mainzer unter dem mainzer Vitztum Meingot seinen Reichskanzler Arnold von Selenhofen zum mainzer Erzbischof.

1154 Ruprecht von Laurenburg II (St) wird mit dem Kirchenbann belegt. - Erste Malteserordenskommende. - Der Halbbruder von Graf Heinrich von Katzenelnbogen II (St), Pfalzgraf Hermann von Stahleck (St), Schwager von König Konrad III und Onkel von Friedrich von Staufen I Barbarossas hält sich den rheinischen Kurfürsten übergeordnet und, verwüstet mainzer Territorium von dem mainzer Erzbischof Arnold von Selenhofen mit Hilfe der örtlichen Adeligen u.a. Graf Gottfried von Sponheim II (St), Katzenelnbogen, Graf Emicho von Leiningen (St) und den Wildgrafen. - Die Schwester Mechthild des sponheimer Abtes Bernheim stirbt in einer extra für sie erbauten Frauenklause neben dem Männerkloster Sponheim. Sie war aus einem Kloster bei Mainz und mit einer befreundeten Nonne Sophie gekommen. Sie soll so fromm gelebt haben, dass man in ihr eine Heilige sieht. Bei ihrer Beerdigung hört man englische Lobgesänge. - Bischof Geoffrey of Monmouth stirbt. Er verehrt den Schmied Wieland von Siegen. - Burkhard von Kästenburg (Hambacher Schloss) ist Reichsministerial. - Eberhard von Erbach ist Ministerial der Grafen von Lauffen.

1155 Kaiser Friedrich von Staufen I Barbarossa verurteilt an Weihnachten in Worms seinen Onkel Pfalzgraf Hermann von Stahleck / Höchstadt (St) und dessen Halbbruder Graf Heinrich von Katzenelnbogen II (St) und acht weitere Grafen, darunter ihre Parteigänger Graf Emicho von Leiningen (St), Graf Gottfried von Sponheim II (St), Rhein-Graf Konrad von Kirchberg alias Wildgraf Konrad (St) und Graf Heinrich von Diez II (St) als Landfriedensbrecher wegen Befehdung des Mainzer Bistums unter dem mainzer Erzbischof Arnold von Selenhofen zur Harnescharre, der Strafe des Hundetragens, einen Hund eine Meile öffentlich am Hals durch Eis und Schnee zu tragen. Pfalzgraf Hermann von Stahleck (St) behält zwar seine Stellung erholt sich aber von dieser Schmach nicht mehr. Für den greisen mainzer Erzbischof Arnold von Selenhofen wollen der mainzer Burggraf Ludwig von Looz-Rieneck und Graf Wilhelm von Gleiberg (St) die Strafe übernehmen. Die Strafe wird ausgesetzt.

Burg Klopp bei Bingen wird als mainzer Zollverstärkung erbaut. - Der Bruder der Heiligen Elisabeth von Schönau (26) Egbert von Schönau, schreibt ihre Visionen in lateinischer Sprache nieder. - Graf Megenhart (Meinhard) von Sponheim (St) stirbt. - Kaiser Friedrich von Staufen I Barbarossa reformiert das Universitätsrecht und verleiht der Universität Bologna eine eigene Gerichtsbarkeit. - Der bayerische Pfalzgrafensohn Otto von Wittelsbach (St) erobert erfolgreich mit 200 Kämpfern für Kaiser Friedrich von Staufen I Barbarossa die Festung Veroneser Klause. - Ein einfacher Kämpfer lehnt vor Tortona den von Kaiser Friedrich von Staufen I Barbarossa als Auszeichnung vorgesehenen Ritterschlag wegen seiner bescheidenen Verhältnisse ab.

1156 Der Halbbruder von Graf Heinrich von Katzenelnbogen II (St), Pfalzgraf Hermann von Stahleck - Höchstadt (St) stirbt und sein Besitz wird von Kaiser Friedrich von Staufen I Barbarossa an seinen eigenen Stiefbruder den neuen Pfalzgraf bei Rhein Konrad von Staufen (St) übertragen. - Die Vogtei des Bistums Worms geht von den Grafen von Saarbrücken an Pfalzgraf Konrad von Staufen (St). - Das Herzogtum Österreich löst sich von Bayern. - Guntram von Hattstein hat gute Beziehungen zum Stadtherrn von Limburg an der Lahn, Graf Emicho von Leiningen (St). - Pfalzgraf Hermann von Stahleck (St) überschreibt seinen binger Besitz an Hildegard von Bingen. - Kaiser Friedrich von Staufen I Barbarossa bestätigt Bischof Albert I. von Verdun den Besitz der Burg Veldenz. - Baldemar ist wieder Abt des Klosters Bleidenstadt. - Kaiser Friedrich von Staufen I Barbarossa heiratete in Würzburg in zweiter Ehe die minderjährige Beatrix von Burgund (11). - Kaiser Friedrich von Staufen I Barbarossa überträgt die durch den Tod von Pfalzgraf Hermann von Stahleck (St) freigewordene Pfalzgrafschaft bei Rhein und die Reichsburg Stromberg seinem in Alzey aufgewachsenen Halbbruder Pfalzgraf Konrad von Hohenstaufen (St). - Auf dem Reichstag in Frankfurt befiehlt Kaiser Friedrich von Staufen I Barbarossa einen Frieden zwischen Heinrich dem Löwen und dem bremer Erzbischof Hartwig von Stade, dem Sohn von Richardis von Sponheim-Lavanttal. - Werner von Bolanden II (St) betätigt sich in der Reichspolitik. - Kaiser Friedrich von Staufen I Barbarossa ordnet den Stadtfrieden in Worms. - Der prümer Vogt Graf Friedrich von Vianden (St) stirbt.

1157 Graf Berthold von Katzenelnbogen I (St) (1157-1179) heiratet Adelheid von Lauffen. Graf Heinrich von Katzenelnbogen II (St) ist wieder am Hof in der Umgebung von Kaiser Friedrich von Staufen I Barbarossa.

Den Mönchen des Klosters Eberbach wird die Mitwirkung an weltlichen Bauten vom Generalkapitel untersagt. - Der erste Markgraf, Albrecht der Bär gründet die Mark Brandenburg. - Auf dem Reichstag von Besançon stoppt Kaiser Friedrich von Staufen I Barbarossa den bayerischen Pfalzgraf Otto von Wittelsbach (St), der zwei päpstliche Legaten mit gezücktem Schwert bedroht, weil sie darauf bestehen, dass der Kaiser Lehensnehmer des Papstes sein soll. - Die Grafen von Henneberg sind Burggrafen von Würzburg. - Graf Eberhard von Sayn (St) ist im Gefolge von Kaiser Friedrich von Staufen I Barbarossa in Trier. - Graf Eberhard von Sayn (St) führt den Grafentitel. - Der fuldaer Abt Markward nimmt am Reichstag in Fulda von Kaiser Friedrichs I Barbarossa bei der Weihe des wiederhergestellten Teils der Basilika teil. - Kaiser Friedrich von Staufen I Barbarossa löst alle Zollstellen auf dem Main zwischen Bamberg und Mainz auf und beschränkt sie auf die Zollstellen Neustadt und Aschaffenburg und die Reichszollstelle Frankfurt. - Kaiser Friedrich von Staufen I Barbarossa bestätigt dem trierer Erzbischof das Kloster St. Maximin. Unter den Zeugen befinden sich die Graf Heinrich von Namur (St), Simon von Saarbrücken (St), Sohn von Mechthild von Sponheim, Graf Gottfried von Sponheim (St), Graf Volmar von Blieskastel (Castele ), Graf Konrad von Kirburg (Cherberc ), Graf Gerlach von Veldenz (St), Graf Heinrich von Katzenelnbogen (St), Graf Eberhard von Sayn (St) (Seine ) und sein Bruder Graf Heinrich von Sayn (St), Graf Heinrich von Virneburg, Graf Theoderich von Ahr und sein Oheim Ulrich (patruus eius ), Florentius von Holland, Simon von Clerf (Clara Ualle ) und Heinrich von Tübingen, Berenger von Ravenstein, Bruno von Burgau (Burcowe ), Ulrich von Warthausen, Methfried von Neumagen (Numage ) und sein Bruder Eberhard, Kuno von Malberg, Wiric von Bettingen (Beitingen ), Arnold von Sierck (Seric ), Ulrich von Braunshorn (Bruneshore ), Konrad von Boppard (St) (Bohbarden ), Wolfram von Rheingrafenstein (St). - Der mainzer Erzbischof Arnold von Selenhofen kauft Burg Gelnhausen. Die Güter um Höchstadt des verstorbenen Pfalzgraf Hermann von Stahleck - Höchstadt (St) fällt mit den Halsgerichtsrechten an den kaisertreuen bamberger Bischof Eberhard von Otelingen. - Graf Eberhard von Sayn (St) kauft das Haus von Graf xxx von Blankenheim in Köln. - Die gesamte Burg Stahleck wird nach dendrochronologischen Untersuchungen erbaut.

1158 Dietrich von Wied (St) ist erster Graf des Geschlechts. - Die Grafen Ruppert von Nassau II (St) und Arnold von Nassau II (St) werden endgültig mit Nassau belehnt und nennen sich nach ihrer Burg. - München wird urkundlich erwähnt. - Conrad von Heppenheft, ein mainzer Ministerial und Embricho von Winkel sind Vormund des noch minderjährigen Rheingrafen Embricho II und fechten stellvertretend für ihr Mündel die Klosterschenkung eines verstorbenen Verwandten an. - Burg Stahlberg wird vom kölner Erzbischof Friedrich von Berg erbaut. - Der Reichsministeriale Werner von Bolanden II (St) ist bei einem Aufstand in Mainz gegen den mainzer Erzbischof Arnold von Selenhofen dabei. Der Domschatz wird geraubt. Der mainzer Erzbischof Arnold von Selenhofen begleitet Kaiser Friedrich von Staufen I Barbarossa nach Italien und erobert nach seiner Rückkehr Mainz gewaltsam. - Der Reichsministeriale Werner von Bolanden II (St) übernimmt Falkenstein. - Das Wirthaus Zum Riesen in Miltenberg besteht. - Der Abt von Kloster Schönau besorgt Reliquienteile des Heiligen Cyriacus, wodurch Kloster Schönau ein beliebter Wallfahrtsort wird. - Kaiser Friedrich von Staufen I Barbarossa beansprucht in der Ronkalischen Konstitution Verfügungsrechte auf Silber und Salz, die aber zunächst nur in Italien gelten. - Kaiser Friedrich von Staufen I Barbarossa sendet Graf Emicho von Leiningen (St) als Gesandten nach Sardinien und Korsika. - Der Onkel von Kaiser Friedrich von Staufen I Barbarossa beschwert sich über italienische Ritter, die aus dem Handwerk stammen.

1159 Der mainzer Erzbischof Arnold von Selenhofen verlässt Mainz. Die aufständischen Bürger zerstören die erzbischöflichen Pfalzen. Kaiser Friedrich von Staufen I Barbarossa entscheidet den folgenden Rechtsstreit für den mainzer Erzbischof Arnold von Selenhofen. - Siegfried von Runkel (St) ist erster der Herrschaft Runkel und Westerburg und Zeuge in Runkel. - Graf Eberhard von Sayn (St) wird im Kloster Siegburg von einer schwerern Krankheit geheilt wofür er und sein Bruder Graf Heinrich von Sayn (St) sich mit einer Schenkung von Weinbergen um Braubach bedanken. - Graf Gotfried von Sponheim I (St) stirbt als Besitzer von Clerveaux aus einer Heirat mit der Tochter von Graf Gerhard von Vianden I, - Bei einer Doppelwahl werden zwei Päpste davon Papst Alexander III in Rom gewählt. - Der neue würzburger Bischof Heinrich von Leiningen (St) wird gewählt.

1160 Graf Berthold von Katzenelnbogen I ( St) und Heinrich von Katzenelnbogen III (St) und Graf Ruppert von Nassau II (St) und Arnold von Nassau I (St) erwerben die von Graf Ludwig von Arnstein an Rembold von Isenburg (St) verkaufte Grafschaft auf dem Einrich. Hermann von Katzenelnbogen (St) ist Domherr in Würzburg.

Wärmerekord in Mitteleuropa - Der rücksichtslose machtbesessene mainzer Erzbischof Arnold von Selenhofen wird in Mainz nach offener Rebellion von den mainzer Bürgern ermordet, unter denen sich führend Gottfried von Eppstein I (St), hervortut und Werner von Bolanden II (St), die Familie von Hausen und Reginbodo von Bingen zu finden sind. Der mainzer Burggraf Ludwig von Looz alias Ludwig von Loon-Rieneck büßt seine Stellung ein. - Burg Greifenstein wird erwähnt. - Graf Rupert von Nassau III (St) wird als Rat von Kaiser Friedrich von Staufen I Barbarossa genannt. - Burg Helfenstein wird vom trierer Erzbischof Hillin von Fallemanien der Burg Ehrenbreitstein vorgelagert erbaut und dort Ministeriale eingesetzt, die sich von Helfenstein nennen. - Graf Heinrich von Sayn (St). - Burg Scharfenstein wird von den Brüdern Werner von Bolanden (St) und Philipp von Bolanden (St) (Philipp von Falkenstein) für den mainzer Erzbischof Christian I von Buch erbaut. Mit ihm ziehen Bolandener, Büdinger und Diezer nach Italien. - Konrad von Hochstaufen (St) heiratet seine zweite Frau Irmingard von Henneberg. - Erbtochter Rheingräfin Lukardis (St) heiratet den mainzer Ministerialen Siegfried vom Stein, Propst von Kreuznach. Siegfried vom Stein nennt sich 1194 Rheingraf Siegfried vom Stein. - Heinrich der Löwe tötet den Oboritenfürst Niklot und zerstört seine Burgen u.a. Rostock, Mecklenburg. - Der im Heiligen Land kriegserfahrene Techniker Magister Marchese läuft zu Kaiser Friedrich von Staufen I Barbarossa über und ersetzt Rammböcke durch selbstentwickelte mobile nach vorne schiebbare Brücken. - Pfalzgraf Konrad der Staufer (St) und Pfalzgraf Otto von Wittelsbach zeichenen sich bei der Belagerung und Eroberung von Crema aus.

1161 Aschaffenburg erhält Stadtrechte. - Der speyerer Bischof Günther von Henneberg stirbt. - Graf Heinrich von Nassau (St) nimmt am zweiten Romzug als Bannerträger des kölner Erzbischof Rainald von Dassel teil. - Die Stadtgemeinde der Stadt Trier kommt unter die Leitung von Schöffen. - Graf Eberhard von Sayn (St) nimmt an der Belagerung von Mailand teil.

1162 Dschingis Khan (bed. scharfer Stahl) wird geboren. - Konrad von Wittelsbach wird mainzer Erzbischof. - Kuno von Münzenberg I -Hagen (St) wird Reichskämmerer. - Kaiser Friedrich I Barbarossa zerstört Mailand. Der aus Ungarn stammende Heinrich zum Jungen (1239 mainzer Patrizier) kämpft im Heeresaufgebot. - Der Raubritter von Alteburg Graf Berthold von Nidda stirbt.- Der klostereberbacher Abt Gerhard lässt im Dorf Reichartshausen einen Klosterhof direkt am Rhein fertigstellen. Durch den Einfluß der Mönche ziehen die Einwohner weg.

1163 Graf Heinrich von Luxemburg IV (St) oder Heinrich der Blinde, trennt sich von seiner Frau, die ihm keine Kinder schenkt. - Kaiser Friedrich von Staufen I Barbarossa lässt wegen der Ermordung des mainzer Erzbischof Arnold von Selenhofen im Kloster St. Jakob durch den Mainzer Brunger und Abt Gottfried das Kloster St Jakob auflösen, nimmt der Stadt Mainz all ihre Freiheiten, Rechte und Privilegien ab und lässt die Stadtmauer schleifen, so dass Mainz den Wölfen und Hunden, Dieben und Räubern offensteht. - Kaiser Friedrich I Barbarossa erhebt die Grafschaft Oranien zum Fürstentum. - Werner von Bolanden II (St) ist für den Schutz von Kloster Bleidenstadt zuständig und im kaiserlichen Gefolge in der Lombardischen Liga, wo er als Unterhändler beim Friedensvertrag mitwirkt. - Im politischen Kampf mit Kaiser Friedrich I Barbarossa auf dem Konzil in Tours unter Papst Alexander III wird wegen Todesfällen und den daraus folgenden theologischen Konflikten die Chriugie für Geistliche verboten und den Badern überantwortet. Erfolglos dagegen wird wegen erpresserischen Exzessen Katzenmusik beim Charivari verboten. Verheerende Auswirkungen hat die Entscheidung Katharer als Ketzer verfolgen und ihren Besitz konfiszieren zu lassen. - Der kölner Erzbischof Reinald von Dassel, lässt einige extremistische Gläubige auf dem Scheiterhaufen verbrennen, die Abt Eckbert von Schönau als Katharer bezeichnet. - Hartrad von Merenberg erbt die westliche Hälfte der Grafschaft Gleiberg. - Das Zisterzienserkloster Eberbach ist im Besitz von 13 Grangien.

1164 Durch die Überführung der Gebeine der Heiligen Drei Könige von Mailand nach Köln wird Köln ein Pilgerort. Der alte kölner Dom wird durch den Pilgeransturm zu klein. - Die Heilige Elisabeth von Schönau (34) stirbt in Kloster Schönau. Die Seherin erfand den ersten Papst, einen Engländer, der nach 1 Jahr und 11 Wochen von seinem Amt zurücktrat, weil er 11 000 englische Jungfrauen, die ihn in Rom besuchten nach Hause begleitete. Da die Heilige Elisabeth von Schönau (34) Papst Cyriacus im Papstkatalog nicht fand, nachdem in Köln-Deutz ein Massengrab entdeckt wurde und das Interesse und die Erwartungen an ihre Person gestiegen waren, behauptete sie in einer Vision von der Heiligen Verena erfahren zu haben, der freiwillige Rückzug aus dem Papstamt sei der Grund für die Löschung aus den Papstkatalogen gewesen. - Wetter: Übermäßige Regenfälle. - Der magdeburger Bischof Wichmann von Seeburg. macht einen Pilgerausflug nach Jerusalem und gerät in Gefangenschaft. - Graf Heinrich von Diez ist Legat von Kaiser Friedrich von Staufen I Barbarossa für das Königreich Ungarn.

1165 Conrad von Steinach I läßt die Mittelburg am Neckar errichten. - Der mainzer Erzbischof Christian von Buch gibt die Direktverwaltung erzstiftiger Stützpunkte wegen der Unterstüzung des staufischen Kaiser Friedrich I Barbarossa in Italien auf und leitet dabei mit der Vergabe von erzstiftischen Gerechtsame und Besitzungen den Verkauf zahlreicher mainzer Burgen und Burgherrschaftsrechten ein. - Die Burg in Bingen wird vom Kaiser Friedrich von Staufen I Barbarossa zerstört. - Hildegard von Bingen erwirbt das Augustiner-Kloster in Eibingen, gründet darin ein Filialkloster auch für Nichtadelige und wird dessen Äbtissin. - Leipzig erhält Stadtrechte. - Werner von Bolanden II (St) tritt in die Dienste von Kaiser Friedrich von Staufen I Barbarossa. - Der mainzer Erzbischof Christian von Buch gibt Burg Rheinberg den Rheingrafen als Lehen auf. - Kaiser Friedrich I Barbarossa lässt den abtrünnigen fuldaer Abt Markward seines Amtes entheben und schiebt ihn auf die Propstei St. Andreas auf dem Fuldaer Neuenberg ab. Kuno von Hagen-Arnsburg (St) nennt sich nach seiner neu erbauten Burg Münzenberg in der Wetterau Kuno von Münzenberg I (St), ein Mitglied der Ministerialenfamilie von Hagen, deren Stammburg Burg Hayn in Dreieichenhain ist. Im Reichsforst Dreiech ist nur der König jagdberechtigt. - Der pfälzer Ministerialensohn Eberhard von Stahleck, alisas Eberhard von Kumbd, wird geboren. Er kommt an den Hof von Pfalzgraf Konrad, auf Burg Stahleck. - Ritter Heinrich von Arnsberg stirbt im Kerker seines Bruders Graf Heinrich von Arnsberg. - Der aus sarazenischer Gefangenschaft entlassene magdeburger Bischof Wichmann von Seeburg bringt Reliquien des heiligen Viktors und Pontianus mit.

1166 Aachen erhält Stadtrechte. - Abt Eberhard von Kloster Eberbach flieht wegen seiner Unterstützung von Papst Alexander III mit einem Teil seines Konvents vor Kaiser Friedrich von Staufen I Barbarossa in das römische Zisterzienserkloster Tre Fontane. - Werner von Bolanden II (St) und Philipp von Bolanden (St) sind auf allen Reichstagen vertreten. - Der amöneburger Burggraf, der Bruder von Graf Gottfried von Ziegenhain I nennt sich Graf Poppo von Hollende. Es ist mainzer Lehen. - Heinrich dem Löwen läßt die Statue Braunschweiger Löwe als Symbol seiner Herzogswürde aufstellen. - Heinrich von Aremberg wird Vitztum in Köln. Sein Vater ist Burggraf in Köln. Das Amt des kölner Burggrafen bleibt bis 1279 in der Familie erblich. - Graf Heinrich von Diez (St) wird Statthalter der Lombardei in Mailand. - Werner von Bolanden II (St) ertauscht sich die Höfe Odernheim und Pfeddersheim als königliches Lehen. - Die Burg Arnsberg des Brudermörders Graf Heinrich von Arnsberg wird von sächsischen Herzog Heinrich der Löwe und dem münsteraner Bischof Friedrich von Are (St) belagert und zerstört. Brudermörder Graf Heinrich von Arnsberg kann fliehen und wird kölner Vasall. - Kaiser Friedrich von Staufen I Barbarossa ertauscht Burg Schönburg, Oberwesel und Jugenheim für Kloster Nienburg vom magdeburger Bischof Wichmann von Seeburg.

1167 Hermannn von Katzenelnbogen (St) unterstützt Kaiser Friedrich von Staufen I Barbarossa in Italien gegn Papst und unterliegt mit ihm in der Schlacht von Legnano. - Das kaiserliche Heer verlässt Rom wegen einer Malariaepidemie. Welf VII (St) stirbt an der Malaria kinderlos. Sein Vater Welv VI (St) verkauft seinen gesamten italienischen Besitz an Kaiser Friedrich von Staufen I Barbarossa, beendet seine politische Aktivität und fördert mit dem Verkaufserlös Dichtkunst, Geschichtsschreibung und Kirchenbau und tröstet sich mit der Abhaltung vielbesuchter aufwändiger Feste. - Der kölner Erzbischof Rainald von Dassel setzt sich gegen Kurtrier um Andernach als südlichsten Posten Kölns durch und erbaut eine Burg in Andernach. - Die uneheliche Tochter Mathilda von Blieskastel, Tochter von Graf Gottfried von Blieskastel, von Heinrich dem Löwen heiratet Graf Heinrich Borwin I von Mecklenburg, der die Städte Rostock und Wismar gründet. - Graf Ruprecht von Nassau III (St) prägt in Siegen Hitarc-Pfennige, exakte Kopien des kölner Erzbischof Philipp von Heinsberg I, Obole und Denare (ohne Münzregal). - Die Grafen von Nassau sind Marschall, Schenken und Bannerträger des kölner Erzbischof Philipp von Heinsberg I. - Graf Heinrich von Nassau (St) stirbt auf dem vierten Romzug. - Der wetzlarer Dompropst begleitet Kaiser Friedrich von Staufen I Barbarossa nach Rom. - In Frankfurt werden dünne, einseitige und gepunzte Wetterauer Gold-Brakteaten und leichte Hälblinge Silber-Pfennige geprägt. - Kaiser Friedrich von Staufen I Barbarossa verwüstet das Umland von Mailand verliert aber dabei 30 Ritter. Mailand übernimmt im Lombardischen Städtebund die Führung. - Kaiser Friedrich von Staufen I Barbarossa verbietet den Ritterschlag für Söhne von Priestern und Bauern. - Graf Heinrich von Diez läßt 200 Mailänder als Geiseln nach Pavia bringen und einkerkern.


1168 Belehnung des würzburger Bischofs Herold mit der Herzogswürde durch Kaiser Friedrich von Staufen I Barbarossa auf dem Reichstag zu Würzburg, woraufhin sich die würzburger Bischöfe Fürstbischöfe und Herzöge nennen. - Graf Ludwig von Loon und Rieneck I nennt sich nach seiner Burg Rieneck. Er ist Burggraf von Mainz, Erbkämmerer von Mainz, Vogt von Aschaffenburg und Erbtruchseß vonWürzburg. - Kaiser Friedrich von Staufen I Barbarossa zerstört Saarbrücken und verbannt die Grafen von Saarbrücken aus der Reichspolitik.

1169 Hermannn von Katzenelnbogen (St) ist Domherr in Würzburg. - Der italienische Vulkan Ätna bricht aus. - Die Staufer errichten einen Königshof in Dieburg (Castrum Dieteburg, Volksburg). - Hildegard von Bingen hat mit ihrem Verwandten dem trierer Erzbischof Arnold freundschaftlichen und liebevollen Briefkontakt. - Der bayerische Pfalzgraf Otto von Wittelsbach (St) heiratet die Tochter des mainzer Burggraf Ludwig von Loon-Rieneck Gräfin Agnes von Loon-Rieneck.

1170 Burg Geroldstein wird von einem Ritter Gerhardt aus dem Hause der Grafen von Katzenelnbogen erbaut.

Durch den Ausspruch von König Heinrich II von England, (beherrscht ein Gebiet vom Mittelmeer bis Schottland) der sich von den Machtbestrebungen der Kirche befreien will Wer erlöst mich von diesem störenden Priester? vor seiner Krönung, wird der Erzbischof von Canterbury, Thomas Brecket ermordet und den befreienden Bestrebungen auf lange Zeit großer Schaden zugefügt. - Der niederländische Minnesänger Heinrich von Veldecke verbindet den Trojaroman, ein Heldenepos mit Ritterkämpfen um den Gründungsmythos des Römischen Reiches erstmals mit dem Thema Liebe in Reimform für ein adeliges Publikum. Seine Mäzene sind der Landgraf von Thüringen und die Grafen von Loon und Rieneck. - Graf Ruprecht von Nassau IV (St) und Graf Heinrich von Nassau II (St) erhalten den wiesbadener Königshof von Kaiser Friedrich von Staufen I Barbarossa zu Lehen um die mainzer Expansionspolitik zu behindern. - Graf Ruprecht von Nassau III (St) prägt in Siegen Obole -Münzen mit seinem Bildnis (ohne Münzregal). - Kaiser Friedrich von Staufen I Barbarossa läßt die Reichsburg Kalsmunt erbauen. - Graf Eberhard von Sayn (St) ist im Gefolge von Kaiser Friedrich von Staufen I Barbarossa in Frankfurt. - Werner von Bolanden II (St) ist ein führender Reichsdienstmann auf allen Hoftagen in Worms, Mainz, Frankfurt, Kaisersalautern, Basel, Straßburg und Gelnhausen. - Mit Abt Gerhard hat das Kloster Eberbach wieder einen Abt. - Kaiser Friedrich von Staufen I Barbarossa läßt die Pfalz Gelnhausen erbauen. - Kuno von Hagen I -Münzenberg beginnt mit dem Erwerb von Rechten und Gütern in der Wetterau. - Hartmann von Büdingen ist Burggraf der Pfalz Gelnhausen.

1171 In Aachen wird die erste Stadtmauer, die Barbarosssamauer erbaut. - Venedig verstaatlicht das Glashandwerk. - Die Herren von Merenberg sind im Besitz der Burg Gleiberg. - Der Minnesänger Friedrich von Hausen tritt als Ministeriale in die Dienste von Kaiser Friedrich von Staufen I Barbarossa. - Der mainzer Burggraf Ludwig von Loon-Rieneck beschwert sich bei seinem Verwandten dem französischen König bei Diplomatentätigkeiten zum Heiligen Römischen Reich Deutscher Nation immer übergangen zu werden. Die mainzer Burggrafentochter Laurette von Loon und Rieneck heiratet Theobald von Bar (St). - Brudermörder Graf Heinrich von Arnsberg läßt seinen Schwiegersohn gefangen nehmen, der seinen Mitgiftsanspruch aufgibt und deshalb freigelassen wird. - Der klostereberbacher Abt Gerhard lässt eine mehrere Kilometer lange Wasserleitung vom Mönchsbrunnen im Wald zum Kloster Eberbach und zur Klostermühle anlegen.

1172

1173 Graf Heinrich von Katzenelnbogen III (St) stirbt

Kloster Eberbach gründet Kloster Arnsburg. - Kaiser Friedrich von Staufen I Barbarossa erlaubt Duisburg jährlich zwei Tuchmessen abzuhalten. Durch die Verlagerung des Rheins etwa 970 und die Verlandung des Altarmes wird die Stadt vom Rhein abgetrennt. - Der klostereberbacher Mönche fühlen sich durch den Straßenlärm gestört. Die Gemeinde Eberbach verlegt den Weg und schenkt dem Kloster Eberbach den Grund dazwischen. - Kaiser Friedrich von Staufen I Barbarossa erhebt angeblich den aus Ungarn stammenden Ritter Heinrich zum Jungen (1239 mainzer Patrizier) in den Adelsstand und veleiht ihm ein Wappen (3 Jagdhörner), wodurch er gefreit ist.

1174 Kaiser Friedrich von Staufen I Barbarossa bestimmt Hermann (St), den Bruder von Graf Heinrich von Katzenelnbogen III (St) zum Bischof von Münster und verwendet ihn später vielfach im diplomatischen Dienst. Hermanns Neffe Graf Berthold von Katzenelnbogen II (St) befindet sich wiederholt in seiner Umgebung.

Die Benediktinermönche verlassen Kloster Arnsburg. Kuno von Hagen I -Münzenberg stiftet seine Burg Arnsburg dem neugegründeten Zisterzienserkloster Arnsburg. - Aus den Herren von Battenberg geht Graf Werner von Wittgenstein I (St) hervor. - Dem höfischen Dienstmann des mainzer Burggraf Ludwig von Loon und Rieneck, dem Dichter Heinrich von Veldeke wird sein zu zwei Dritteln fertiggestelltes Manuskript zu seinem Eneas-Roman gestohlen.

1175 München erhält Stadtrechte. - Graf Eberhard von Sayn (St) ist im Gefolge von Kaiser Friedrich von Staufen I Barbarossa in Padua. - Die Zisterzienser bringen älteste deutsche Apfelsorte Bordorfer Apfel von Kloster Pforta nach Schlesien. - In Deutschland wird Spiegelglas hergestellt, das besonders homogen und glach und beidseitig beschliffen ist.

1176 - Graf Eberhard von Sayn (St) besitzt zwei Häuser in Köln. - Der Welfe Heinrich der Löwen versagt Kaiser Friedrich von Staufen I Barbarossa die Gefolgschaft, wodurch dieser in der Schlacht von Legnano gegen Papst Alexander III die Macht in Italien verliert. - Der kölner Erzbischof Philipp von Heinsberg I ist Gegner von Heinrich der Löwe.

1177 Der Minesänger Otto von Botenlauben Kreuzfahrer und Klostergründer Graf Otto von Henneberg wird geboren. - Der 1165 abgesetzte mainzer Erzbischof Konrad von Wittelsbach (St) wird Bischof von Salzburg. - Kaiser Friedrich von Staufen I Barbarossa wird gezwungen Papst Alexander III die Füsse zu küssen. - In den Städten der Lombardei werden Geldwechselgeschäfte mit stillem Einverständnis von Kaiser Friedrich von Staufen I Barbarossa ohne Beschränkung frei durchgeführt. - Bei den Feierlichkeiten zum Frieden von Venedig wo Kaiser Friedrich von Staufen I Barbarossa dem Schisma abschwört und vom Kirchenbann befreit wird wirft sich Kaiser Friedrich von Staufen I Barbarossa ohne Umhang und schmucklos barfuß Papst Alexander III zu Füßen, küßt die Füße, wird von Papst Alexander III aufgehoben, erhält den Friedenskuß und begibt sich mit Papst Alexander III in die Markuskirche wo das Te Deum erklingt. Graf Heinrich von Diez schwört stellvertretend für kf den Frieden mit der Kirche, den Frieden mit Sizilien und den Waffenstillastand mit den Lombarden.

1178 Der Obotritenfürsten Pribislaw, Herr von Mecklenburg, dessen Sohn mit Gräfin Mathilda von Blieskastel, einer unehelichen Tochter von Heinrich dem Löwen verheiratet ist stirbt bei einem Turnier am Hof von Heinrich dem Löwen in Lüneburg.

1179 Kaiser Friedrich von Staufen I Barbarossa bezieht die Grafschaft von Graf Berthold von Katzenelnbogen I (St) im Kraichgau in den rheinfränkischen Landfrieden mit ein.

Das französische Königshaus trägt erstmals als Wappen die Lilie. - Dem mainzer domkapiteltreuen Herrn von Hainhausen wird der östliche Teil des Königsondergaus als Lehen gegeben, der sich daraufhin Gottfried von Eppstein I (St) nennt und das nassauische Wiesbaden bedroht. Die Eppsteiner stellen im folgenden Jahrhundert fast alle mainzer Erzbischöfe. - Das IV Laterankonzil verbietet erneut Christen, Geld gegen Zinsen zu nehmen. - Hildegard von Bingen stirbt. - Ein sponheimer Mönch, ein Verwandter der Heiligen Hildegard von Bingen stirbt im selben Jahr wie sie und hinterlässt 20 wohlgeschulte Mönche, die Bücher kopieren und gut in Wissenschaften ausgebildet sind. - Graf Bruno von Isenburg erbaut die isenburger Burg Braunsberg bei Anhausen. - Priestermönch David von Himmerod, das letzte Überlebende Gründungskonventsmitglied des Zisterzienserordens und Mystiker stirbt. - An der Hohen Straße zwischen Frankfurt und Köln liegt in Altenkirchen das Wirtshaus Zum weißen Falken. - Unter Theoderich von Wied (St), dem Enkel von Gründer Graf Mefried von Wied (St) wird die Burg Wied fertiggestellt. - Landgraf Ludwig von Thüringen III wechselt von Heinrich den Löwen zu Friedrich von Staufen I Barbarossa und erhält dafür die Pfalzgrafschaft Sachsen. - Agnes von Arnstein, die Erbtochter von Graf Ludwig von Arnstein II, verheiratet mit Graf Heinrich von Zutphen und Gueldern, stirbt.

1180 Die Reichsversammlung in Gelnhausen ächtet Heinrich den Löwen, der auf den Reichstag in Würzburg vorgeladen ist, und nicht kommt. - Fritzlar wird Stadt. - Kaiser Friedrich von Staufen I Barbarossa erhebt Wetzlar durch Freibriefe von Gelnhausen aus zur freien Reichsstadt.- Kirchenbau setzt in Frankreich ein. In folgenden 90 Jahren werden 80 Kathedralen und Kirchen gebaut. - Die Äbtissin Herrad von Landsberg verdammt das Rittertum wegen seiner Streitlust und Beutegier und weil es ständig den vom burgundischen Kloster Cluny um 950 ausgegebene Gottesfrieden und Gotteswaffenstillstand bricht in ihrem Buch Lustgarten als Geissel der Menschheit. Vermehrt werden gute Ritter, die für die Einhaltung des Gottesfriedens und Waffenstillstandsgebots kämpfen und nach ritterlichen Tugenden streben geachtet und verehrt. - Erste bildliche Darstellung eines drehbaren Heckruders auf einem Relief im englischen Winchester. - Der Erec, der erste Artusroman, in dem der unerfahrene Ritter Erec wegen der Liebe zu seiner Frau verspottet, sie mit dem Tode bedroht und trotzdem von ihr gerettet und durch einige Abenteuer geläutert zum Vorbild wird, in deutscher Sprache entsteht. - Burg Hayn (Dreieichenhain) ist zur Reichsburg ausgebaut. - Burg Rodersen, die Oberburg in Rüdesheim wird erbaut. - Beginn des Baus der ersten frankfurter Stadtmauer, der Staufenmauer. - Lambert de Beghe stiftet in Lüttich das erste Beginenhaus. - In Köln wird die weiträumigste Stadtmauer Deutschlands mit 12 Toren und 52 Mauertürmen in der Ringmauer und mehr als 16 Toren und Pforten in der Rheinmauer begonnen. - Hachenburg wird von Graf Heinrich von Sayn II (St) erbaut. - Graf Emicho von Leiningen III (St) stirbt. - Spätestens in diesem Jahr wird Friedberg von Kuno von Hagen I -Münzenberg (St) gegründet. - Eisenach wird urkundlich erwähnt. - Die kaiserlichen goslarer Hüttenbetriebe werden von Heinrich dem Löwen zerstört. Dies führt zur Abwanderung von Bergleuten und der Begründung des Oberharzer Bergbaus. - Pfalzgraf Otto von Wittelsbach I wird erster Wittelsbacher Herzog von Bayern. - Der mainzer Erzbischof Konrad von Wittelsbach I (St) löst mit dem Bau der Burg Heiligenburg gegen die der Residenz Gudensberg des hessischen Landgraf Ludwig III unerbitterte Kämpfe aus. - Die westfälische Herzogswürde sorgt für Ansprüche des kölner Erzbischof auf die nassauer Stadt Siegen. - Auf dem Reichstag in Gelnhausen werden die Lehen von Heinrich dem Löwen neu verteilt. - Wortwin von Hohenberg ist Besitzer der neuerbauten Fachwerkburg Homburg. - In Kloster Eberbach werden große Glasfenster mit Flechtbandmuster eingesetzt. - Burg Ortenberg wird von den Herren von Ortenberg erbaut. - Der pfälzer Ministerialensohn Eberhard von Stahleck, alisas Eberhard von Kumbd, zieht in eine Klause.

.

1181 Hermannn von Katzenelnbogen (St) begleitet Kaiser Friedrich von Staufen I Barbarossa auf seinem Reichsheerzug nach Sachsen. - Der lothringische Goldschmied Nikolaus von Verdun erschafft den Klosterneuburger Altar und den Dreikönigsschrein im kölner Dom. - Heinrich der Löwe wird von Kaiser Friedrich von Staufen I Barbarossa drei Jahre in die Verbannung geschickt, wovon der Kölner Erzbischof Philipp von Heinsberg mit den westfälischen Ländereien provitiert. Das von Heinrich der Löwe eroberte Mecklenburg wird formell Teil des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation und die neu gegründete Stadt Lübeck wird Auswanderungshafen zur Besiedelung von Livland. - Rudolf von Tübingen I erheiratet Gießen durch die Eheschließung mit Mechthild von Luxemburg-Gleiberg (St).

1182 Hermannn von Katzenelnbogen (St) begleitet Kaiser Friedrich von Staufen I Barbarossa auf dem Reichstag in Mainz und in Nürnberg. - Berthold und Mangold von Trimberg sind Domherren in Würzburg. - Die Herren von Hainhausen am Main (Eppstein) bringen sich in den Besitz von mainzischen Gebieten. - Der spätere (1208) römisch-deutsche König, Otto von Welfen IV wächst am englischen Königshof seines Großvaters, dem englischen König Heinrich II auf. - Werner von Bolanden II (St) beschützt die linksrheinischen Gebiete von Kloster Bleidenstadt als Prokurator, einem königlichen Statthalter. - Kaiser Friedrich von Staufen I Barbarossa schickt Hermannn von Katzenelnbogen (St) als erfolgreichen Diplomat zu Verhandlungen mit Papst Lucius III wegen der Doppelbesetzung des trierer Bischofsstuhls. Papst Lucius III verspricht seinen Verzicht.

1183 Hermannn von Katzenelnbogen (St) begleitet Kaiser Friedrich von Staufen I Barbarossa zun Frieden mit der lombardischen Städten nach Konstanz. - Die Herren von Hainhausen am Main (Hagenhausen) sind im Besitz der Burg Eppstein (St) und nennen sich nach ihr. Unter ihren Verwandten befinden sich die Herren von Hausen (Obertshausen), die von Rumpenheim und die von Heusenstamm. - Der salzburger Bischof Konrad von Wittelsbach (St) wird zum zweiten Mal mainzer Erzbischof. - Graf Gottfried von Sponheim (St) beraubt das Dorf Traben. - Der Erzkanzler von Italien und kölner Erzbischof Philipp I von Heinsberg bekämpft Kaiser Friedrich von Staufen I Barbarossa. - Der metzer Bischof Bertram unterstützt den kölner Erzbischof Philipp von Heinsberg I und wird von Werner von Bolanden II (St) als Heerführer aus seinem Bistum vertrieben und das Bistum verwüstet. - Der 10-jährige Ludwig von Wittelsbach, der Kelheimer (St) wird Herzog von Bayern. - Mailand wird Herzogtum. - Graf Poppo von Wertheim begibt sich auf den Kreuzzug. - Burg Nieder-Olm ist im Besitz von Werner von Bolanden II (St). - Der pfälzer Ministerialensohn Eberhard von Stahleck, alias Eberhard von Kumbd, gründet das Zisterzienserkloster Kumbd nach vergeblichen Aufnahmeversuchen im Zisterzienserkloster Schönau bei Heidelberg. - Beim zweiten Amtsantritt des mainzer Erzbischof Konrad von Wittelsbach (St) ist der mainzer Dom verwüstet und das Dach fehlt.

1184 Werner von Bolanden II (St) unterstützt Kaiser Friedrich von Staufen I Barbarossa bei seinen Verhandlungen mit dem Graf von Hennegau auf der Maarau als kaiserlicher Ministeriale. Er wird als sehr kluger Mann bezeichnet, der 17 eigene Burgen mit 1100 lehnspflichtigen Rittern. - Burg Frauenstein in Wiesbaden wird von Heinrich Bodo von Idstein erbaut. - Kaiser Friedrich von Staufen I Barbarossa hält einen glanzvollen Reichstag zu Pfingsten in Mainz, an dem über 40 000 Ritter sowie die geistliche Elite des ganzen Reiches anlässlich der Schwertleite der Söhne Barbarossas teilnehmen und der als größtes Fest des Mittelalters gilt. Graf Rupert von Nassau (St) streitet sich als könischer Bannerträger für seinen Herrn den kölner Erzbischof Philipp von Heinsberg I, mit dem Abt Konrad von Fulda, der den linken Platz, nach angeblich altem Recht, neben Kaiser Friedrich von Staufen I Barbarossa streitig machen will. Der gekränkte kölner Erzbischof Philipp von Heinsberg I will das Fest mit dem streitbaren Graf Rupert von Nassau (St) und anderen verlassen und der Bruder des Königs versucht vergeblich sie aufzuhalten. Der junge König fällt ihm um den Hals und bittet ihn zu bleiben und Kaiser Friedrich von Staufen I Barbarossa gewährt ihm den linken Platz. Landgraf Ludwig von Thüringen III verspottet Graf Rupert von Nassau (St) Heute, Graf, habt ihre euer Lehen verdient! Der Dichter Heinrich von Veldeke, Dienstmann des mainzer Burggrafen von Loon und Rieneck nimmt am Fest teil. Die Burgräfin Agnes von Loon und Rieneck und Gräfin Margarete von Kleve und Hermann von Thüringen sind seine speziell genannten Gönner. - Papst Lucius III erlässt zusammen mit Kaiser Friedrich von Staufen I Barbarossa die bischöfliche Inquisition, bei der alle Bischöfe dreimal pro Jahr ihre Gemeinden nach Ketzern absuchen sollen. - Beim Erfurter Latrinensturz bricht in Anwesenheit von Kaiser Friedrich von Staufen Barbarossas im Obergeschoss der Dompropstei der Fußboden ein. Einige edle Herren fallen in das Erdgeschoss, durchbrechen dort ebenfalls den Fußboden und fallen tötlich verletzt in die darunterliegende Kloake. - Gozmar III von Ziegenhain stirbt. Landgraf Ludwig von Thüringen III überlebt den Erfurter Latrinensturz. - Die nassauer Burg Frauenstein wird zerstört, da sie im mainzer Teilbesitz ist. - Die Stammburg Bolanden des Werner von Bolanden I (St) wird als castrum bolant erwähnt. - Hermannn von Katzenelnbogen (St) ist Kaiser Friedrich von Staufen I Barbarossa in Mainz, der die Besitzungen der Grafen von Namur und Luxemburg an Balduin von Hennegau übergibt. - Heinrich von Sayn II (St) sind zu Gast bei Kaiser Friedrich von Staufen I Barbarossa in Gelnhausen, - Burg Hornberg ist im Besitz der Grafen von Lauffen. - Werner von Bolanden II (St) begleitet Kaiser Friedrich von Staufen I Barbarossa auf seinem Italienzug. Sein Sohn Philipp von Bolanden (St) ist im Gefolge von Königsohn Heinrich von Staufen VI in Italien.

1185 Der französische König Philipp II August macht Paris zur ersten abendländischen Stadt mit gepflasterten Straßen. - Der Bruder von Landgraf Ludwig von Thüringen III Friedrich von Thüringen heiratet die Erbtochter Luitgard des beim Erfurter Latrinensturz 1184 verunglückten Graf Gozmar von Ziegenhain III -Reichenbach erweitert sich der thüringischen Machteinflusses in Hessen, bringt die ziegenhainer Stammburg Reichenbach in thüringischen Besitz und wird Graf von Ziegenhain. - Der bamberger Dom brennt nieder. - Die Familie von der Arken erbaut in Koblenz aus den Resten eines römischen Rundturms einen Wohnbau. - Philipp von Bolanden II (St) befindet sich bei König Heinrich von Staufen VI auf Hochzeitsreise in Italien. - Der Minnesänger Friedrich von Hausen (Mannheim) begleitet König Heinrich von Staufen VI auf der Hochzeitsreise nach Italien. - Der mainzer Burggraf Gerhard von Loon-Rieneck befindet sich bei König Heinrich von Staufen VI auf Hochzeitsreise in Italien.

1186 Im Beisein des münsteraner Bischofs Hermann von Katzenelnbogen (St) wird die neuerbaute Klosterkirche von Kloster Eberbach im Namen der Heiligen Maria und Johannes des Täufers von Abt Arnold geweiht.

Wetter: Grosse Sonnenfinsternis, Pest, vorausgegangener gelinder und kurtzer Winter, Bäume blühen im Januar, im Februar sind Äpfel schon so groß wie Nüsse (Olearius). - Trotz Verbot des Baus von weltlichen Gebäuden sind die Zisterziensermönche von Kloster Eberbach am Bau der Niederburg in Rüdesheim beteiligt. - Am Reichstag in Gelnhausen bekennt sich die Mehrheit der deutschen Erzbischöfe zu Kaiser Friedrich von Staufen I Barbarossa. - Der speyerer Archidiakon und Dompropst Johann I wird erster Kurfürst von Trier. - Das Fehdewesen wird reglementiert. Die Fehde muß mit einem Fehdebrief erklärt und darf erst nach 3 Tagen begonnen werden. - Astronomen befürchten den Weltuntergang, da sich alle bekannten Planeten im Sternbild der Waage treffen. Eine Massenhysterie bricht aus. Der byzantinische Kaiser Thoros lässt die Fenster seines Palastes zumauern. Der Erzbischof von Canterbury ordnet Vorbereitungen mit 3 tägigem Fasten an.

1187 Burg Wittgenstein wird Graf Siegfried von Wittgenstein I (St) als mainzer Lehen aufgetragen. - Jerusalem fällt und das Königreich Jerusalem verlegt seine Hauptstadt nach Akkon. - Graf Otto von Henneberg II wird Bischof in Speyer. - Der Graf Heinrich von Luxemburg IV (St) oder Heinrich der Blinde verlobte seine Tochter Ermesinde von Luxemburg (St) im Alter von zwei Jahren mit Graf Heinrich von Champagne II um sie und ihr Erbe zu beschützen. - Rheingraf Wolfram heiratet Guda von Bolanden (St). - Philipp von Bolanden II (St) stirbt in Italien.

1188 Die heilige Hildegunde (17) stirbt als Mann verkleidet im Zisterzienserkloster Schönau bei Heidelberg. - Kaiser Friedrich von Staufen I Barbarossa hält in Mainz den so genannten Hoftag Jesu Christi ab, auf dem der Dritte Kreuzzug beschlossen wird und sich auch der kölner Erzbischof Philipp von Heinsberg dem Kaiser unterwirft. - Korbach erhält Stadtrechte. - Die Ringmauer um Kloster Sponheim wird vollendet. Graf Kraft von Sponheim (St) erhält ein Stück des Kreuzes Jesu von Papst Alexander III lässt es in Gold fassen und mit Edelsteinen verzieren. Die schönsten Stücke seiner Sammlung sind ein goldenes Kreuz über dem Altar und ein silberner Abtshut (infula) mit Perlen und Edelsteinen. - Kaiser Friedrich von Staufen I Barbarossa schickt Graf Heinrich von Diez (St) zu Sultan Saladin um das lange bestende Freundschaftsbündnis zu kündigen, Saladin aufzufordern Palästina zu verlassen, das heilige Kreuz zurückzustellen und für die getöteten Christen Genugtuung zu leisten. Sultan Saladin weist die Kriegserklärung zurück und ist bereit, die anderen Forderungen zu erfüllen.

1189 Der münsteraner Bischof Hermann von Katzenelnbogen (St) ist Führer einer Gesandtschaft von Grafen, die von 500 Rittern begleitet werden von Kaiser Friedrich von Staufen I Barbarossa zum byzantinischen Kaiser Isaak II Angelus um das Kreuzfahrerheer durch Konstantinopel zu führen. Der münsteraner Bischof Hermann von Katzenelnbogen (St), Graf Rupert von Nassau (St), Graf Walram von Nassau (St) und Graf Heinrich von Diez (St) werden gefesselt und eingekerkert und erst nach einem halben Jahr wieder freigelassen. Graf Rupert von Nassau (St) wird in Konstantinopel Bannerträger der IV Abteilung, die vom Kaiser Friedrich von Staufen I Barbarossa persönlich befehligt wird.

1189 Dritter Kreuzzug . - Der mainzer Erzbischof Konrad von Wittelsbach I (St) kauft die Hälfte der ziegenhainer Stammburg Reichenbach. - Die Pfalzgrafschaft wird von König Heinrich von Staufen VI ohne rechtliche Grundlagen von einem kölner Mannlehen in ein Erblehen umgewandelt damit die Pfalzgrafschaft in der Familie seines Halbbruders Konrad von Hohenstaufen (St) und seiner einzigen Tochter Agnes bleibt. - Heinrich von Isenburg I (St) bricht mit Heinrich von Sayn II (St), Eberhard von Sayn II (St) und Dietrich von Wied (St), Hermann von Baden (St), Heinrich von Sponheim (St), Heinrich von Saarbrücken (St), Eberhard von Reifenberg, Reinhold von Reifenberg, Heinrich von Hagen, mit Kaiser Friedrich von Staufen I Barbarossa und dessen Sohn Friedrich von Schwaben, von Regensburg aus zum Dritten Kreuzzug nach Akkon auf. - Rheingraf Wolfram geht auf den Kreuzzug. - Nach dem Tod seiner beiden älteren Brüder verschwört sich Richard Löwenherz erfolgreich gegen seinen Vater König Heinrich II von England (56), der 2 Tage nach seiner Abdankung in der Burg Chinon stirbt. - Agnes von Bar, die Tochter der mainzer Burggrafentochter Laurette von Loon und Rieneck und Graf Theobald von Bar (St) heiratet den lothringer Herzog Friedrich von Bitsch II . - Engelbert von Berg stirbt schon bei der Anreise zum Dritten Kreuzzug in Serbien. - Kaiser Friedrich von Staufen I Barbarossa gibt Burg Weisenau an den mainzer Erzbischof Konrad von Wittelsbach I (St) zurück, der sie Dudo von Weisenau zu Lehen gibt. - Der trierer Ministeriale Erbmarschall Ludwig von Helfenstein befindet sich in der Vorhut von Kaiser Friedrich von Staufen I Barbarossa und nimmt erfolgreich an der Schlacht bei Philomelion teil. - Der limburger Herzog Heinrich III begibt sich mit seinem Sohn Graf Walram von Luxemburg IV (St) zur Rückeroberung von Jersusalem auf den Dritter Kreuzzug. Sie reisen unabhängig und schließen sich vor Jerusalem Richard Löwenherz an.


1190 Der Bruder von Hermann von Katzenelnbogen (St) Diether von Katzenelnbogen (St) ist Kanzler von König Heinrich von Staufen VI.
Etwa zur gleichen Zeit erbauen die Grafen von Katzenelnbogen an der Grenze der klosterbleidenstädter Terminei die Burg Hohenstein gegen die Grafen von Nassau, nach der sich eine gegen Mitte des 13 Jahrunderts wieder erloschene Linie benennt und werden nach dem Aussterben der Arnsteiner Grafen endgültig mit der Prümer Vogtei über St. Goar belehnt. Diether von Katzenelnbogen III (St) heiratet .....von Lichtenberg

Kaiser Friedrich von Staufen I Barbarossa stirbt. - Der münsteraner Bischof Hermann von Katzenelnbogen (St) führt zusammen mit dem würzburger Bischof Gottfried von Spitzenberg die erste Schlacht gegen die Türken. - Graf Dietrich von Wied (St) beurkundet dass nur die Söhne erben dürfen, nicht aber seine Tochter, die mit Bruno von Isenburg (St) verheiratet ist. - Graf Rupert von Nassau III (St) ist einer der vertrautesten Räte von Kaiser Friedrich von Staufen I Barbarossa, Bannerträger beim Dritten Kreuzzug und beim Tod Barbarossas beim Baden vorort. - Der speyerer Reichkanzler Johann I wird erster Kurfürst von Trier. - Die Spitalbruderschaft Deutscher Orden wird von deutschen Kaufleuten in Akkon gestiftet. - Kuno von Münzenberg (St) baut in Frankfurt-Sachsenhausen einen direkt am Main gelegenen Wirtschaftshof in ein Spital mit angeschlossener Spitalskirche, späteres Deutschordenshaus um, woraufhin die steinerne Alte Brücke erbaut wird. - Kaiser Heinrich von Staufen VI belehnt Ulrich von Münzenberg mit der Grafschaft Wetterau/Nürings. - Heinrich von Sayn II (St) kämpft mit Herzog Johann von Brabant in dessen vierter Abteilung. - Nach dem Tod von Graf Poppo von Henneberg teilen Graf Berthold von Henneberg II, der Minnesänger Graf Otto von Botenlauben und der letzte würzburger Burggraf Poppo von Henneberg VII die Grafschaft. - Lothar, der Sohn von Heinrich der Löwe stirbt als Geisel in Augsburg. - Landgraf Ludwig von Thüringen III stirbt auf der Rückreise von Akkon bei Zypern. - Der Königshof Kamba ist im Besitz von Werner von Bolanden (St). - Arnold von Isenburg II (St) wird auf der von seinem Vater Bruno von Isenburg (St) neu erbauten Burg Braunsberg geboren. - Die Herren von Dorfelden nennen sich nach ihrer Burg Hanau, Herren von Hanau.

1191 Diether von Katzenelnbogen (St), Kanzler von Kaiser Heinrich von Staufen VI stirbt beim Versuch Sizilien zu erobern während der Belagerung Neapels. (Begraben in Koster Schönau). Eine Schwester (St) von Graf Berthold von Katzenelnbogen II (St) heiratet Siegfried von Runkel (St).

Zilesius berichtet Kaiser Friedrich von Staufen I Barbarossa bezeichnet Heinrich von Sponheim (St) als seinen Blutsverwandten. - Auf der mainzer Burg Scharfenstein wird der mainzer Dom-Kanoniker Walther erster Burgmann und nennt sich Walther von Scharfenstein. - Die wohlhabende Maria von Oignies (14) überredet ihren Ehemann zum Verzicht auf Sex und gründet als eine der ersten Beginen ein Lepraspital. - Die Herren Hermann von Elkerhausen und Hiltwin von Elkerhausen sind Ministeriale von Graf Friedrich von Leiningen (St), dem Vogt von Villmar. - Nach dem Fall Akkons stirbt Graf Rupert von Nassau (St) auf dem Meer. - Graf Friedrich von Vianden III (St) kämpft für Kaiser Heinrich von Staufen VI um das lütticher Bischofsamt. - Kaiser Heinrich von Staufen VI scheitert den rechtmäßigen Erbanspruch auf das Königreich Sizilien seiner Frau Konstanze militärisch durchzusetzen.

1192 Gottfried von Eppstein I (St) bezeichnet das Schloss Homburg als Stammstitz seiner Vorfahren. - Gottfried von Eppstein I (St) kauft von Heinrich von Hanau I (St) dessen Rechte an den Burg Eppstein und der Fachwerkburg Homburg mit dem Waldbotenamt für 600 kölner Mark. - Reichstag in Worms. - Adelsverschwörung unter Führung von Heinrich dem Löwen gegen Kaiser Heinrich von Staufen VI. - Papst Coelestin III ernennt den lütticher Erzbischof Albrecht von Löwen. Kaiser Heinrich von Staufen VI verbietet den Kontakt zum Bruder Herzog Heinrich von Brabant I und läßt ihn bei Reims von deutschen Rittern ermorden. Der Mord löst eine antistaufische Stimmung am Niederrhein aus. Reichskanzler Lothar von Hochstaden (St) wird für den Mord verantwortlich gemacht und von Papst Coelestin III gebannt. - Der englische König Richard Löwenherz wird wegen seiner oppositionellen Politik auf der Rückreise vom Dritten Kreuzzug durch Deutschland im Auftrag von Kaiser Heinrich von Staufen VI vom österreichischen Herzog Leopold von Babenberg V gefangengenommen und auf Burg Dürnstein festgehalten. - Mit der Vermählung der Erbtochter Sophia von Raabs mit Friedrich von Hohenzollern I geht die Burggrafschaft Nürnberg an die Hohenzollern über. - In Frankfurt baut Kuno von Münzenberg (St) die steinerne Alte Brücke über den Main. - In Anwesenheit von Kaiser Heinrich von Staufen VI erhält Herzog Ludwig von Wittelsbach Bayern der Kelheimer (St) die Schwertleite. - Auf Burg Eppstein wohnen 5 Burgmannnen. - Der münsteraner Bischof Hermann von Katzenelnbogen (St) lässt die beiden Westtürme am Dom von Münster erbauen. - Christian von Oldenburg wird auf Anweisung seines Bruders nach der Rückreise vom Dritten Kreuzzug von Dienstleuten ermordet. - Wigand von Kronberg ist im Besitz einer Motte, einer Turmburg in Eschborn.

1193 Der englische König Richard Löwenherz wird in Speyer an Kaiser Heinrich von Staufen VI übergeben, der ihn unter anderem auch auf Burg Trifels in der Pfalz inhaftieren lässt, eine Lösegeldforderung von 100.000 Mark stellt und diese von Richards Mutter Eleonore von Aquitanien beglichen wird. König Richard Löwenherz muss die Lehenshoheit des Kaisers akzeptieren. - Die Grafen von Virneburg tauchen in Cunisberch (Königsberg), dem späteren Monreal aus. - Kaiser Heinrich von Staufen VI nimmt das Kloster Springiersbach unter seinen Schutz. - Kuno von Hagen I -Münzenberg (St) ist bei den Verhandlungen von Kaiser Heinrich von Staufen VI über das Schiksal von König Richard Löwenherz anwesend und begleitet ihn nach Italien. - Der Reichsministeriale Trushard von Kästenburg (Hambacher Schloss) ist Stellvertreter von Kaiser Heinrich von Staufen VI in Italien. - In Frankfurt schenkt Kaiser Heinrich von Staufen VI dem frankfurter Schultheiß Wolfram und seiner Frau Pauline den Riedhof (Niederrad). - Kaiser Heinrich von Staufen VI kommt zu einem Reichstag nach Koblenz um die Anhänger des 1192 ermordeten lütticher Erzbischof Albrecht von Löwen mit Geschenken zu besänftigen.

 

1194 Der münsteraner Fürstbischof Hermann von Katzenelnbogen (St) weiht Adolf von Altena I zum kölner Erzbischof.

Der italienische Vulkan Ätna bricht aus. - Bau der isenburger Niederburg in Kobem. - Heinrich von Welfen alias Heinrich der Löwe wandelt die Pfalzgrafenwürde in einen territorialen Adelstitel um. - Kaiser Heinrich von Staufen VI erobert mit dem Lösegeld das normannische Königreich Sizilen und lässt die Königsfamilie nach Deutschland verschleppen. - Einen Tag nach der Krönung des Kaisers Heinrich von Staufen VI zum König von Sizilien wird sein Thronfolger nach 9-jähriger kinderloser Zeit geboren. Eine Geburt in aller Öffentlichkeit auf dem Marktplatz von Jesi mit höchsten Zeugen fördert Zweifel an der Schwangerschaft. Das Kind von einem Metzger soll untergeschoben worden sein. - In Andernach wird dem trierer Bischof Johann I von Kaiser Heinrich von Staufen VI ein Dom geschenkt. - Werner von Bolanden (St) wird mit dem Kirchsatz von Dörsdorf belehnt. - Graf Friedrich von Vianden III (St) wird an der Seite von Graf Heinrich von Luxemburg IV (St) (kaiserliches Lager) im Streit um den Bischofsstuhl in Lüttich von Balduin vom Hennegau V besiegt und kann fliehen. - Kuno von Hagen I -Münzenberg erhält als Belohnung von Kaiser Heinrich von Staufen VI die Hälfte der Münze in Frankfurt. - Burg Schaumburg ist im Teilbesitz der Grafen von Virneburg und kontrolliert die Rindstrasse zwischen Limburg und Katzenelnbogen. - Pfalzgraf Heinrich von Welfen von Braunschweig, der Sohn von Heinrich dem Löwen heiratet in der Hochzeit von Stahleck, einer Liebeshochzeit, in Abwesenheit von ihrem Vater Pfalzgraf Konrad von Staufen (St) aber mit dem Segen ihrer Mutter Irmengard von Henneberg die Erbtochter Agnes von Staufen, die Kaiser Heinrich von Staufen VI eigentlich mit dem französischen König Philipp II August verheiraten wollte. Kaiser Heinrich von Staufen VI verlangt vergeblich die Annulierung der Liebesheirat. - Marschall Eberhard von Anebos ist Marschall von Kaisers Heinrich von Staufen VI in Italien. - Graf Siegfried von Cleeberg II, Herr von Limburg an der Lahn, verheiratet mit Euphemia stirbt.

1195 Beginn einer allgemeinen 3-jährigen Hungersnot - Reichstag in Bari mit Kaiser Heinrich von Staufen VI, der die Weltherrschaft anstrebt. - Die Steinkohle wird in Lüttich als Brennstoff wiederentdeckt. Die Kohle wird flußabwärts exportiert und ein Wirtschaftsfaktor. - Die katzenelnbogener Burg Lichtenberg im Odenwald wird von Graf Heinrich von Katzenelnbogen IV (St) erbaut. - Den Brüdern Eberhard von Eberstein IV und Otto von Eberstein I (St) wird der Grafentitel verliehen. - Burg Sterrenberg ist im Besitz der Herren von Bolanden. - Der mainzer Erzbischof Kardinal Konrad von Wittelsbach I (St) entscheidet sich selbst am Kreuzzug teilzunehmen. - In Worms findet ein prächtiger Kreuzzugshoftag statt an dem Heinrich von Sayn II (St) anwesend ist. - Bruno von Sayn (St) bewirbt sich vergeblich als Bischof von Lüttich. - Gesandte von Kaiser Heinrich von Staufen VI fordern in Byzanz einen Streifen von Durazzo bis Thessalonike sowie die Bereitstellung einer Flotte für den Kreuzzug. Des byzantinische Kaisers Isaak II wird durch seinen Bruder Alexios III gestürzt. Heinrichs Bruder Philipp heiratet eine Tochter Isaaks weshalb Kaiser Heinrich von Staufen VI die Rechte des gestürzten Kaisers fordert sich aber zunächst mit einem Tribut der Byzantiner von 800 Kilogramm Gold jährlich zufrieden gibt um die Kreuzzugsforderung von Papst Coelestin III zu erfüllen. - Die Stadt Grünberg wird vom mainzer Erzbischof Kardinal Konrad von Wittelsbach I (St) zerstört. - Auf dem Reichstag in Worms lehnen es die Fürsten ab den Sohn von Kaiser Heinrich von Staufen VI im Rahmen der Kreuzzugsvorbereitungen zum deutschen König zu wählen. - Eberhard von Eberstein nennt sich Graf, gewissermaßen berechtigt durch seinen wirtschaftlichen Erfolg im Murgtal mit der Duldung Kaiser Heinrichs von Staufen VI. - Das Kaiserhaus in Gelnhausen brennt nieder. - Reichstag in Gelnhausen. - Graf Friedrich von Vianden III (St) beginnt einen Kampf mit dem trier Erzbischof Johann I um seine Burg Arras zurück zu bekommen und nimmt den trierer Erzbischof Johann I gefangen. - Gerlach von Isenburg-Kobern (St) wird vom trierer Erzbischof Johann I gezwungen seine beiden Burgen Oberburg alias Aldenburg und Niederburg als trierer Lehen anzunehmen.

1196 Große allgemeine Hungersnot in Mitteleuropa. - Kaiser Heinrich von Staufen VI verkündet auf dem Reichstag in Würzburg den sogenannten Erbreichsplan um das Wahlkönigtum in ein Erbkönigtum umzuwandeln wofür als Gegenleistung für alle Fürsten auch alle Reichslehen erblich werden. Am Weihnachtsfest stimmen in Erfurt alle Fürsten endgültig zu und wählen Friedrich II (02) zum König. - Wolfram von Stein nennt sich erstmals Rheingraf. Seine Burg nennt er Rheingrafenstein. - Der heilige Rock im trierer Dom wird in einen neuen Ost-Chor umgebettet und verdrängt die Sandalen von Jesus der Abtei Siegburg an Popularität als Wallfahrtsstätte. - Die Niederadeligen von Katzenelnbogen leben auf Burg Katzenelnbogen. - Kaiser Heinrich von Staufen VI macht Vogteirechte auf den Territorien von Kloster Lorsch geltend um den Pfalzgraf Heinrich zu verdrängen. Kaiser Heinrich von Staufen VI überträgt dass Kloster Lorsch dem mainzer Erzbischof Kardinal Konrad von Wittelsbach I (St). - Marschall Heinrich von Anebos ist Marschall von Kaisers Heinrich von Staufen VI.

1197 Schloss Schaumburg wird zum ersten Mal im Besitz von Gräfin Elise von Westerburg-Leiningen (St), der Tochter von Graf Emicho von Leiningen (St) erwähnt. - Die Grafenbrüder Ruprecht von Nassau V (St) und Heinrich von Nassau II (St), der Reiche, beginnen eine gemeinsame Regierung nach Ende der Vormundschaft ihrer Mutter. - Von den 12 Insassen der Frauenklause von Kloster Sponheim sterben 6. Unter ihnen die aussergewöhlich schöne Nonne Ottilie, Tochter des Ritters Heinrich von Kreuznach. Die übrigen 6 Jungfrauen sterben kurz darauf. Trotzdem werden in das Kloster ständig neue Frauen aufgenommen, teils aus unglückliche Liebe oder der Annehmlichkeit sorgenfreier Zurückgezogenheit, oder wenn sich ihre Eltern von ihren Sünden freikaufen wollen. Das Männerkloster und die Frauenklause begehen gemeinsam den Gottesdienst, die Frauen sind dabei verschleiert. - Der mainzer Erzbischof, Kardinal Konrad von Wittelsbach I (St) fährt als Vorhut für Kaiser Heinrich von Staufen VI nach Palästina und ist politisch nicht mehr erreichbar. - Kaiser Heinrich von Staufen VI stirbt in Italien an Malaria oder Ruhr und die Kaisermacht bricht zusammen. - Der auf der Burg Stahleck residierende Pfalzgraf Heinrich unternimmt eine Palästinafahrt nach Jerusalem und verpfändet dafür die Rechte auf dem Maifeld an Graf Heinrich von Sponheim (St), Graf Albert von Sponheim (St) und Graf Gottfried von Sponheim (St). - Der kölner Vitztum Heinrich von Aremberg, verheiratet mit Mathilde von Sayn (St) wird Burggraf von Köln. - Der mainzer Ministeriale Stammvater Ritter Johann von Ingelheim gewinnt ein Ritterturnier in Nürnberg. - Friedrich von Erbach nimmt an einem Turnier in Nürnberg teil.

1198 Kunigunde von Katzenelnbogen (St) heiratet Graf Heinrich von Diez II (St).

Ende einer großen allgemeinen Hungersnot. - Schwere Judenpogrome in Mainz, - Der mainzer Erzbischof Konrad von Wittelsbach (St) flüchtet nach Rüdesheim auf seine Burg. - Papst Innozenz III nennt sich als erster Papst Stellvertreter Christi und will die Weltherrschaft der Staufer durch die Weltherrschaft des Papsttums ersetzen. - Große Teile der Stadt Koblenz werden zerstört. Im Streit zwischen Otto von Staufen IV und Philipp dem Staufer erobert und brandschatzt dieser die Stadt Andernach, bei der der neue Dom abbrennt. - Der unfreie Dienstmann des mainer Erzbistums Werner von Bolanden III (St) versucht St. Goar einzunehmen und stirbt. Sein Sohn Philipp begründet später die Linie Falkenstein. - Da der designierte König Friedrich II erst 3 Jahre alt ist wird der Bruder von Kaiser Heinrich von Staufen VI Herzog Philipp von Schwaben in Thüringen zum neuen König gewählt und statt in Aachen in Mainz und statt vom kölner Erzbischof vom unbefugten Coronator, dem burgundischen Erzbischof Aimo von Tarentaise gekrönt, während die Opposition auf Einfluss von Papst Innozent III mit Unterstützung von König Richard Löwenherz Otto IV von Welfen von Braunschweig (16) in Aachen wählt und durch den kölner Erzbischof Adolf I von Altena allerdings ohne Reichsinsignien krönen lässt. - Johann I wird erster trierer Erzbischof und Mitglied des Kurfürstenkollegiums und wird von Graf Friedrich von Vianden III (St) im Kampf um Burg Arras gefangen genommen, allerdings auf Druck von Pfalzgraf Heinrich von Welfen von Braunschweig I wieder freigelassen und erreicht einen erfolgreichen Friedensvertrag. - Pfalzgraf Heinrich von Welfen I der Lange erbaut Burg Thurand und benennt sie nach der libanesischen Festung Thuron bei Tyros. - Der Minnesänger Walter von der Vogelweide fleht Hilf, Herr, Deiner Christenheit!. - Ritter Heinrich Walpot von Bassenheim, wird erster Hochmeister des Deutschen Ordens. - Der 8-jährige Heinrich von Nassau II ererbt den Grafentitel Graf Heinrich von Nassau II (St). - Kuno von Hagen I -Münzenberg und Graf Friedrich von Vianden III (St) unterstützent den schwäbischen Herzog Philipp von Staufen.

1199 Richard Löwenherz stirbt nach der Entfernung eines Armbrustbolzens, einer eigentlich vom Papst geächteten Waffenart, an Wundbrand. - Kuno von Hagen I -Münzenberg (St) verwüstet im Thronstreit hessische Besitzungen von Landgraf Hermann von Thüringen. - Berthold von Katzenelnbogen ist bei König Philipp von Staufen in Worms.

1200 Der oberste Beamte der Königspfalz Frankfurt, der Vogt, wird durch einen Schultheißen abgelöst. - Der Knopf löst ein neues Zeitalter durch eng anliegende Kleidung aus. - Der mainzer Erzbischof Konrad von Wittelsbach (St) stirbt. Das mainzer Schisma beginnt. Siegfried von Eppstein II (St) wird in Bingen von einer Minderheit des mainzer Domkapitels um König Otto IV von Welfen von Braunschweig gewählt und die Mehrheit des Domkapitels um König Philipp von Schwaben wählt Leopold von Schönfeld II zumk neuen mainzer Erzbischof. Der neue mainzer Erzbischof Leopold von Schönfeld II vertreibt den mainzer Erzbischof Siegfried von Eppstein II (St) mit Hilfe von König Philipp von Schwaben aus Bingen. Der mainzer Erzbischof Siegfried von Eppstein II (St) flieht nach Köln, verbündet sich mit König Otto IV von Welfen von Braunschweig, kehtrt zurück und erobert Bingen und Mainz. - In Roßdorf existiert ein von den Antonitern gegründete Kloster zur Eindämmung des Antoniusfeuers. - Werner von Bolanden III (St) und sein Bruder Philipp von Bolanden III (St) wechseln die Seiten von König Philipp von Staufen zum welfischen König Otto IV von Braunschweig und unterstützen damit die Wahl ihres Onkels Siegfried von Eppstein II (St) zum neuen mainzer Erzbischof. - Konrad von Boppard erbaut die Reichsburg Schöneck. - Der mainzer Erzbischof Konrad von Wittelsbach (St) stirbt. Als Schutzherr aller deutschen Juden führte er den Judeneid ohne entehrende Zusätze ein. - Der Hochmeister des Deutschen Ordens Heinrich Walpod von Bassenheim stirbt im Heiligen Land und wird in Akkon begraben.

1201 Wetter: Extrem harter Winter. - Franz von Assisi kämpft im Städtekrieg zwischen Assisi und Perugia und wird nach monatelanger Gefangenschaft und Erkrankung bescheiden und fromm. - Graf Friedrich von Vianden III (St) folgt seinem Onkel dem prümer Abt Gerhard von Vianden und wechselt zu Papst Innozenz III über. - Graf Adalbert von Sponheim (St) beteiligt sich am Kreuzzug und der sponheimer Abt Rupertus verwaltet die Grafschaft.


1202 Graf Berthold von Katzenelnbogen II (St), der Neffe Bruder Hermanns von Münster begibt sich über Venedig auf den lateinischen Kreuzug, bei der anstatt Ägypten dann Konstantinopel erobert und geplündert wird und das lateinische Kaiserreich ensteht.

4. Kreuzzug (-1204). - Der venetianische Doge Dandolo befürchtet, dass seine Schiffe vom Kreuzfahrerheer nicht bezahlt werden und setzt sich mit seinem 300 Schiffe umfassendes venezianisches Heer an die Spitze des 4. Kreuzzuges und erobert Zadar. Das Kreuzzugsheer wird von Papst Innozenz III exkommuniziert. - Graf Hermann von Virneburg III beteiligt sich am Kreuzzug. - Die weißen Mönche des heiligen Norbert ziehen aus Steinfeld in das von Graf Heinrich von Sayn II (St) in seinem Todesjahr neu gegründete Kloster Abtei Sayn im Brexbachtal ein. Die Einweihungsfeier mit den päpstlichen Legaten, dem kölner Erzbischof findet ohne Graf Heinrich von Sayn II statt. - Heinrich von Sayn III (St) sucht im staufisch-welfischen Thronstreit engeren Kontakt zum welfischen König Otto IV von Braunschweig. - Der würzburger Bischof Konrad von Querfurt wird nach Intrigen von Bodo von Ravensburger aus der würzburger Ministerialenfamilie ermordet. - Werner von Bolanden III (St) und sein Bruder Philipp von Bolanden III (St) wechseln erneut die Seiten zurück zu König Philipp von Staufen -Schwaben, da der welfischen König Otto IV von Braunschweig sich nicht im Südwesten und der mainzer Erzbischof Siegfried von Eppstein II (St) sich nicht in Mainz halten kann. Philipp von Bolanden III (St), sein Schwager Rheingraf Wolfram (St) zusammen mit den Reichsdienstmannen Heinrich von Randeck, Konrad von Boppard (St), Heinrich von Daun, Burggraf Arnold und seinem Bruder Johann sowie Arnold und seinem Bruder Hermann von Hammerstein beschwören Bündnis von König Philipp von Staufen mit dem trierer Erzbischof Johann von Trier.

1203 Der münsteraner Bischof Hermann von Katzenelnbogen (St) stirbt.

König Philipp von Staufen -Schwaben verlobt seine fünfjährige Tochter Beatrix von Staufen mit dem bayerische Pfalzgraf Otto VIII von Wittelsbach (St) (28). - Werner von Bolanden III (St) leitet die Erstürmung der welfischen Siedlung St. Goar teil.

1204 Graf Berthold von Katzenelnbogen II (St) ist als Verbündeter von König Bonifatius von Thessaloniki, Regent im thessalischen Hochland mit dem Sitz in Velestino.

Wetter: Extrem harter Winter. - Gottfried von Straßburg beginnt Tristan und Isolde - Das orthodoxe Konstantinopel wird vom venezianischen Kreuzfahrerheer erobert, geplündert, die Reliquien in den Westen entführt und die Geistlichen zum Gehorsam zu Rom gezwungen. Latein wird neben Griechisch als Kirchensprache des Ostens eingesetzt. Die Kirchenspaltung ist dadurch vollzogen. - Fehde zwischen Sayn und Landsberg. - Der kölner Erzbischof Bruno von Sayn (St) kommt durch List in den Besitz eines Armes des heiligen Simon, der die Reliquie von einem armenischen Bischof im staufisch-welfischen Thronstreit aus Angst vor marodierenden Räubern auf einem Friedhof begräbt, aber von einem einfachen Mann beobachtet und bestohlen wird. Der kölner Erzbischof Bruno von Sayn (St) schenkt die Arm-Reliquie der Abtei Sayn und löst einen Besucheransturm aus. - Die Grafen von Leiningen erhalten die Landvogtei über den Speyergau sowie Vogtrechte über das Kloster Limburg. - In Weilnau werden die Balken für den Bergfried geschlagen. - Graf Hermann von Virneburg III (St) heiratet Lucardis von Nassau (St), und vermehrt seinen Landbesitz deutlich. - Rheingraf Albero (St) wird bis 1208 Abt von Kloster Eberbach. - Herzog Ludwig von Wittelsbach Bayern der Kelheimer (St) (31) heiratet in Kelheim die Witwe von Graf Adalbert von Bogen III, Prinzessin Ludmilla von Böhmen (34).

1205 Graf Berthold von Katzenelnbogen II (St) ist als Verbündeter von König Bonifatius von Thessaloniki, päpstlicher beauftragter Vermittler in den antiochenischen Händeln zwischen dem Fürsten Boemund von Antiochien und König Leo von Armenien.

Die Grafen von Castell führen den Grafentitel. - Die Hardenburg wird von den Grafen von Leiningen widerrechtlich auf dem Gebiet von Kloster Limburg erbaut. - Heinrich von Sayn III (St) brüskiert König Philipp von Staufen -Schwaben bei Verhandlungen bei Bonn so, dass sein Schwager Graf Gottfried von Sponheim II (St) und Graf Emich von Leiningen (St) nur noch seine Flucht erreichen können. - Heinrich von Sayn III (St) überfällt die königliche Flotte vor Bonn. Graf Gottfried von Sponheim II (St) und Graf Emich von Leiningen (St) können Strafaktionen verhindern. - König Philipp von Staufen -Schwaben wird in Aachen vom kölner Erzbischof Adolf von Altena legitim gekrönt. - Die Königstochter Beatrix von Staufen die Jüngere von Schwaben wird in Nürnberg geboren. - Die Grafen von Sponheim beginnen den Bau der Kauzenburg auf speyerer Gebiet, gegen den der speyerer Bischof Konrad von Scharfenberg III ein Weiterbauverbot erwirkt. - Graf Friedrich von Vianden III (St) erbaut die letzte Burg an der Mosel, Quintenberg auf prümer Land gegen den trierer Erzbischof Johann von Trier, der nach seiner Weinlieferung die betrunkene Burgmannschaft überrumpelt und die Burg zerstört. Die Grafen von Vianden beenden damit ihre Versuche ihre Herrschaft auf trierer Territorium auszudehnen. - Der kölner Erzbischof Bruno von Sayn (St) tritt sein Amt an. Oliver von Köln wird sein Kanzler. - Die Herren von Castell werden in den Grafenstand erhoben. - Graf Heinrich von Sayn (St), der Kreuzfahrer, übernimmt die Herrschaft.

1206 Graf Gottfried von Sponheim II (St) lässt trotz des Verbots durch König Philipp von Staufen -Schwaben die bad kreuznacher Kauzenburg bauen. - In der Schlacht bei Wassenberg schlägt Staufer-König Philipp von Staufen von Schwaben König Otto IV von Welfen, der nach England flieht, und den kölner Erzbischof Bruno von Sayn (St), der in Burg Wassenberg in Gefangenschaft gerät und auf Burg Trifels gefangengehalten wird. - König Philipp von Staufen -Schwaben bietet dem besiegten König Otto von Braunschweig seine älteste Nichte Beatrix von Schwaben, die jedoch schon mit dem bayerische Pfalzgraf Otto VIII von Wittelsbach (St) (26) verlobt ist, zur Vermählung an. - Rheingraf Wolfram (St) macht eine Pilgerfahrt nach Santiago de Compostela. - Burg Neu-Bolanden wird erbaut. - Die pfalzgräfliche Burg Thurant bei Alken an der Mosel wird vom rheinischen Pfalzgraf Heinrich von Welfen um die Ansprüche seines Bruders, König Otto IV von Welfen Braunschweig im Moselgebiet zu sichern erbaut und benennt sie nach der Festung Thuron beim libanesischen Tyros im heutigen Libanon, die er mit einem Heer während der Barbarossaschlacht im Dritten Kreuzzug vergeblich belagert hatte. - Die Starkenburg wird gegen den bremer Erzbischof erbaut. - Die Abtei Sayn mit der Armreliquie des heiligen Simon hat einen geschätzten Jahresbesucherschnitt von 20.000 Pilgern.

1207 Graf Berthold von Katzenelnbogen II (St) ist von Gräfin Alix von Mömpelgard geschieden. Gräfin Alix von Mömpelgard heiratet Phillip von Ibelin, den Regenten von Zypern, und Sohn von Balian II d´Ibelin und Maria Comnenus.

Der aus dem Ministerialengeschlechtern Hagen in der Dreieich und Arnsburg stammende Kuno von Münzenberg (St) nennt sich nach seiner aus Geldmangel nicht vollendeten Burg Münzenberg. - König Philipps von Schwaben entlobt seine Nichte Beatrix von Schwaben (09) von bayerische Pfalzgraf Otto VIII von Wittelsbach (St) (27). - Der Magdeburger Dom brennt nieder. - Mechthild von Meissen, die Enkelin des Landgrafen von Ludwig von Thüringen II, spätere Ehefrau des kölner Domvogtes Graf Heinrich von Sayn III (St) kommt nach dem Tod ihres Vaters an den thüringer Hof, wo die spätere Heilige Elisabeth von Thüringen (St) lebt. - Der mainzer Ministeriale Stammvater Ritter Johann von Ingelheim gewinnt ein Ritterturnier in Worms. - Die Brüder Gerhard von Diez (St) und Heinrich von Diez (St) ertauschen sich für ihre Vogtei Mainz-Castell Reichsland in Usingen.

1208 In Rüdesheim wird der Mäuseturm und Burg Ehrenfels erbaut. Eine eigene rüdesheimer Weinhändlerzunft besteht. - Der kölner Erzbischof Bruno von Sayn (St) stirb. - Der entlobte bayerische Pfalzgraf Otto VIII von Wittelsbach (St) (28) ermordet seinen ehemaligen Schwiegervater, König Philipp von Staufen -Schwaben in Bamberg mit einem Schwerthieb auf den Hals während einer unangemeldeten privaten Audienz und wird geächtet und für vogelfrei erklärt. Die schwangere Königin, Tochter des byzantinischen Königs Isaak Angelos, flieht auf Burg Hohenstaufen, erleidet eine Fehlgeburt und stirbt. - Burg Grenzau wird von Heinrich von Isenburg I (St) als Burg Gransioie (franz.: Großfreuden) erbaut. - Das mainzer Schisma endet mit der Machtübernahme des mainzer Erzbischof Siegfried von Eppstein II (St), der selbst zu Welfe Otto von Braunschweig IV wechselt und die staufer Reichsadministralitä zum Seitenwechsel bewegen kann. - Der Welfe Otto von Braunschweig IV wird neuer König und läßt sich vom bayrischen Herzog Ludwig von Wittelsbach -Bayern I, dem Kelheimer (St) überzeugen, dass sein Cousin Otto von Wittelsbach VIII (St) (28) gemeinsam mit dem bamberger Bischof Eckbert von Andechs-Meranien das Attentat geplant und ausgeführt hat. Herzog Ludwig von Bayern I, der Kelheimer (St) konfisziert die bayerischen Güter von Andechs-Meranien und gibt sie trotz seiner falschen Unterstellung nicht zurück. - Burg Ehrenfels wird von Philipp von Bolanden (St), der reiche Neffe des mainzer Erzbischof Siegfried von Eppstein II (St) in dessen Auftrag aber mit eigenem Geld gegen Pfalzgraf Heinrich und den Herzog von Brabant, Anhänger von König Otto IV, dessen Kirchenbann der mainzer Erzbischof Siegfried von Eppstein II (St) durchsetzen soll und der sich deshalb an ihm rächt, erbaut. - Die Familie von Dalberg erwirbt das Kämmereramt vom wormser Bischof Leopold von Schönberg. - Der Welfe König Otto IV, verlobt sich in Frankfurt in der Kapelle der heutigen Nikolaikirche mit der minderjährigen Tochter Beatrix von Schwaben (10) des ermordeten Staufers König Philipp von Schwaben. - Der Minnesänger Graf Otto von Botenlauben heiratet Beatrix von Courtenay, die Tochter des Barons Joscelin III in Jerusalem. - Der Abt von Kloster Eberbach Rheingraf Albero (St) stirbt. - Die heilige Hedwig von Andechs lebt nach dem 7. Kind mit ihrem Mann enthaltsam und geht selbst im Winter barfuß.

1209 Der Königsmörder Pfalzgraf Otto VIII von Wittelsbach- Bayern (St) (29) wird in Oberndorf bei Kelheim gestellt und erschlagen, sein Kopf in die Donau geworfen, sein Körper jahrelang in einem Faß aufbewahrt und die Stammburg Wittelsbach vom wittelsbacher Herzog Ludwig I dem Kehlheimer (St) selbst zerstört. - Der Albigenserkreuzzug ist der einzige Kreuzzug gegen ein christliches Land dauert 20 Jahre und vernichtet die Katharer in Südfrankreich. - Der französche Thronfolger Ludwig erhält in Compiègne die Schwertleite. - Der magdeburger Dom ist erster gotischer Bau in Deutschland. - Der letzte Welfe König Otto IV von Braunschweig wird von Papst Innozenz III, der ihn bereits vorher unterstützt hatte, zum Kaiser gekrönt. - Siegfried von Runkel III (St) erwirbt Westerburg und nennt sich Herr von Runkel und Westerburg. - Königin Beatrix von Schwaben stirbt nach einjähriger Ehe. - Schenk Georg von Erbach nimmt an einem Turnier in Worms teil.

1210 Italienische Kaufleute helfen beim Zahlungsverkehr zwischen den oberdeutschen Kirchen und Rom. - Der neckarsteinacher Minnesänger Bligger von Steinach stirbt. - Salentin von Isenburg (St) lebt auf Burg Isenburg. Bruno von Isenburg I - Braunsberg (St) heiratet Erbtochter Theodora von Wied (St) und bereitet damit die Übernahme der Grafschaft Wied vor. - Eberhard von Rumpenheim beginnt mit Schenkungen an das Kloster Patershausen. - Graf Georg von Wied (St) zieht mit König Otto IV von Welfen -Braunschweig nach Italien.

1211 Graf Berthold von Katzenelnbogen II (St) ist in Konstantinopel. Bei ihm lebt die Witwe des Königs Bonifatius von Montferrat, Schwester von König Andreas von Ungarn II, Witwe des geblendeten Kaisers Isaak Angelos Königstochter Margarethe von Ungarn. Ihr Sohn König Demetrius regiert das Königreich Thessaloniki.

Das hagenhausen-eppsteiner Lehen Heusenstamm geht an Eberhard Waro von Heusenstamm. - Die Edlen von Ovenbach aus der hagen-münzenberger Familie, spätere Patrizier in Frankfurt, werden in Offenbach erwähnt. - Gottfried von Sponheim II (St) verwüstet an der Seite von Graf Wilhelm von Jülich und des Pfalzgrafen Heinrich I das Gebiet des mainzer Erzbischof Siegfried von Eppstein II (St). - Philipp von Bolanden III (St) ist Viztum im Rheingau und erbaut als Reaktion auf den Angriff Burg Ehrenfels. - Siegfried von Eppstein II (St) wird Gesandter von Papst Innozenz III und Exponent der päpstlichen Partei. - Pfarreistelle in Hahnstätten. - Kloster Eberbach hat 70 km² Landbesitz in 205 Ortschaften. - Der südliche Lahn-Ohm-Gau um Weilburg und Gießen ist in den Besitz der Grafen von Gleiberg übergegangen.

1212 Kinderkreuzzug zieht durch die Grafschaft Katzenelnbogen. - Erster Einsatz einer Blide durch Welfen-Kaiser Otto IV bei der Eroberung der landgräflich-thüringischen Stadt Weißensee. - Hachenburg ist unter Heinrich von Sayn III (St) fertiggestellt. - Die Grafen von Leiningen sterben im Mannesstamm aus. - In einer entscheidenden Schlacht bei Las Navas de Tolosa besiegt Alfons VIII von Kastilien die Mauren. - Die Herren von Isenburg-Limburg beginnen als Vögte des St Georg Stifts den Bau des Limburger Doms. - König Friedrich von Staufen II wird in einer Nachwahl in Frankfurt von einer größeren Anzahl Fürsten als König bestätigt und im mainzer Dom durch den mainzer Erzbischof Siegfried von Eppstein II (St) gekrönt. - Die in Worms geborene Tochter des ermordeten Königs Philipp von Schwaben, Beatrix die Ältere (14) heiratet den Welfen-Kaiser Otto von Braunschweig IV stirbt aber nach 3 Wochen. - Graf Poppo von Wertheim stirbt. - Graf Wilhelm von Salm, der Bruder von Friedrich von Vianden III (St) stirbt im Kampf gegen Graf Theobald von Bar und von Luxemburg (St) in der Schlacht von Ocquiers. - Werner von Bolanden III (St) ist erblicher Reichstruchsess und Anhänger von König Friedrich von Staufen II. - Der trierer Erzbischof Dietrich von Wied (St), der König Friedrich von Staufen II unterstützt, wird von Graf Heinrich von Nassau II, der Reiche (St), der für Welfen-Kaiser Otto von Braunschweig IV kämpft, gefangengenommen. - Graf Heinrich von Sayn III (St) vollendet den Bau der Residenz Hachenburg im Westerwald. - Die mit dem kölner Burggrafen Eberhard von Aremberg verheiratete Adelheid von Molsberg gründet Kloster Marienstatt. - Mit dem Minnesänger Graf Friedrich von Leiningen (St) stirbt das erste leininger Grafengeschlecht aus.

1213 Heinrich von Katzenelnbogen (St), Bruder von Graf Diether von Katzenelnbogen III (St) ist Domherr in Mainz.

König Friedrich II verzichtet auf die Mitwirkung bei Bischofswahlen. - Graf Heinrich von Weilnau (oder Diez) (St) kämpft mit Hilfe von seinem Verwandten Rheingraf Werner (St) gegen Diether von Katzenelnbogen III (St). - Auf dem Berg Tabor zwischen Damaskus und Jerusalem wird Burg Tabor erbaut, die zur Namensfindung von Montabaur dient. - Der mainzer Erzbischof Siegfried von Eppstein II (St) vertreibt für den Abt von Cornelimünsters den Vogt Gerhard von Rheinbod, der illegale Zollgebühren erpresst, von Burg Reichenstein am Rhein. - Das baseler Stift versetzt zu einem Bruchteil des den Bischofsring, seidene Gewänder und das gesamte Bischofsgerät bei jüdischen Geldverleihern.

1214 Graf Diether von Katzenelnbogen III (St) kämpft auf Seiten des siegreichen Königs Friedrich II und wird ebendamals in zwei Sprüchen von Minnesänger Walter von der Vogelweide angesprochen.

Limburg an der Lahn erlangt das Stadtrecht. - Die Vogtei Trechtingshausen und Burg Reichenstein am Rhein ist im Besitz des neuen Vogtes Philipp von Bolanden III (St). - Die wittelsbacher Pfalzgrafen werden Herren von Bacharach. - Graf Friedrich von Leiningen I (St) stirbt. - Herzog Ludwig von Bayern I verlegt den pfalzgräflichen Herrschaftsmittelpunkt von der Burg Stahlburg nach Heidelberg. - In der Schlacht von Bouvines unterliegt der englische König Johann Ohneland mit seinem Befehlshaber König Otto IV, dem von Papst Innozenz beauftragten französischen König und dem deutschen König Friedrich II. - Graf Friedrich von Vianden III (St) wird auf einer Palästinafahrt nach Jerusalem von den Moslems gefangen genommen. - Der von Graf Heinrich von Nassau II (St), der für König Otto IV kämpft, gefangengehaltene trierer Erzbischof Dietrich von Wied, wird durch die Bemühungen König Friedrichs II, wird freigelassen. - Erbteilung der Raugrafen auf Burg Altenbaumburg. - Der ehemalige Kanzler des kölner Erzbischof Bruno von Sayn (St) (+1208) Oliver von Köln predigt im Rheinland für den Kreuzzug und bringt die Kreuzfahrer dazu in Köln eine eigene Flotte auszurüsten. - Pfalzgraf Ludwig von Wittelsbach (St) erbt die Pfalz bei Rhein. Er erbaut die Stadt Wallhausen bei Miltenberg gegen Mainz um den Main zu kontrollieren. - Das mainzer Klosterstift St. Viktor brennt ab und wird nur aus Spenden wieder aufgebaut, da es selbst mittellos ist.

1215 Der heilige Dominikus gründet in Toulouse einen nach ihm benannten Predigerorden , den Dominikanerorden, mit dem Zweck die katholische Lehre zu verbreiten und Ketzerei mit Hilfe der Inquisition zu bekämpfen. - Auf dem IV. Laterankonzil beschließt Papst Innozenz III die Kleiderordnung für Juden (Judenkreis) und Sarazenen nach islamischem Vorbild, das Zinsverbot für Christen, den mäßigen Wucher für Juden, das Verbot von Gottesurteilen und der Feuerprobe. Dieser Beschluss drängt die Juden zum Geldverleih. - Im Kloster Arnstein stirbt der Mönch Lumard, Chronist und Ersteller des Jahrbuchs von Kloster Arnstein in Form eines Schränkchens. - Graf Heinrich von Sayn III (St) heiratet dei Enkelin des Landgrafen Ludwig von Thüringen II, Mechthild von Meissen. - Arnulf von Basel liefert Genua das beste und schönste Glas zur Spiegelherstellung aus Deutschland einzuführen. - Die Herren von Geroldstein (Wisper) sind im Besitz der mainzer Burg Geroldstein (Wisper). - Alzey wird Residenz der Pfalzgrafen. - Der studierte Wanderprediger Konrad von Marburg wird von Papst Innozenz III beauftragt Kreuzzugspredigten für den Fünften Kreuzzug im Rheinland und in Thüringen zu halten. - Graf Adolf von Berg erobert die Kaiserpfalz Kaiserswerth durch einen Dammbau, befreit dort die staufisch gesinnten eingeschlossenen rheinisch-westfälischen Bischöfe und entscheidet durch seine Parteinahme den Thronstreit mit König Otto von Braunschweig IV für König Friedrich von Staufen II. - Mit Embricho von Weisenau V stirbt das meingotsche Geschlecht aus. Die Witwe von Werner von Bolanden II Erbtochter Guda von Weisenau veerbt Burg Weisenau und das Fährrecht an ihren Enkel Werner von Bolanden III (St). - Drabado von Usingen ist Großkomtur des Deutschen Ordens.

1216 Der kölner Erzbischof Engelbert I von Berg nimmt die pfälzer Burg Thurant, die von Köln und von Trier beansprucht wird, gewaltsam ein. - Die frankfurter Schultheißen-Witwe Pauline schenkt dem Kloster Haina den Riedhof (Niederrad).

1217 Wetter: Der Bodensee ist komplett zugefroren. - Der fünfte Kreuzzug mit Ziel Ägypten dauert bis 1221. - Oliver von Köln zieht mit Kreuzfahrern über den Rhein und die Rhone nach Marseilles. - Markgraf Friedrich von Baden fällt bei Damiette. - Rheingraf Wolfram erhält die Reichspfandschaft von Burg Reichenstein ab. - Graf Johann von Sponheim I (St), Sohn von Graf Gottfried von Starkenburg (St), macht eine Palästinareise nach Jerusalem, bringt viele Reliquien mit, wird vom sponheimer Abt Juan begleitet. Die Regierung übernimmt Prior Reginfrid. - Der kölner Erzbischof Engelbert von Berg erbaut vergeblich Burg Fürstenberg um sich nach dem Verlust von Bacharach und Stahleck an Pfalzgraf Ludwig der Kelheimer nicht aus dem Viertälergebiet Bacharach, Diebach, Steeg und Manubach verdrängen zu lassen. - Kuno von Münzenberg II (St) verliert durch eine feindliche Erstürmung Burg Münzenberg. Sein Bruder Ulrich von Münzenberg I (St) wird neuer Burgherr. - Der trierer Erzbischof Rudolf von Wied (St), baut die Befestigungsanlagen im Kastell Humbach, (Montabaur) gegen die Expansionsbestrebungen von Graf Heinrich von Nassau II (St) aus. - Graf Simon von Saarbrücken III (St) beteiligt sich bis 1219 am Kreuzzug.


1218 Ein kölnisch-friesisches Kreuzfahrerkontingent umsegelt die iberische Halbinsel und kommt in Akkon an. - Der zyfflicher Propst Graf Gerlach von Sayn (St) besucht Burg Blankenberg. - Graf Gottfried von Sponheim III (St) nimmt am fünften Kreuzzug teil und verliert dabei sein Leben. - Graf Heinrich von Sayn III (St) zieht mit dem Vater der Elisabeth von Thüringen (St), König Andreas von Ungarn II nach Ägypten. - Abt Juan von Sponheim hält sich im Orient auf. - Der Abt von Kloster Schönau im Odenwald Daniel von Schönau stirbt und wird später als Heiliger verehrt. - Hartrad von Merenberg unterstützt den mainzer Erzbischof Siegfried von Eppstein II (St), der Landgraf Ludwig von Thüringen bekriegt. - Merenberg wird zerstört und Dorlar gebrandschatzt. Hier entsteht die Legende über den heiligen Apostel Mathias, der von einem Krieger, der den Besitz des heiligen Apostels Mathias in Dorlar verwüstet, beleidigt und verflucht wird und der Erlösung nur durch Barmherzigkeit erlangen hätte können. - Graf Lothar von Wied (St) führt ein Wappen mit 5 Schrägrechtsbalken. - Der Kommandant der rheinischen und friesischen Belagerungstruppen Graf Adolf von Berg stirbt vor Damiette, ist der Bruder des kölner Erzbischof Engelbert I von Berg und hinterlässt nur eine Erbtocher mit der der Zweig Altena-Berg ausstirbt.

1219 ist das Grafenhaus erstmals im Besitz des St. Goarer Rheinzolles nachzuweisen. Graf Diether von Katzenelnbogen IV (St) damals im Aufbruch zum Kreuzzug begriffen, befreit zu seinem Seelenheil Kloster Eberbach von Zöllen. Graf Diether von Katzenelnbogen III (St) tritt zu den Mönchen des Klosters Eberbach in ein geistliches Bruderschaftsverhältnis.

Graf Diether von Katzenelnbogen IV (St) ist mit Hildegunde verheiratet.

Stadtrechte für Stuttgart. - Frankfurt führt erstmals ein Stadtsiegel und ist eine Bürgerschaft. - Teilung der Besitztümer zwischen den Brüdern Eberhard IV und Otto von Eberstein I (St). - König Friedrich von Staufen II schenkt den frankfurter Bürgern beim Kornmarkt den Platz für ihre zweite Kirche, die Leonhardskirche. - Der kölner Erzbischof Engelbert von Berg lässt Burg Fürstenberg zum Schutz seiner Besitzungen um Bacharach errichten. - Franz von Assisi zieht ins heilige Land, versucht vergeblich die Sarazenen zu bekehren und kehrt wieder zurück. - Salentin von Isenburg (St) stirbt während des Kreuzzuges. - Die männliche Linie der Herrschaft Cleeberg stirbt aus. - Der letzte Graf von Lauffen ist tot und König Friedrich II verlehnt die lauffer Reichsgebiete an Markgraf Hermann von Baden V und Verona. - Der Zisterziensermönch Caesarius von Heisterbach sammelt Geschichten von Wundern und Visionen in seinem Dialogus miraculorum u.a. wie der Teufel in Gestalt eines schönen Jünglings zum Sex verführt. - Reichstag in Nürnberg. - Graf Gerhard von Diez (St), Gerlach von Büdingen, Gottfried von Eppstein (St) und Truchsess Werner von Bolanden (St) sind Zeugen als Kaiser Friedrich von Staufen II der Stadt Frankfurt eine Kapelle in Rödelheim schenkt. - Die Stadt Frankfurt schließt ihren ersten Bündnis- und Schutzvertrag mit den Städten Mainz, Bingen, Worms, Speyer, Gelnhausen und Friedberg. - Graf Georg von Wied (St) stirbt auf dem fünften Kreuzzug bei Damiette. - Graf Lothar von Wied (St) ändert sein Wappen zu einem Wiedehopf oder Pfau. - Nach dem Tod des trierer Dompropstes Konrad von der Leyen wird Peter von der Leyen bis 1245 Abt in Kloster Prüm. - Die Marksburg, Braubach und die Silberminen sind als Lehen des Pfalzgrafen bei Rhein Ludwig von Wittelsbach (St) im Besitz von Gottfried von Eppstein (St) alias Gottfried von Braubach. - Die Familie der Ritter von Eschborn teilt sich mit Peter von Eschborn in einen Kronenstamm und einen Flügelstamm auf. - Mit dem Tod von Graf Friedrich von Cleeberg sterben die Grafen von Cleeberg und Mörle (Obermörlen) aus. Es entsteht eine Ganerbschaft mit Nassau. Limburg, Eppstein und Westerburg. - Wildgraf Konrad II von Kyrburg (St) wird in der Fehde um die Vogtei Heimbach vom mainzer Erzbischof Siegfried von Eppstein II (St) mit dem Kirchenbann belegt und wird erst nach dem Verzicht vom Bann freigesprochen.

1220 Graf Diether von Katzenelnbogen IV (St) verläßt nach einem Zerwürfnis mit dem päpstlichen Legaten Pelagius, der jeglichen Waffenstillstand mit den Ketzern ablehnt, das Kreuzfahrerheer in Damiette in Ägypten und kehrt unter abenteuerlichen Umständen heim.

Der deutsche König Friedrich von Staufen II verzichtet auf die Ausübung königlicher Rechte in der confoederatio cum principibus ecclesiasticis wie Zoll- und Münzstättenerrichtung, Märkte und Reichsburgen sowie Geleits- und Befestigungsrechte zugunsten der geistlichen Fürsten, die damit Landesherren und ihre Territorien Riesenimmunitäten werden. Dies leitet den Niedergang der Städteentwicklung ein. König Friedrich von Staufen II wird in Rom zum Kaiser gekrönt. - Kaiser Friedrich II verbietet den Neubau von Burgen auf Kirchengrund. - Nur noch Adelige dürfen Abt in Fulda werden. Die fuldaer Äbte werden zu Fürstäbten und Territorialherren mit uneingeschränkter Macht. Die fuldaer Vögte und Untervögte wollen die gleichen Rechte und rebellieren bis 1231. - Das Geschlecht der von Bolanden teilt sich in Bolanden, Falkenstein (Pfalz) und Hohenfels. - Die Nassauer errichten auf eppsteiner Gebiet Burg Sonnenberg mit einem befestigten Bergfried und verursachen dadurch Gebietstreitigkeiten. - Burg Kronberg wird von Ritter Peter von Eschborn I erbaut. - Graf Heinrich von Diez III (St) begleitet König Friedrich von Staufen II in Italien. - König Friedrich von Staufen II vergibt den Ort Lahnstein und die Silbermine mit neuen Schürfrechten an den mainzer Erzbischof Siegfried von Eppstein II (St). - Der Braubach, der den Wassergraben des ältesten frankfurter Stadtgrabens, direkt an der Nordseite des Römers füllt wird kanalisiert. - Burg Kaub, die ab 1509 Gutenfels genannt wird, wird von den Herren von Falkenstein-Münzenberg ? im Auftrag des Reiches erbaut. - Das Adelsgeschlecht Bellersheim (Beldersheim) und spätere frankfurter Patriziergeschlecht wird als Burgmannschaft der Reichsburg Friedberg erwähnt. - Wetter: Ringförmige Sonnenfinsternis. - Graf Heinrich von Sayn III (St) ist während der Ersterwähnung im Besitz der Burg Weltersburg. - König Friedrich von Staufen II löst die Verpfändung von Oberwesel an das Erzstift Magdeburg, wodurch Oberwesel freie Reichsstadt wird und eine Stadtmauer erbaut. - Heinrich von Isenburg II -Kobern (St) erbaut die Matthiaskapelle in Kobern. - Graf Otto von Henneberg, alias Minnesänger Otto von Botenlauben, verkauft seinen Besitz im Königreich Jerusalem an den Deutschen Orden und kehrte nach Deutschland zurück. - Der Graf Emich von Leiningen II (St) gründet Kloster Höningen im Ort Altleiningen. - Die Werner von Bolanden (St) erhält für seine Verdienste das Hofamt des kaiserlichen Erbtruchsess. - Der mainzer Erzbischof Siegfried von Eppstein II (St) finanziert für seinen toten Bruder die Kirche in Mockstadt. - Zeitgenössisches Keramikmosaik wird in Maria-Laach als Fußboden verlegt. - Beatrix von Bolanden (St) wird gezwungen ihren Witwensitz Burg Ehrenfels herauszugeben. - Pfalzgraf Ludwig von Wittelsbach (St) nimmt am Fünften Kreuzzug teil. - Der mit Guda von Bolanden (St) verheiratete Rheingraf Wolfram (St) stirbt. - Graf Heinrich von Nassau (St) heiratet Mechthild von Geldern, die Tochter von Richilde von Wittelsbach (St). - Erwin von Kransberg baut seine Burg Kransberg mit einem Palas aus. - Der frankfurter Vogt Heinrich von Praunheim wird zum Schultheißen ernannt. - Heinrich von Isenburg (St ) ist mit der Erbtochter von Graf Friedrich von Cleeberg, Isengard von Cleeberg verheiratet und siegelt mit seiner Frau in Obermörlen mit Deutschordensmeister Ruprecht von Nassau (St), Gottfried von Eppstein (St), Gerlach von Büdingen (St), Heinrich von Isenburg (St).

1221 Die Feldherren von Dschingis Khan Dschebe und Sübütai dringen in Russland und Polen ein und besiegen das deutsch-polnische Heer des Herzogs Heinrich II von Schlesien. - Der trierer Erzbischof Dietrich von Wied kehrt vom Kreuzzug zurück, baut seine von den Grafen von Nassau zerstörte Burg wieder auf und nennt sie nach einem Berg in Israel Mons Tabor, das zu Montabaur wird. - Kaiser Friedrich von Staufen II überträgt den Besitz von Graf Ulrich von Münzenberg II (St) in Frankfurt-Sachsenhausen, ein Haus ein Hospital und eine Kirche, dem Deutschen Orden. Graf Ulrich von Münzenberg II (St) behält aber den Wasserturm und den Wald Hainbach und er bleibt Vogt der dazugehörigen Vogtei. Graf Gerhard von Diez (St) bezeugt die Schenkung. - Hermann von Virneburg III beginnt mit dem Bau der Burg Monreal ohne Genehmigungen und ohne Rechte auf Grund und Boden der Grundherrschaft Mertloch des trierer Erzbischofs Dietrich von Wied (St), und dessen Verwalter Hermanns Bruder Philipp von Virneburg. - Burg Hirschhorn auf einem Lehen des Klosters Lorsch ist in Bau. - Die nassauer Grafenbrüder Graf Heinrich von Nassau II (St) und der Deutschordensmeister Ruprecht von Nassau IV (St) feiern das mainzer Castrum Sunneberc, (Burg Sonnenberg) in unrechtmäßiger und gewaltsamer Weise an sich gebracht zu haben. - Kaiser Friedrich von Staufen II vertraut Kanzler Konrad von Scharfenberg dem würzburger Bischof Otto von Lobdeburg und Graf Gerhard von Diez II (St) seinen heimlichen Leuten die Erziehung seines Sohnes Konrad IV an. - Pfalzgraf Ludwig der Kelheimer (St) (58) und Markgraf Hermann von Baden V und Verona nehmen am Fünften Kreuzzug von Damiette in Ägypten teil, kommen in Gefangenschaft und für ein Lösegeld wieder frei.

1222 Der italienische Vulkan Ätna bricht aus. - Graf Gerhard von Diez (St), der Schwager von Graf Berthold von Katzenelnbogen I (St) gehört zu den Erziehern des jungen König Konrad von Staufen IV. - Der spätere frankfurter Patrizier Ulricus Longus ist Metzger und Scharfrichter, damals noch ein angesehener Berufsstand. - Abtei Prüm unter Peter von der Leyen wird von Kaiser Friedrich von Staufen II zum Fürstentum erhoben. Der prümer Exabt Caesarius von Milendonk dokumentiert die prümer Besitzungen vom Rhein bis in die Bretagne im Prümer Urbar. - Die klostereberbacher Mönche erschlagen einen Grumbacher. - Graf Diether von Katzenelnbogen IV (St) entscheidet als Schiedsmann, dass Abt Erkenbert von Kloster Eberbach 16 Pfund Entschädigung an die krumbacher Ritter und 10 Pfund Schmerzensgeld an die Hinterbliebenen bezahlen muss. - Graf Heinrich von Sayn III (St) gründet das Kloster Marienstatt. - In Venedig wird ein deutsches Wohn-, Lager- und Kaufhaus Fondaco dei Tedeschi direkt an der alten hölzernen Rialto-Brücke eröffnet. - Im Kloster Himmerod stirbt der Heilige Christian von Himmerod, der als Knappe des Grafen von Looz Mönch wird. - Wetter: In Frankfurt zerstört ein Hochwasser Teile der hölzernen Alten Brücke über den Main.

1223 Oliver von Köln wird Bischof von Paderborn. - Franko von Erbach ist Subdiakon in Kloster Schönau bei Heidelberg. - Schenk Gerhard von Erbach befehdet Reichsverweser Pfalzgraf Ludwig der Kelheimer (St) und wird besiegt. Der junge König Heinrich VII ermächtigt in Abwesenheit seines Vaters seinen Vormund Pfalzgraf Ludwig der Kelheimer (St) den königlichen Reichsschenken am Rhein und Reichsministerial Schenk Gerhard von Erbach zu zwingen für dessen Lehnen als auch für dessen Reichslehen als Lehnsherr Pfalzgraf Ludwig der Kelheimer (St) anzunehmen. Man zwingt ihn das Reichsschenkenamt aufzugeben und das Schenkenamt des Pfalzgrafen anzunehmen. Sohn und Tochter des Schenken von Erbach werden zur Sühne als Geiseln an Pfalzgraf Ludwig der Kelheimer (St) überstellt. - Die Mongolen fallen im östlichen Großreich kiewer Rus ein. - Die Edlen von Solms erhalten den Grafentitel. - Die Ministerialen und Halbbrüder Wilhelm und Ludwig von Helfenstein teilen ihr väterliches Erbe mit Hilfe von Graf Diether von Katzenelnbogen IV (St). - Gottfried von Eppstein I (St) ist im Besitz der ersten großen Erbschaft, der Hälfte von Wied mit dem Stammhaus Burg Wied für die Familie Eppstein. - Caesarius von Heisterbach erzählt von einer Heiligenerscheinung und Bekehrung des verschwenderischen dorlarer Pfarrers Hartrad von Merenberg und einer zweiten früheren. - Franziskaner in Limburg an der Lahn.

1224 Bei Franz von Assisi treten die Wundmale Jesu Christi auf. - Die nassauer Bergbau-Stadt Siegen wird vom kölner Erzbischof Engelbert von Berg mitverwaltet. - Der Orden der Weißfrauen oder Magdalenerinnen oder Reuerinnen wird in Worms gestiftet mit der Aufgabe Straßendirnen oder unverheirateten Angehörigen bürgerlicher Familien, die weiße, einfache Kleider tragen und arbeiten müssen, eine Alternative zu bieten. - Der trierer Erzbischof Dietrich von Wied erbaut auf dem zerstörten Castellum Humbacense die Trutzburg Montabaur eine Trutzburg gegen Graf Heinrich von Nassau II (St). - Graf Heinrich von Nassau II (St) tritt die Hälfte der von Heinrich den Reichen von Nassau (St) gegründeten Bergbau-Stadt Siegen auf dem Siegberg wegen misachteten Burgbaurechten an seinen militärisch übermächtigen Bundesgenossen den kölner Erzbischof Engelbert I von Berg ab und erbaut die Burg Ginsburg zur Landessicherung. - Die Anzahl der Mönche von Kloster Himmerod wird auf 60 und die der Laienbrüder auf 200 beschränkt. - Die Frauenklause des Kloster Sponheim wird wegen der Nähe des Männerklosters aufgelöst, die restlichen 4 Nonnen ziehen nach Kloster Rupertsberg um. Die Frauenklause des Kloster Sponheim verfällt zur Ruine. Die Mönche unterhalten Verhältnisse mit den Nonnen von Kloster Disibodenberg. Der mainzer Erzbischof Siegfried erlaubt dem sponheimer Abt Juan die Aufsicht über Kloster Disibodenberg zu übernehmen. In beiden Klöstern leben Nonnen und Mönche völlig ungezwungen und bilden Lebensgemeinschaften. - Philipp von Schöneck beherrscht die von Konrad von Boppard erbaute Reichsburg Schöneck. - Das Spindelspinnrad wird in Venedig verboten um Dumpingpreise und schlechtere Garnqualität zu verhindern.

1225 Wetter: In Mitteleuropa herrscht die Pest mit Hungersnot und Viehseuchen. - Oliver von Köln wird Kardinalbischof von Siena. - Heilbronn wird Lehen von Heinrich von Württemberg VII. - Die kölner Stadtmauer mit 12 Toren und 52 Mauertürmen in der Ringmauer und mehr als 16 Toren und Pforten in der Rheinmauer ist fertiggestellt. - Graf Friedrich von Isenberg versucht den kölner Erzbischof Engelbert von Berg gefangenzunehmen und erschlägt ihn dabei. - Die Herren von Trimberg treten ? dem Rheinischen Städtebund bei. - Unter dem baseler Fürstbischof Heinrich von Thun wird eine teils hölzerne und teils steinerne Brücke über den Rhein in Basel erbaut. - Beim Tod des kölner Erzbischof Engelbert I von Berg fällt die Burg Thurant wieder an den pfalzgräflichen Besitzer zurück. - Oppenheim wird Reichsstadt. - Der wormser Bischof Heinrich von Saarbrücken II verpfändet Weilburg an Graf Heinrich von Nassau II (St).

1226 Der mainzer Erzbischof Siegfried von Eppstein II (St) erbaut die Burg Lahneck. - Bereits im Dezember beginnen Bäume und Blumen in Thüringen zu blühen. - Die Grafenbrüder Heinrich von Solms I (St) und Marquard von Solms II (St) werden genannt. - Die abtrünnigen Leute des mainzer Erzbischof Siegfried von Eppstein II (St) flüchten in die neue Reichsstadt Oppenheim. und werden dort auf Geheiß von König Heinrich von Staufen VII (15) vertrieben. - Der Mörder des kölner Erzbischofs Engelbert von Berg Graf Friedrich von Isenberg wird in Köln vor dem Severinstor gerädert, die väterliche Stammburg Isenburg geschleift und sein Besitz vom kölner Erzbischof Heinrich von Müllenark und seinen eng verwandten Grafen von der Mark eingezogen. - Auf Burg Vetzberg gründet Konrad von Dernbach eine Ganerbengemeinschaft. - Der Truchsess von Rheinberg (Wisper) ist im Besitz der mainzer Burg Rheinberg (Wisper). - Pfalzgraf bei Rhein Otto von Wittelsbach II (St) macht die Ministerialen von Erbach, Vögte des Kloster Lorsch, zu seinen Erbschenken. - Der würzburger Bischof Hermann von Lobdeburg begleitet König Heinrich von Staufen VII (15) nach Italien. - Graf Ulrich von Württemberg (St) kommt per Kaiserschnitt zur Welt. Seine Mutter stirbt.

1227 Rheingraf Wolfram I wird vom mainzer Erzbischof Siegfried von Eppstein II (St) mit der Hälfte der Burg Rheinberg belehnt und Kuno von Katzenelnbogen wird Burggraf auf Burg Rheinberg. Die Herren von Heppenheft werden mit der anderen Hälfte belehnt.

Dschingis Khan stirbt nach einem Jagdunfall. - Wetter: Der Bodensee ist komplett zugefroren. - Kaiser Friedrich von Staufen II wird von Papst Gregor IX gebannt, weil er einen Kreuzzug wegen des Ausbruchs einer Seuche verweigert. - Die Herren von Rüdesheim werden beim Versuch ihr Erbe zu veräußern vom mainzer Erzbischof Siegfried von Eppstein II (St) gedemütigt, indem er die anderen Erben der Oberburg in Rüdesheim befiehlt für den Verkäufer zu sammeln und ihm mit Hundekot versetztes Geld anzubieten. - Der Sohn von Rheingraf Wolfram Siegfried wird Bischof von Regensburg. - Elisabeth von Thüringen (St) verabschiedet hrem Gatten Landgraf Ludwig von Thüringen IV der sich auf den Kreuzzug Friedrichs II begibt in Schmalkalden. Landgraf Ludwig von Thüringen IV stirbt in Italien an Malaria. - Der sponheimer Abt Marquard von Sponheim (St) stirbt. - Würzburger Allerheiligenmesse. - Der friedberger Burggraf Eberwin von Kransberg wird frankfurter Schultheiß.

1228 Graf Diether von Katzenelnbogen IV (St), Graf von Lichtenberg ist am Landgericht bei Heppenheim tätig.

Der mainzer Erzbischof Siegfried von Eppstein II (St) betrachtet sich als zweiten Mann hinter dem Papst. - Frankfurter Bürger und der Priester Rudolf von Worms stiften wegen des Elends ehemaliger Prostituierter und ihrer unverheirateten Töchter das Weißfrauenkloster. - Elisabeth von Thüringen wird von ihren Schwager Konrad von Thüringen gezwungen begleitet vom Inquisitor Konrad von Marburg, ihrem Beichtvater, von der Wartburg zu ihrem Witwensitz Marburg zu ziehen und baut dort ein Hospital. - Landgraf und sächsischer Pfalzgraf Hermann von Thüringen II schließ mit Graf Wittekind von Battenberg und Graf Hermann von Battenberg ein Schutz- und Trutzbündnis. - Die klosterarnsburger Bernhardinermönche besitzen ein Haus in Wetzlar.

1229 Nach der Eroberung krönt sich Kaiser Friedrich von Staufen II selbst zum König von Jerusalem. - Okzitanien (Südfrankreich) wird dem französischen Königreich eingegliedert. - Vorfahren des Erzbischofs Raban von Helmstatt werden erstmals urkundlich im Kraichgau erwähnt. - Die Grafen von Virneburg erbauen ihre Zweitresidenz Burg Monreal, die nach einer Grernzfeste im Süden des Toten Meeres benannt wird. - Die Tochter der Heiligen Elisabeth von Thüringen (22) Gertrud (2) kommt ins Prämonstratenserinnenkloster Altenberg. - In Meaux bei Paris werden 83 Katharer verbrannt. - Die Schlüsselsoldaten, Truppen von Papst Gregor IX greifent die siziilianischen Besitzungen des gebannten Kaiser Friedrich von Staufen II während dessen Kreuzzuges an, weil Kaiser Friedrich von Staufen II Jerusalem nicht erobert sondern kampflos in Verhandlungen einnimmt hat und damit die Ungläuben als Verhandlungspartner akzeptiert. - Beim Tod von Markgraf Heinrich von Namur bemächtigt sich Graf Heinrich von Vianden (St) bemächtigt sich durch seine Frau Margarete von Courtenay der Grafschaft Namur während der rechtmäßige Erbe sein Schwager Balduin lateinischer Kaiser (bis (1261) ist. - Der deutsche Mitkönig Heinrich von Staufen VII unterwirft Pfalzgraf Ludwig den Kelheimer (St). - Pfalzgraf Ludwig den Kelheimer (St). verpfändet seinen strategischen Brückenkopf am Main, die Stadt Wallhausen bei Miltenberg an den mainzer Erzbischof Siegfried von Eppstein II (St). Diese Verpfändung führt zum Wallhausen-Miltenberg-Konflikt bis 1264. - Konrad von Hohenlohe erhält die mittelitalienische Grafschaft Molise bis 1230. - Der Graf von Ziegenhain Friedrich von Thüringen erbt das Amt des Domvogtes von Fulda von den Reichenbachern.

1230 In Limburg an der Lahn wird die Stadtmauer vollendet. - Burgholzhausen wird bis 1243 vom mainzer Erzbischof Siegfried von Eppstein II belagert. - In der Schrift des Benediktinerordengründers, des Heiligen Benedikt aus Nursia werden Mönche verpflichtet sowohl Bücher zu lesen als auch physische Arbeit zu erledigen. Dieser Grundsatz dient vielen weiteren Orden als Vorbild. - Die dreischiffige Basilika des Prämonstratenserinnenklosters Beselich ist fertiggestelllt. - Heinrich von Nassau (St), der Reiche, betreibt die Dernbacher Fehde, aus der Teilung thüringen Hessen um in seinem hessichen Lehensgebiet Herborner Mark dem Landadel seine angestammten Rechte zu verweigern. - Schenk Walter I von Limpurg erbaut Burg Limpurg über Schwäbisch Hall. - Siegfried von Eppstein III (St) folgt seinem Onkel Siegfried von Eppstein II (St). Er ist ebenfalls Neffe des trierer Erzbischof Dietrich von Wied. - Die Grafen von Rieneck versuchen bis 1250 im Kinzigtal Besitz zu erobern. - Aufstand der Bürger von Bingen gegen den mainzer Erzbischof Siegfried von Eppstein II (St). - Die Stadt Grünberg ist Münzstätte. - Graf Heinrich von Nassau II (St) herrscht alleine über 9 nassauer Burgen. - Burg Fürstenberg kommt als Pfandobjekt an Pfalzgraf Ludwig den Kelheimer (St). - Kloster Haina verkauft den frankfurter Riedhof (Niederrad) an das Kloster Arnsburg. - Papst Gregor IX läßt ein neues einheitliches Kirchenrechtsbuch anfertigen, das auch die Vorgehensweise gegen Ketzer verschärft. - Hohenlohe wird mit einem Familienvertrag geteilt. Konrad von Hohenlohe - Brauneck und Gottfried von Hohenlohe -Hohlach führen den Titel Graf von Romagna. - Der österreichische Herzog Friedrich von Babenberg ist Mäzen des Minnesängers Neidhard. - In Trier wird das Dreikönigenhaus oder Haus Zum Säulchen, der Wohnsitz einer trierer Schöffenfamilie, mit Zugtreppe im 1. Obergeschloß, erbaut. - Graf Heinrich von Nassau II (St) schenkt dem Deutschen Orden das Dorf Finsternthal. - Ritter Peter von Eschborn I nennt sich nach seiner fertig erbauten Burg Kronberg Ritter Peter von Kronberg.


1231 Wetter: Nach einem außergewöhnlich mildem Winter folgt ein heißer Sommer. - Augustalis, die erste in Massenauflage geprägte Goldmünze wird von Kaiser Friedrich von Staufen II in Süditalien ausgegeben. - Zweites großes Reichsgesetz zugunsten der Fürsten. - Kaiser Friedrich von Staufen II verbindet die Wässerung von Flachs und Hanf im Umkreis von 7,5 km um Siedlungen um die damit verbundene Geruchsbelästigung zu vermeiden. - Der Inquisitor Konrad von Marburg ist Seelsorger der heiligen Elisabeth von Thüringen (24), der er ihre Kinder wie ihre Freundinnen nimmt, sie zu ihrem Seelenheil häufig auspeitschen und bespitzeln lässt bis sie stirbt. Ihr Enkel wird erster Landgraf von Hessen (St). - Kaiser Friedrich von Staufen II muss allen deutschen Fürsten wichtige Hoheitsrechte überlassen. z.B. geht das königliche Geleitsrecht auf die Landesfürsten über, die es durch Urkunden oder Bewaffnete durchsetzen aber auch dafür haften. - Kaiser Friedrich von Staufen II begründet die Medizinalgesetzgebung im Edikt von Salerno, in der er auch den Apothekerstand vom Ärztestand trennt um Preistreiberei zu vermeiden. - König Heinrich von Staufen VII (20) sammelt die Machträger des nichtfürstlichen Standes um Rückendeckung gegen seinen Vater Kaiser Friedrich von Staufen II zu gewinnen. - Papst Gregor IX führt in Rom persönlich eine Inquisition durch, die mit vielen Kerkerstrafen und Todesstrafen auf dem Scheiterhaufen endet. - Nikolaus von der Leyen ist Burgmann auf der trierer Saarburg. - Die mainzer Stadt Landsberg und die mainzer Burg Rodersen werden von Landgraf Konrad von Thüringen in der Fehde mit dem mainzer Erzbischof Siegfried von Eppstein III (St) zerstört.

1232 Kaiser Friedrich von Staufen II überträgt die Reichsabtei Lorsch an den mainzer Erzbischof Siegfried von Eppstein III (St). Beträchtliche lorscher Gebiete im Odenwald sind Lehen an Pfalzgraf Ludwig den Kelheimer (St). Die Mark Heppenheim wird in einen mainzer und einen pfälzer Teil getrennt. Das mainer Bensheim vor der katzenelnbogener Burg Auerbach ist feindliches Ausland. - Wiesbaden wird vermutlich Reichsstadt. - Landgraf Konrad von Thüringen-Hessen erobert und zerstört Fritzlar, wobei die Stadtmauer zerstört wird, muss sich aber am Wiederaufbau beteiligen um der Acht durch Papst Gregor IX zu entgehen. - Wetter: Schon zu Ostern ist es so warm, dass man im Freien baden kann. - Die Inquisition wird vom Papst den Dominikanern übergeben. - König Friedrich von Staufen II erlässt das erste Reichsgesetz, ein Landfriedensgesetz in deutscher Sprache. - Der Sachsenspiegel, ein Lehn- und Landrechtsbuch wird erlassen. - Der grausame Inquisitor Konrad von Marburg lässt in Erfurt vier Adelige wegen Ketzerei verbrennen. Er ist besessen von der Existenz von Teufelsanbetern, den Luziferianern. - Johann von Heusenstamm verpfändet seinen Teil an der Burg Hayn an Ulrich von Münzenberg (St). - Gerlach von Isenburg - Limburg (St) baut auf einem Felsplateau am Rhein eine erste Wehranlage der Burg Arenfels. - Eberhard von Isenburg (